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16.10.19

Focus on Evidence – Fremdsprachendidaktik trifft Neurowissenschaften

Renommierte Forscherinnen und Forscher aus den Bereichen Neurowissenschaften und Fremdsprachendidaktik haben an der mittlerweile dritten Auflage der Tagung "Focus on Evidence - Fremdsprachendidaktik trifft Neurowissenschaften" teilgenommen, die die Professur für Didaktik der Englischen Sprache und Literatur (Prof. Dr. Heiner Böttger) dieses Mal im griechischen Nei Pori bei Thessaloniki veranstaltet hat.


Tagungsort für die diesjährige Runde von "Focus on Evidence" war Nei Pori in Griechenland.

In vier kompakten, evidenzbasierten Vorträgen wurden wieder neue Erkenntnisse der Hirnforschung vorgestellt: Dr. Petra A. Arndt (TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen Ulm, Deutschland) eröffnete die Konferenz mit einem Vortrag über Potenziale und Herausforderungen multidirektionalen Transfers zwischen Neurowissenschaften, Bildungsforschung, Schule und Politik. Prof. Dr. Marco Steinhauser (KU) sprach anschließend über die Kunst, einen Fehler zu entdecken und wie unser Gehirn aus diesen lernt. Ob Rhythmus der Motor für erfolgreichen Zweitsprachenerwerb ist, stellte Prof. Dr. Sonja Kotz (Universität Maastricht, Niederlande) anhand ihrer Untersuchungen zum Sprachverständnis und zu sensomotorischen Voraussetzungen des Zweitsprachenerwerbs dar. Jun.-Prof. Dr. Daniela Czernochowski (Technische Universität Kaiserslautern, Deutschland) fokussierte sich abschließend auf die Rolle von Feedback beim Wortpaar-Lernen und warum manche Dinge über den Test besser schon beim Lernen gewusst werden sollten. Abgerundet wurde das Programm durch einen Young Scientist Vortrag von Jenifer Pötzsche (Freie Universität Berlin, Deutschland) und Dr. Julia Weltgen (Universität Bremen, Deutschland), der am Beispiel des Eyetrackers aufzeigte, wie Leseprozesse sichtbar gemacht werden können und welche neuen Forschungsmöglichkeiten dieses Messverfahren der Fremdsprachendidaktik eröffnet.  

Das Tagungsformat Focus on Evidence ist das einzige in ganz Deutschland, das einen derartigen Zugang von Wissensbeständen aus den Neurowissenschaften samt Transferdiskussion in die Fremdsprachen­didaktik ermöglicht. Dies zeigte sich an der regen Teilnahme während der Diskussionsrunden sowie an dem durchweg positiven Feedback der einzelnen Teilnehmenden. Einige von ihnen nahmen bereits zum wiederholten Male an diesem Konferenzformat teil.Die FoE-Konferenzen 2015 und 2017 wurden durch ein Webinar weltweit zugänglich gemacht. Die FoE-Konferenz 2019 wurde filmisch dokumentiert und wird in Ausschnitten allen Interessierten auf der offiziellen Focus on Evidence-Website (www.focus-on-evidence.com) zur Verfügung stehen.