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30.11.16

Matthäus-Schwarz-Förderpreis für fünf Absolventen der WFI

Eine Absolventin und vier Absolventen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Ingolstadt sind für ihre herausragenden Abschlussarbeiten mit dem erstmalig vergebenen Matthäus-Schwarz-Förderpreis ausgezeichnet worden. Bei einem Festakt in Ingolstadt wurden zwei Bachelorarbeiten, zwei Masterarbeiten und eine Dissertation gewürdigt, die in den Fächern Betriebswirtschaftliche Steuerlehre sowie Controlling, Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung entstanden waren.


Die Preisträger (erste Reihe von links): Christoph Greppmair, Dr. Maximilian Schauer, Lisa Kempf, Dominik Hafner und Julian Schmeing gemeinsam mit (hintere Reihe von links): Prof. Dr. Max Göttsche, Dr. Stefan Kusterer, Dr. Christian Lösel, Dr. Christina Grosser (Munich Re), Prof. Dr. Reinald Koch und Alex Dewitz (Audi AG). (Foto: Klenk/upd)

Der Ingolstädter Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel bei seiner Festansprache.

Für ihre Bachelorarbeiten wurden Christoph Greppmair und Dominik Hafner ausgezeichnet. Greppmair hatte in einer Steuerbelastungsanalyse untersucht, welche Rechtsformen bei land- und forstwirtschaftlichen Betrieben am vorteilhaftesten sind. Hafner beschäftigte sich in seiner Abschlussarbeit im Themenfeld der internationalen Rechnungslegung mit so genannten Mehrkomponentenverträgen. Für ihre Masterarbeit erhielt Lisa Kempf einen Preis. Sie hatte untersucht, wie sich die inzwischen beschlossene Reform des Erbschaftssteuergesetzes auf die unentgeltliche Übertragung von Unternehmen auswirkt. Julian Schmeing beschäftigte sich in seiner ebenfalls gewürdigten Masterarbeit im Fachgebiet Rechnungswesen mit der "Segmentberichterstattung im Kontext der Internationalisierung". Der Preis für die beste Dissertation ging an Maximilian Schauer, der in seiner Doktorarbeit der Frage nachging, wie sich das Ausfallrisiko bei Unternehmen auf die Höhe der Honorare von Wirtschaftsprüfern niederschlägt. Die fünf Arbeiten waren an den Lehrstühlen von Prof. Dr. Max Göttsche und Prof. Dr. Reinald Koch entstanden.

Gestiftet wurden die Auszeichnungen mit einer Preissumme von insgesamt 14.000 Euro von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thornton. Deren Senior-Partner Dr. Stefan Kusterer sagte, Ziel des Preises sei es nicht nur, die großartigen Leistungen von Studierenden zu belohnen, sondern auch ein Netzwerk zwischen Wissenschaft und Praxis zu schaffen. Dementsprechend habe die fünfköpfige Jury – darunter Vertreter der Audi AG und des Rückversicherers Munich Re – nicht nur einen Fokus auf die Wissenschaftlichkeit der Arbeiten gelegt, sondern auch auf deren Nutzen und Transferleistung.

„Sprechen Sie heute schon mit Ihren Nachwuchskräften von morgen“, hieß es in der Einladung zur Preisverleihung. Die zahlreich anwesenden Wirtschaftsvertreter hätten die Preisträger beim anschließenden Get-Together allerdings wohl nur mit sehr guten Angeboten abwerben können – alle fünf Absolventen sind bereits in guten Positionen tätig. Promotionsstudent Schauer arbeitete schon während der Phase der Dissertation bei einer Bank. Er sei immer um 4 Uhr aufgestanden, um vor Dienstbeginn noch an der Doktorarbeit zu schreiben.

Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel, selbst Absolvent der WFI, hielt den Festvortrag über "Ingolstadt im Jahr 2020" und sicherte zu, auch künftig die Schirmherrschaft über den Matthäus-Schwarz-Förderpreis zu übernehmen. Benannt ist der Preis nach Matthäus Schwarz (1497 bis 1574), der Hauptbuchhalter der Fugger war. Er gilt als Mitbegründer der doppelten Buchführung als Grundlage für das heutige betriebliche Rechnungswesen.