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Termine

Aufführung des Hope Theatre Nairobi: Menschenrechte und andere Kleinigkeiten

 

Seit 10. Dezember 1954 gibt es die offizielle, wenn auch nicht rechtsverbindliche Allgemeine Erklärung der Menschenrechte mit dem bemerkenswerten Artikel 1: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.“ Der Artikel 2 verbietet jegliche Form der Diskriminierung. 1989 hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Mittlerweile wurde dieses Dokument von fast allen Staaten der Erde unterzeichnet. Und trotzdem sind wir auf der Welt weit von Gleichberechtigung entfernt. Alter, Behinderung, Rasse und ethnische Herkunft, Geschlecht, Sprache, Religion, politische und weltanschaulicher Überzeugung, nationale oder soziale Herkunft, Eigentum oder Geburt - es gibt viele Möglichkeiten und Gründe, andere zu diskriminieren.

Das Hope Theatre Nairobi ist eine sozial-politische Theatergruppe aus Nairobi (Kenia), die 2009 vom deutsch-österreichischen Regisseur Stephan Bruckmeier mit jungen Erwachsenen aus den Armenvierteln der Metropole gegründet wurde. In der politischen Revue zum Thema „Menschenrechte und andere Kleinigkeiten“ spricht das Ensemble aus eigener Erfahrung und zeigt Szenen, die sich mit dem Thema beschäftigen - auch im Hinblick auf die zunehmend diskriminierende Radikalisierung in der Sprache. Die Ensemble-Mitglieder wissen, was Blicke auf der Straße in Deutschland bedeuten können, sie haben aber auch den Bürgerkrieg in ihrem eigenen Land erlebt und sie kennen die Haltung der reichen KenianerInnen gegenüber den Slum-BewohnerInnen. Sie merken, wie schwierig es ist, in Deutschland als Schauspieler wahrgenommen zu werden und nicht als Flüchtling oder Bedürftige, sie kennen aber auch den Applaus des begeisterten Publikums. Sie wissen, wie wichtig es ist, aufzuklären - und das funktioniert am besten in der direkten Begegnung. Wer sich besser kennen lernt hat weniger Angst voreinander. Daher sind die Gespräche und interaktiven Szenen mit dem Publikum ein wichtiger Bestandteil der Aufführungen. Denn nur, wenn wir unsere Augen weiter öffnen und zur Kenntnis nehmen, dass überall auf der Welt viele Menschen leben, die der unglückliche Zufall zu den Verlierern gemacht hat, wird die Welt nicht nur dann global betrachtet werden, wenn es um wirtschaftliche Vorteile oder politische Statements geht, sondern auch dann, wenn es um menschliche Werte und Verantwortung geht.

 

Veranstalter:
Nachhaltigere KU, Frauen – und Gleichstellungsbeauftragte der KU, Zentrum Flucht & Migration der KU, Fairtrade Stadt Eichstätt, Welt-Brücke Eichstätt, Amnesty International Hochschulgruppe Eichstätt und Stadt Eichstätt, KEB Katholische Erwachsenenbildung Eichstätt, Malteser Eichstätt

Karten 8€, Studierende 5€
Kartenvorverkauf ab 15. April in der Weltbrücke Eichstätt
sowie am 30.4., 6.5. und 7.5. von 11.30–13.30 Uhr vor der Mensa der KU,
Abendkasse ab 18 Uhr

weitere Infos unter: www.ku.de/nachhaltigkeit

Datum: Dienstag, 07.05.19  Uhrzeit: 18:30 -  21:00
Ort: Aula der KU