Sie befinden sich hier: KU.de  Kommunikation  Für Journalisten  Presseinformationen

28.05.20

Im Dialog zu autonomer Mobilität

Der direkte Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern rund um automatisiertes und vernetztes Fahren ist das Ziel des interaktiven Schaufensters „fahrerlos“, das sich derzeit in einem früheren Ladengeschäft mitten in der Ingolstädter Fußgängerzone befindet. Unter Einhaltung aller Vorgaben für die derzeitige Situation ist die Ausstellung in der Ludwigstraße 39 bewusst zum Mitmachen konzipiert. Sie ist Teil des Forschungsprojekts SAVe (Funktions- und Verkehrs-Sicherheit im Automatisierten und Vernetzten Fahren), das von der AUDI AG geleitet und vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert wird. Zu den Projektpartnern gehört auch der Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement der KU (Prof. Dr. Jens Hogreve), der die Federführung für das „fahrerlos“ hat.


Zu den Exponaten des interaktiven Schaufensters gehört auch ein Fahrsimulator mit dem originalgetreuen Abbild des Audi-Prüfgeländes in Neustadt an der Donau.

Zu den Exponaten des interaktiven Schaufensters gehört auch ein Fahrsimulator mit dem originalgetreuen Abbild des Audi-Prüfgeländes in Neustadt an der Donau.

(v.l.) Prof. Dr. Jens Hogreve (KU), Stefan Holz (EFS), Wolfram Remlinger (Audi AG), Jörg Sichermann (EFS), Frederica Janotta (KU) und Lutz Morich (Audi AG) laden die Bevölkerung ins „fahrerlos“ ein, um in einen Dialog zu automatisierter Mobilität zu kommen. (Fotos: Klenk/upd)

(v.l.) Prof. Dr. Jens Hogreve (KU), Stefan Holz (EFS), Wolfram Remlinger (Audi AG), Jörg Sichermann (EFS), Frederica Janotta (KU) und Lutz Morich (Audi AG) laden die Bevölkerung ins „fahrerlos“ ein, um in einen Dialog zu automatisierter Mobilität zu kommen. (Fotos: Klenk/upd)

Die Verantwortlichen, zu denen neben der KU und der AUDI AG auch die Elektronische Fahrwerksysteme GmbH (EFS) gehören, verstehen den Laden als Plattform, um automatisiertes Fahren für die breite Bevölkerung erlebbar zu machen und gleichzeitig die Grundlage für eine sinnvolle, tiefergehende Diskussion zur Thematik zu schaffen. „Gerade Themen, die Menschen unter Umständen Sorgen bereiten, bedürfen einer besonderen Aufklärung. Dazu gehört auch das Themenfeld der autonomen Mobilität“, erklärt Professor Hogreve. SAVe-Projektleiter Lutz Morich von der AUDI AG ergänzt: „Wir wollen im ,fahrerlos‘ nicht nur Wissen weitergeben, sondern bewusst in den Dialog treten und alle Besucher da abholen, wo sie sind. Denn durchsetzen kann sich Technik nur dann, wenn sie von großen Teilen der Gesellschaft akzeptiert wird.“ Deshalb sei es Ziel der interaktiven Ausstellung, gerade Gästen mit unterschiedlichem Vorwissen gerecht zu werden. „Wir haben einiges an Zeit – auch unsere Wochenenden - investiert, um den Bürgern der Stadt über den Sommer hinweg, eine interessante und spannende Plattform zu bieten. Ich denke das Ergebnis kann sich sehen lassen.“, sagt Stefan Holz von EFS.

Die Besucherinnen und Besucher erwartet bis Oktober an den verschiedenen Stationen im „fahrerlos“ ein breites Spektrum an Themen: So können sie etwa in einem Fahrsimulator eine virtuelle Fahrt auf einem originalgetreuen Abbild des Audi-Prüfgeländes in Neustadt an der Donau unternehmen. Zudem erhalten die Gäste über ein sogenanntes Virtual Engineering Terminal Einblick in die Entwicklung von elektronischen Assistenzsystemen, indem sie das Verkehrsgeschehen in verschiedenen Szenarien ablaufen lassen und beobachten können. Eine Lidar-Sensor-Installation zeigt, wie ein automatisiert fahrendes Fahrzeug die Umgebung „wahrnimmt“. Darüber hinaus wird den Besucherinnen und Besuchern bewusstgemacht, wie viele Aktivitäten notwendig sind, um aufmerksam am Straßenverkehr teilzunehmen, die derzeit noch vom Menschen, künftig jedoch vom automatisierten Fahrzeug übernommen werden. Grundlegend informieren kann man sich außerdem etwa über die Grenzen und Potenziale der Technologie für Einzelne und die Gesellschaft, die weltweite Entwicklung im Vergleich sowie auch rechtliche Aspekte. Zudem geben die Forscherinnen und Forscher von „SAVe“ Einblick in den Fortschritt ihres Projektes, das noch bis Ende des Jahres läuft.

Das „fahrerlos“ (Ludwigstraße 39, Ingolstadt) ist dienstags bis freitags von 15 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Bereits jetzt man kann unter https://fahrerlos-save.de eine virtuelle Tour durch den Laden unternehmen. Dabei werden sie von Dr. Reinhard Brandl (MdB) virtuell begrüßt.

Zudem finden auf der Seite Infos zu den Terminen einer Vortragsreihe. Zum Auftakt diskutierten Dr. Wolfram Remlinger (Fachreferent Innovationsmanagement bei der Audi AG und Teilprojektleiter „Virtuelles Testfeld“ im Forschungsprojekt SAVe) und Prof. Dr. Jens Hogreve (Inhaber des Lehrstuhls für Dienstleistungsmanagement an der KU Eichstätt-Ingolstadt und Teilprojektleiter „Gesellschaftliche Aspekte“) der Bundestagsabgeordnete Dr. Reinhard Brandl sowie Prof. Dr. Georg Rosenfeld (Vorstand Wirtschaftsförderung und Digitalisierung der IFG Ingolstadt) über das Thema "„Auf dem Weg zu einem smarten Ingolstadt: Welchen Beitrag kann die vernetzte und automatisierte Mobilität leisten?“. Ein Mitschnitt der Veranstaltung findet sich unter www.fahrerlos-save.de/podiumsdiskussion

 

Hintergrund zum Projekt SAVe

Das „fahrerlos“ ist Teil des Forschungsprojekts SAVe (Funktions- und Verkehrssicherheit im automatisierten und vernetzten Fahren). Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines virtuellen Modells der Region Ingolstadt, das als Grundlage für die Entwicklung automatisierten und vernetzten Fahrens im urbanen Umfeld dienen und auch gesellschaftliche Fragestellungen berücksichtigen soll. An dem Verbundprojekt beteiligt ist ein Konsortium aus zehn Partnern: die AUDI AG als Projektleitung, daneben die KU, die Technische Hochschule Ingolstadt THI sowie die Hochschule München und die Stadt Ingolstadt. Hinzu kommen die Firmen EFS, ASAP, TWT, 3D Mapping Solutions und Virtual City Systems.

Die KU verantwortet das Teilprojekt „Gesellschaftliche Aspekte“, im Rahmen dessen das Schaufenster entstanden ist. Am Aufbau und der Einrichtung des Schaufensters maßgeblich beteiligt waren die KU, Audi und die EFS.