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18.03.13

Physik, Mechatronik und Robotik –Techniktag des Christoph-Scheiner-Gymnasiums an der KU

Schon seit einigen Jahren bieten die Didaktiken für Physik und Arbeitslehre der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) Workshops für den jährlich stattfindenden Techniktag der achten Klassen des Christoph-Scheiner-Gymnasiums aus Ingolstadt an. Sowohl am Vormittag wie am Nachmittag werden parallel jeweils zwei Veranstaltungen durchgeführt. Während sich heuer eine Schülergruppe im Workshop der Didaktik der Physik in verschiedenen Experimenten mit den Aspekten der elektrischen Leitfähigkeit auseinandersetzte, beschäftigte sich die jeweils andere Schülergruppe mit Mechatronik und Robotik – also Technikbereichen mit Wachstumspotenzial.


Der studentische Mitarbeiter Johannes Deibele erklärt den Schülern die Funktionsweise eines Industrieroboters. (Foto: Köck)

Ob in der Produktion, in der Medizintechnik oder auch bei Spielkonsolen – überall arbeiten elektronische und mechanische Bauteile sozusagen Hand in Hand und unter der „Anleitung“ von Programmalgorithmen. Im Schnittbereich zwischen Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik bieten sich auch allerhand berufliche Möglichkeiten. Grund genug also, sich ein Stück weit mit dieser Technik vertraut zu machen. Nach einem geschichtlichen Exkurs über die Entwicklung von Automaten und einem Überblick über die verschiedenen Anwendungsbereiche untersuchten die Achtklässler das Modell eines Industrieroboters und machten sich dabei mit der grundsätzlichen Funktionsweise solcher Systeme vertraut. Anschließend entwarfen sie für die Steuerung eines Händetrockners mit Lichtschranke Schritt für Schritt den Programmablauf. Den Abschluss bildete eine Aufgabenstellung an einem noch unfertigen mechatronischen System, einem automatischen Seitenwender wie er zum Digitalisieren von Büchern eingesetzt wird. Die Schüler sollten Vorschläge entwickeln, mit welchen Sensoren und Aktoren der Automat ausgestattet werden muss, um seine Aufgabe zu erfüllen. Besonders die Mädchengruppe zeigte dabei mit einer ganzen Reihe konstruktiver Ideen, dass Technik keine ausschließliche Domäne für das männliche Geschlecht sein muss.