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19.07.17

Nachwuchswissenschaftlerinnen des Lehrstuhls für Amerikanistik ausgezeichnet

Drei wissenschaftliche Mitarbeiterinnen des Lehrstuhls für Amerikanistik (Prof. Dr. Kerstin Schmidt) an der KU sind auf unterschiedliche Weise für ihre Arbeit geehrt worden. Bei der Jahreskonferenz der Bayerischen Amerika-Akademie in München ist Nathalie Aghoro für ihre Doktorarbeit zum Thema „Sounding the American Novel“ ein mit 1000 Euro dotierte Dissertationspreis verliehen worden. Darin untersucht sie, wie zeitgenössische amerikanische Romane literarische Klangwelten mit der Repräsentation menschlicher Stimmen entwerfen und dabei die Bedeutung der erklingenden Stimme in sozialen, kulturellen und politischen Kontexten reflektieren.


Nathalie Aghoro wurde in München mit dem Dissertationspreis der Bayerischen Amerika-Akademie ausgezeichnet. Den Preis überreichte die Direktorin der BAA, Prof. Dr. Heike Paul. (Foto: Amerikahaus München)

Die Bayerische Amerika-Akademie hat außerdem Nicole Schneider mit der  „Yale University Post-Graduate Research Fellowships 2017“ ausgezeichnet, die ihr im kommenden Februar einen vierwöchigen Forschungsaufenthalt am „Gilder Lehrman Center for the Study of Slavery, Resistance, and Abolition“ der Yale University ermöglicht. In ihrer Dissertation „Visual Protest, Viral Images, and Virtual Participation: Protest Photography in Contemporary U.S. Media“ untersucht sie Fotos, die im Zusammenhang mit der aktuellen „Black Lives Matter Bewegung“ veröffentlicht wurden. Dabei geht es ihr vor allem um die Rolle dieser Bilder und des Mediums in der visuell und digital geprägten Protestbewegung. Unter anderem durch ihre Ästhetik, ihre ikonische Bildsprache und ihre weite Verbreitung online, werden die Fotos auf mehreren Ebenen zu essenziellen Teilen dieser sozialen Bewegung.

Dr. Julia Faisst wiederum ist zu einer Gastprofessur an die Notre Dame University (Indiana) eingeladen worden. Im kommenden Frühjahr wird sie dort die „Max Kade Distinguished Visiting Professorship“ innehaben. Für die dortige Amerikanistik und Germanistik wird sie ein Graduiertenseminar zu „Comparative Commemoration of Genocide“ abhalten sowie Gastvorträge zu ihrem Habilitationsprojekt „Precarious Belongings: Architectures of Class in U.S. Literature and Visual Culture“ halten. Die nach dem aus Deutschland stammenden Unternehmer Max Kade benannte Gastprofessur der Notre Dame University fördert seit 1999 den wissenschaftlichen und kulturellen Austausch zwischen deutschsprachigen Ländern und den Vereinigten Staaten.