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27.11.19

Mehr Feinstaub als in Peking

Gefördert vom Deutschen Akademischen Austausch­dienst (DAAD) ist die Geographin Johanna Jetschni derzeit für einen Forschungsaufenthalt an der australischen Macquarie University in Sydney zu Gast. Während hierzulande kalte Temperaturen und Nebel aufs Gemüt drücken, herrschen in Sydney derzeit über 30 Grad Celsius vor. Jedoch wüten in der Region seit geraumer Zeit Buschbrände, deren Auswirkungen Jetschni selbst im Alltag spürt: „Der Rauch der weiter entfernten Brände zieht bei Wind aus Nord und Nordwesten bis nach Sydney. Es riecht überall nach Lagerfeuer.“ Diese Belastung zeige sich auch an Feinstaubwerten, deren Grenzwerte in den letzten Wochen häufig überschritten worden seien. „Damit war die Luftqualität in Sydney teilweise schlechter als zum Beispiel in Peking“, so Jetschni.


Wie ein Schleier zieht der Rauch von Buschfeuern bis hinein nach Sydney. (Fotos: Jetschni/upd)

Wie ein Schleier zieht der Rauch von Buschfeuern bis hinein nach Sydney. (Fotos: Jetschni/upd)

Verteilt über das Stadtgebiet von Sydney hat Doktorandin Johanna Jetschni mehrere Pollenfallen installiert, um so die Ausbreitung von Pollen vergleichen und zusätzlich den Einfluss des Seewindes untersuchen zu können.

Verteilt über das Stadtgebiet von Sydney hat Doktorandin Johanna Jetschni mehrere Pollenfallen installiert, um so die Ausbreitung von Pollen vergleichen und zusätzlich den Einfluss des Seewindes untersuchen zu können.

Während die Pollensaison in Deutschland vorüber ist, hat sie in Australien begonnen, so dass Johanna Jetschni als Doktorandin der Professur für Landschafts­ökologie/Landschafts­ökologie und nachhaltige Ökosystem­ent­wicklung in „Down Under“ Messungen zur Gräserpollenbelastung vornimmt. In verschiedenen Stadtteilen Sydneys hat sie Pollenfallen installiert, um so nicht nur in unterschiedlichen Arealen Daten zu sammeln, sondern auch Erkenntnisse zum Einfluss des Seewindes auf die Verteilung von Pollen zu erhalten.

An der KU ist sie beteiligt am einem Projekt, das Änderungen der Pollenbelastung durch den Klimawandel untersucht. Neben einem Messnetz, bestehend aus Pollenfallen und meteorologischen Stationen, ist die Konzeption einer App geplant, mit der im Rahmen des Citizen-Science-Ansatzes Allergiesymptome von Betroffenen eingegeben oder allergene Pflanzen gemeldet werden können.