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31.01.19

Die Welt ein bisschen besser machen: Studierende entwickeln Sozialprojekte

Eine fahrende Küche im umgebauten Schul­bus und eine Goodie-Bag mit Infor­mationen zum Tierwohl – das sind Projekte zum sozialen Wandel, die Studierende der KU im Wintersemester 2018/19 in einem Lehrprojekt entwickelt haben. Zum Abschluss des Moduls mit dem Titel „Changemaker – Gesellschaftliche Innovation gestalten“ stellten die Teilnehmenden ihre Projekte öffentlich und vor einer Jury vor.


Unternehmerische Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen finden, damit befassten sich Studierende im Modul „Changemaker“. Betreut von Isabel Husterer, Erik Bertram und Adrian Röbke (Mitte) von KU.impact entwickelten die Teilneh-menden soziale Projekte. Eine Jury aus Prof. Dr. André Habisch, Dr. Thomas Röbke und Dr. Andrea Funk (oben links) gab bei der öffentlichen Vorstellung Anregungen zur Umsetzbarkeit.

Unternehmerische Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen finden, damit befassten sich Studierende im Modul „Changemaker“. Betreut von Isabel Husterer, Erik Bertram und Adrian Röbke (Mitte) von KU.impact entwickelten die Teilneh-menden soziale Projekte. Eine Jury aus Prof. Dr. André Habisch, Dr. Thomas Röbke und Dr. Andrea Funk (oben links) gab bei der öffentlichen Vorstellung Anregungen zur Umsetzbarkeit.

In dem Lehrformat, das Prof. Dr. André Habisch (Professur für Christliche Sozialethik und Gesellschaftspolitik) und KU.impact anbieten, lernen die Studierenden, unternehmerische Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln. Sophie Schwedux und Lana Vizjak reagierten auf die Tatsache, dass viele tierische Lebensmittel in ihrer Herstellung nicht transparent sind. Über gezielte Informationen wollen sie Konsumenten und Konsumentinnen dazu bewegen, beim Einkaufen Betriebe zu bevorzugen, die beim Thema Tierwohl vorbildlich sind. „Viele meinen, dass es gute Produkte nur weit weg gibt“, erläuterten die Studentinnen. In ihrer „Good Goodie Bag“, einem Baumwollbeutel, stellen sie Informationsmaterial über lokale Betriebe und Hintergründe, aber auch Kostproben in Form von Eiern und Milch zur Verfügung. Nun will sich das Team vergrößern, um dann in Kooperation mit lokalen Höfen und Erzeugern sowie mit dem studentischen Umweltreferat der KU die Info-Taschen möglichst breit zu verteilen.

Die zweite Gruppe mit Lucas Schmitt, Ronja Bauer und Theresa Kiermeier widmete sich dem Problem, dass es gerade auf dem Land Menschen gibt, die unter Vereinsamung oder fehlendem Anschluss an die Gesellschaft leiden, etwa Senioren oder Geflohene. Die Studierenden wollen in ihrem Projekt „Essen verbindet“ einen Schulbus zu einer mobilen Küche ausbauen. Der Bus soll in den Dörfern Station machen und so einen Ort der Begegnung schaffen. Über eine Online-Plattform oder eine Telefonnummer sollen sich Interessierte für das Treffen anmelden können. In einem Kochbuch würden dann Rezepte und persönliche Geschichten der Teilnehmenden gesammelt und so das Zusammenwachsen der Gemeinschaft dokumentiert, erläuterten die Studierenden. Wegen des recht hohen benötigten Startkapitals für den Bus sucht das Projekt noch nach Finanzierungsmöglichkeiten.

Von der Jury, bestehend aus Prof. Dr. André Habisch, dem Geschäftsführer des Landesnetzwerks Bürgerschaftliches Engagement Bayern, Dr. Thomas Röbke, und Dr. Andrea Funk, im Projekt „Mensch in Bewegung“ zuständig für das Thema digitale Gründung, erhielten die Teams Anregungen zur Umsetzbarkeit ihrer Projekte. Dies ist der letzte Schritt in einem Lern- und Coachingprogramm der KU, in dem die Teilnehmenden Informationen zu guter Organisation, Finanzierungsmöglichkeiten und möglichen Partnern erhalten. Entwickelt wurde das Programm im Rahmen des Projekts „Yooweedoo“ an der Universität Kiel. An der KU wird das Modul seit zwei Jahren angeboten. Alle entstandenen Projekte haben die Möglichkeit, beim Ideen-Wettbewerb „Yooweedoo“ bis zu 2000 Euro Startkapital zu gewinnen.