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09.06.16

Für die gemeinsame Sorge um die Erde: Buchpräsentation von Friedrich Schorlemmer am 14. Juni

Die Enzyklika „Laudato Sí“ war Anlass für den evangelischen Theologen Friedrich Schorlemmer (Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels und Bürgerrechtler in der ehemaligen DDR), in seinem neuen Buch „Unsere Erde ist zu retten“ (Verlag Herder) dieses Schreiben von Papst Franziskus zu reflektieren. Ein Jahr nach Erscheinen der Enzyklika wird Schorlemmer das Werk auf Einladung der KU am Dienstag, 14. Juni, erstmals öffentlich vorstellen – verbunden mit einer anschließenden Diskussionsrunde rund um die Enzyklika. Eingebettet ist die Präsentation in eine Reihe von Veranstaltungen, die Teil eines Projektes der KU zu „Laudato Sí“ ist. Die öffentliche Veranstaltung mit Friedrich Schorlemmer beginnt um 19 Uhr im Eichstätter Priesterseminar (Leonrodplatz).


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Foto: Verlag Herder/Michael Reichel

Eine Einführung in das Buch wird Matthias Kiefer (Umweltbeauftragter des Erzbistums München-Freising und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten der (Erz-)Diözesen Deutschlands) geben. Nach seiner Autorenlesung wird Friedrich Schorlemmer in den Diskurs mit Prof. em. Dr. Engelbert Groß KU) und Dr. Dr. Oliver Putz (Institute for Advanced Sustainability Studies, Potsdam) treten.

Mit seiner Enzyklika „Laudato Si‘ – Über die Sorge für das gemeinsame Haus” hat Papst Franziskus der Frage von Nachhaltigkeit neue Aktualität verliehen und gleichzeitig unterstrichen, dass die Bewahrung der Schöpfung eines interreligiösen Dialogs zur „Schonung der Natur, Verteidigung der Armen und den Aufbau eines Netzes der Geschwisterlichkeit“ bedarf. Darüber hinaus fordert Franziskus einen Dialog der Wissenschaften, die zu „Spezialisierung und Abschottung“ neigten. Friedrich Schorlemmers Buch versteht sich als ökumenische Antwort auf die Gedanken des Papstes in Form einer konkreten Ethik: Ehrfurcht vor dem Leben, Staunen und Dankbarkeit, vorausschauendes Handeln, Barmherzigkeit und Einsatz für den Frieden. Friedrich Schorlemmer ist überzeugt: „Wir sollten die dogmatischen Streitigkeiten hinter uns lassen und uns unserer Verantwortung gemeinsam stellen, dieser wunderbaren Schöpfung ein guter Bundesgenosse zu sein.“

Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) und die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) widmen sich unter Leitung von Prof. Dr. Ulrich Bartosch (Fakultät für Soziale Arbeit an der KU und Beiratsvorsitzender der VDW) in Form eines Verbundprojektes der Enzyklika „Laudato Sí“. Sie machen es sich zur Aufgabe, in den kommenden zwei Jahren die Zielbereiche der Enzyklika zu erfassen, zu kontextualisieren und Lösungsansätze zu entwickeln. Dies soll zum einen in Form einer akademischen Veranstaltungsreihe erfolgen. Ergänzend werden Projekte im Bereich der transdisziplinären Nachhaltigkeits- und Transformationsforschung durchgeführt.