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19.11.19

Kapuzinergarten Eden erhält Förderung als „Klimagarten“

Seit 2010 bewirtschaftet eine Gruppe aus Studierenden der KU und engagierten Bürgerinnen und Bürgern den Kapuzinergarten beim ehemaligen Kloster an der Eichstätter Ostenstraße in Gemeinschaftsarbeit. Jetzt hat die Gruppe mit Unterstützung des Projekts „Mensch in Bewegung“ eine Förderung erhalten: Für zwei Jahre finanziert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit den „Klimagarten Eichstätt“ im Rahmen des Programms „Kurze Wege für Klimaschutz“.


Projektmanagerin Hannah Lachmann

Der Garten des um 1625 erbauten Klosters wurde früher als Selbstversorgergarten genutzt. Das heutige Gemeinschaftsgartenprojekt startete 2010, als das Gelände durch Baupläne für ein Parkhaus bedroht war. Eine Gartengruppe, bestehend aus dem AK Kapuzinergarten Eden des studentischen Konvents und Hobbygärtnerinnen und -gärtnern aus Eichstätt, nutzt den Garten als Begegnungs- und Lernraum. Die Fachbereiche Didaktik der Biologie und der Geographie an der KU boten in den vergangenen Jahren vielfältige Aktionen im „Garten Eden“ an: Neben der Pflege des Areals wurde beispielsweise eine Wildblumenwiese angelegt, Biotopstrukturen wie Insektenhotels errichtet und Bienenvölker dort heimisch gemacht.

Diese Bildungsarbeit wird nun ausgebaut: Seit 1. September läuft die Förderung. Für das Projekt kooperieren der Verein für Nachhaltigkeit e. V. mit Lehrstühlen, studentischen Arbeitskreisen und Stabsabteilungen der KU und einer Vielzahl ideeller Partner. Im „Kapuzinergarten Eden - Klimagarten Eichstätt“, der von 2019-2022 gefördert wird, lernen Kinder und Jugendliche, Bürgerinnen und Bürger aber auch Studierende die Bedürfnisse anderer zu respektieren, natürliche Prozesse vorsichtig zu nutzen und ihren Alltag klimafreundlich und ressourceneffizient zu gestalten. Aufbauend auf der an der Katholischen Universität bereits etablierte Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) werden Mitmachaktionen angeboten. Sie sollen dazu anregen, klimaschonendes Verhalten im Alltag zu verankern. Wissen von Seniorinnen und Senioren zur Haltbarmachung von Lebensmitteln wird mit neuen Ansätzen der Permakultur kombiniert.

Im Rahmen der Förderung wurde eine Projektstelle geschaffen. Als Projektmanagerin wird Hannah Lachmann, Absolventin des Masterstudiengangs „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ an der KU, während der Förderlaufzeit gemeinsam mit der freien Gartengruppe Aktionen, Workshops und Feste planen und umsetzen. Ziel ist es, den Kapuzinergarten für zahlreiche Zielgruppen zu öffnen und an diesem Begegnungs- und Lernraum partizipieren zu lassen.

Der Auftakt des Projekts „Klimagarten Eichstätt“ wird beim Kürbisfest am Freitag, 22. November, ab 15.30 Uhr im Garten gefeiert. Es gibt Kürbissuppe und Apfelwein aus eigener Produktion. Den Garten erreichen alle Interessierten durch das Holztor in der Steinmauer am Kapuzinerkloster entlang der Ostenstraße, schräg gegenüber dem Haupteingang der Katholischen Universität (Ostenstraße 26, Eichstätt).