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05.03.09

Internationale Tagung „The Culture of Catholicism in the United States“

Von Donnerstag, 26. März, bis Samstag, 28. März 2009, veranstaltet der Lehrstuhl für Amerikanistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt eine internationale Tagung zum Thema „The Culture of Catholicism in the United States“. Das öffentliche Symposium beginnt am 26. März um 9 Uhr im Raum UA 141 der Eichstätter Zentralbibliothek (Universitätsallee 1). Tagungssprache ist Englisch.


Ziel der Tagung ist es, die Kultur des Katholizismus in Amerika sowohl in ihrer historischen wie aktuellen Vielschichtigkeit aus der Perspektive unterschiedlicher Disziplinen zu analysieren. Die Forschungsinteressen sollen sich dabei auf die Rolle des Katholizismus in der Geschichte der amerikanischen Nation, die Stellung der Kirche in einer multiethnischen und multikulturellen Gesellschaft, katholische Schulen und Universitäten sowie Katholizismus in Kunst, Literatur und Medien konzentrieren.

Seit der Gründung der Vereinigten Staaten ist die Beziehung des Katholizismus zu Staat und Gesellschaft durch ein Spannungsverhältnis ganz eigener Art gekennzeichnet. In einer von ihrem Selbstverständnis her vorwiegend protestantisch geprägten Nation, die - getreu ihren republikanischen Grundsätzen - das im europäischen Staatskirchenmodell formulierte Verhältnis von Kirche und Staat ablehnt, finden sich die amerikanischen Katholiken bis in das 20.Jahrhundert hinein immer wieder in einer Situation der Marginalisierung, Ausgrenzung und mangelnden gesellschaftlichen Akzeptanz. Zu markanten Wendepunkten für den amerikanischen Katholizismus werden indes die Wahl von John f. Kennedy zum ersten katholischen Präsidenten der USA sowie die durch das zweite Vatikanische Konzil ausgelöste innerkirchliche Dynamik.

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts sieht sich der amerikanische Katholizismus durch nationale wie globale Entwicklungen mit neuen Herausforderungen konfrontiert. So zeigt sich der Wandel innerhalb der amerikanischen Gesellschaft auch in der ethnischen Zusammensetzung einer Kirche, in der Katholiken hispanischer und asiatischer Abstammung in zunehmendem Maße an Einfluss gewinnen. In einer offenen Gesellschaft der liberalen Meinungsvielfalt sieht sich der Katholizismus vor die Notwendigkeit gestellt, sowohl mit anderen Religionen als auch mit einer Vielzahl säkularer wie spiritueller Sinnangebote zu konkurrieren. Andererseits gilt es, Position zu beziehen in einer pluralistischen Gesellschaft, deren fragmentierter und individualistischer Charakter zwar nicht selten Unsicherheit und Orientierungslosigkeit hervorruft, deren Grundwerte wie Freiheit, Demokratie und Liberalität aber auch in zunehmendem Maße durch Fundamentalismus und weltanschauliche Militanz in Frage gestellt werden.

Interessenten werden um Anmeldung bis 20. März gebeten (per Mail an saskia.hertlein(at)ku-eichstaett.de ; Tel. 0 84 21/93-13 59). Weitere Informationen sind unter http://www.ku-eichstaett.de/Fakultaeten/SLF/Anglistik/amerikanistik/Tagung zu finden.