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29.06.18

„Dialog als zentrale Methode der Theologie“: KU feierte Dies theologicus

„Es gibt kaum eine katholische Universität, die uns in jüngster Zeit so viel Freude bereitet hat wie Ihre. Einer von vielen Gründen dafür ist Ihre Theologische Fakultät. Diese besetzt Themenfelder, die zeigen, welche Relevanz Theologie heute haben kann“, sagte Pater Dr. Friedrich Bechina (Untersekretär der vatikanischen Kongregation für das Katholische Bildungswesen) am Donnerstag an der KU. Als Festredner des Dies theologicus, den die Theologische Fakultät veranstaltete, beschäftigte sich Bechina in seinem Vortrag mit der vor kurzem erschienenen Konstitution „Veritatis gaudium“.


„Dialog als zentrale Methode der Theologie“: KU feierte Dies theologicus

Die ausgezeichneten Absolventinnen und Absolventen gemeinsam mit (5.-7.v.l.) Pater Dr. Friedrich Bechina, KU-Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien und Dekan Prof. Dr. Manfred Gerwing. (Fotos: Schulte Strathaus/upd)

In seinem Festvortrag beschäftigte sich Pater Dr. Friedrich Bechina mit den aktuellen Herausforderungen an Theologie und kirchliche Hochschulen.

Die neuen Doktorinnen, Doktoren und Habilitierten.

Die musikalische Gestaltung übernahmen die "Kluger Five".

Durch diese will Papst Franziskus die kirchlichen Hochschulen auf die globalen Herausforderungen ausrichten. Die Konstitution zeichnet dabei das Bild einer Universität, die sich sozial engagiert, den gesellschaftlichen Realitäten aussetzt und über Fachgrenzen hinweg arbeitet. „Dies knüpft an unser eigenes Selbstverständnis von Universität an und spiegelt sich auch in einer offenen Haltung unserer Theologischen Fakultät wider“, betonte KU-Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien. Beispielhaft dafür steht eine Kooperation der Eichstätter Fundamentaltheologie mit dem Bereich Islamwissenschaft an der Universität Erlangen-Nürnberg, die im Rahmen des Festaktes unterzeichnet wurde. „Der nötige Paradigmenwechsel, der sich in ,Veritatis gaudium‘ ausdrückt, ist nicht von Rom verordnet worden, sondern hat schon stattgefunden“, so Bechina. Es gelte, sich diesem Paradigmenwechsel zu stellen. Die im Titel der Konstitution formulierte Freude könne sich – bei aller Diskussion um zunehmende formale Anforderungen an Universitäten – aus dem Evangelium ergeben, das dazu einlade, Fragen zu stellen – verbunden mit der Freude, Antworten zu finden. Der Dialog und die „Hörfähigkeit“ müssten zentrale Methoden der Theologie sein. „Denn gesellschaftliche Fragen lassen sich nur noch holistisch beantworten, nicht aus der Sicht einzelner Disziplinen“, so Bechina weiter.

Der Festakt im Festsaal der Sommerresidenz bildete auch den Rahmen, um Absolventinnen und Absolventen der Fakultät für herausragende Leistungen zu ehren. Ausgezeichnet wurden heuer Julia Bergmeister, Martina Besler, Katja Golling, Stefan Häußler, Markus Hegewald, Annika Heim, Matthias Heim, Teresa Kneidl, Theresa Kubatko, Teresa Meier, Emmanuel Onah, Stefanie Schmidt, Miriam Schuster, Dominik Seitz, Eva-Maria Singer, Yevgeniya Ushakova und Jonathan Veit. Zudem wurden die fünf Promotionsarbeiten von Armando Elkhoury, Eva-Maria Gärtner, Katja Hess, Juraj Moscak und Taras Salo vorgestellt sowie die beiden Habilitationsarbeiten von Dr. Marco Benini und Prof. Dr. Florian Kluger.

Kluger übernahm zudem als Bassist zusammen mit Kristiina Hartmann (Klavier), Korbinian Müller (Violine), Peter Zanker (Cello) und Klarissa Humml (Gesang) die musikalische Gestaltung des Festaktes.