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29.09.17

KU bezieht historisches Gebäude mit nachhaltiger Haustechnik

Die ehemals fürstbischöfliche „Späthengärtnerei“ unter der Eichstätter Adresse Ostenstraße 17 ist innerhalb von nur einem Jahr im Auftrag ihres Besitzers Josef Frey jun. umfangreich saniert und um einen Erweiterungsbau ergänzt worden.


Motiv 1: Übergabe des sanierten Gebäudes an die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt. Von links Elisabeth Frey, KU-Facilitymanager Alexander Würth, Investor und Hausbesitzer Josef Frey jun., Architekt Johannes Steinhauser, KU-Kanzler Thomas Kleinert, KU-Gebäudemanager Stefan Wenzel und Architekt Michael Hajek

Motiv 2: Übergabe des sanierten Gebäudes an die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt. Investor und Hausbesitzer Josef Frey jun. mit KU-Kanzler Thomas Kleinert

Motive 3 und 4: Die ehemals fürstbischöfliche „Späthengärtnerei“, ein denkmalgeschütztes Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, wurde um einen modernen Neubau mit Seminarräumen ergänzt.

Fotos: Christian Klenk/upd

Das Gebäude in unmittelbarer Nachbarschaft zum Campus der Katholischen Universität wird ab diesem Wintersemester von der KU als Mieterin mit Leben gefüllt. Hierfür stehen nicht nur zwölf Büros, sondern auch vier Seminarräume im Altbau sowie zwei weitere im angrenzenden Neubau zur Verfügung.

Bei einem Ortstermin übergab Frey am Donnerstag das Haus symbolisch an KU-Kanzler Thomas Kleinert – im Beisein der beiden Architekten Michael Hajek und Johannes Steinhauser, die die Sanierung des Altbaus bzw. dessen daneben entstandene modernen Erweiterung planten. „Für uns ist heute ein Freudentag. Die Kombination aus Büro- und Seminarräumen bringt das gesamte Spektrum der Universität ins Gebäude“, so Kleinert. Frey bedankte sich für die „tolle Zusammenarbeit“ mit der Universität. Die Verbindung von historischer Bausubstanz mit moderner Architektur ist ein Kennzeichen für die Gebäude, welche die KU nutzt – wie etwa das ehemalige Waisenhaus oder der Ulmer Hof.

Die Geschichte des Gebäudes lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen. Dem heutigen Besitzer war es wichtig, bei der Sanierung die bestehende Substanz zu erhalten – wie etwa die Raumaufteilung oder die Holzböden – und mit neuen Elementen zu verbinden. Dazu musste zunächst Platz geschaffen werden: An der Rückseite des Gebäudes hatten die Vorbesitzer einen Anbau mit Balkon errichtet – ergänzt um ein weiteres Gebäude für die damalige Gärtnerei. Diese beiden Anbauten wurden entfernt und der damit gewonnene Platz für einen modernen Neubau genutzt, der durch einen Flachbau mit dem historischen Gebäude verbunden ist.

In beiden Teilen des Komplexes kommt innovative Haustechnik zum Einsatz, auf dessen Planung das Ingenieurbüro des Hausbesitzers spezialisiert ist: So sorgt eine Brennstoffzelle für den Grundbedarf an Wärme und Elektrizität, die den dafür notwendigen Wasserstoff aus dem vorhandenen Erdgasanschluss gewinnt. Dies sei eine im Landkreis bislang einzigartige Pilotanlage, so Josef Frey jun. „Faktisch handelt es durch die Nutzung von Biogas und Ökostrom um ein CO2-neutrales Gebäude in historischem Bestand.“ Die Beleuchtung im gesamten Haus erfolgt mit LED-Technik. Digital steuern lassen sich Jalousien, Beleuchtung sowie Lüftungs- und Heizungstechnik. Zudem ist im Neubau eine Lüftungsanlage mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung in Betrieb.