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07.03.14

Nachhaltiger Tourismus im Netzwerk: ITB-Wissenschaftspreis für Lukas Petersik

Lukas Petersik, Geographie-Absolvent der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU), ist für seine Diplomarbeit von der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft mit dem ITB-Wissenschaftspreis ausgezeichnet worden. Den Preis für die beste wissenschaftlich-theoretische Arbeit erhielt Petersik im Rahmen der weltgrößten Tourismusmesse, der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin. Bereits in den Vorjahren wurden die Leistungen von zahlreichen Geographie-Absolventen der KU mit dem ITB-Preis gewürdigt.


Betreut von Prof. Dr. Harald Pechlaner (Lehrstuhl Tourismus an der KU) beschäftigte sich Lukas Petersik in seiner Diplomarbeit mit der Verantwortung von Destinationen für die nachhaltige Entwicklung. Für seine Abschlussarbeit zeichnete ihn nun die Deutsche Gesellschaft für Tourismuswissenschaft mit dem ITB-Wissenschaftspreis aus. (Foto: upd).

In seiner Abschlussarbeit beschäftigte sich Petersik mit dem Thema „Die Destination in der Verantwortung – Von Corporate Social Responsibility (CSR) zu Destination Network Responsibility (DNR)“ und untersuchte dabei die Gegend um Garmisch-Partenkirchen. Im wissenschaftlichen Diskurs über eine nachhaltige touristische Entwicklung hat das Konzept der Corporate Social Responsibility (CSR) von Tourismusunternehmen erst vor einigen Jahren an Relevanz gewonnen. In diesem Zusammenhang setzte sich die Tourismusforschung bisher verstärkt mit der Implementierung des Konzepts auf der Ebene einzelner Unternehmen auseinander. Beim Tourismus handelt es sich jedoch um eine Netzwerkbranche, in der viele Einzelunternehmen als Netzwerk eine Destination bilden. Bislang mangelte es an Untersuchungen zur Integration von unternehmerischer Verantwortung in einem solchen Netzwerk und die damit verbundenen Effekte im Hinblick auf einen Tourismus mit Nachhaltigkeit. 

Petersik kommt zu dem Schluss, dass sich die touristische Destination neben einer räumlichen Wettbewerbseinheit, auch als eine vernetzte Verantwortungseinheit verstehen lässt. Das zentrale Ergebnis der Arbeit ist die Konstituierung des Destination Network Responsibility (DNR) Konzepts. Während CSR die individuelle Verantwortung einer touristischen Unternehmung innerhalb des Destinationsnetzwerks meint, beschreibt die Destination Network Responsibility die Verantwortung des Destinationsnetzwerks. Will eine Destination dieser nachkommen, bedarf es einer systematischen Engagementvernetzung der Einzelakteure. Aus der erfolgreichen Wahrnehmung der DNR können letztlich positive Effekte für Ökonomie, Ökologie und Soziales hervorgehen.