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08.02.17

Shalompreis für Father Shay Cullen

Der Arbeitskreis für Gerechtigkeit und Frieden an der KU verleiht in diesem Jahr seinen Shalompreis an Father Shay Cullen und das Projekt "Preda" auf den Philippinen. Die feierliche Verleihung wird am am 6. Mai 2017 stattfinden. Die Organisation "Peoples’ Recovery, Empowerment and Development Assistance" wurde 1974 von dem irischen Priester Cullen und zwei philippinischen Bürgerrechtlern gegründet. Preda setzt sich für Opfer sexueller Gewalt ein.


Foto: AK Shalom

In Olangapo auf den Philippinen unterhält die Organisation ein Heim für Kinder und Jugendliche. Traumatisierte und misshandelte jungen Frauen und Mädchen erhalten psychologische  und medizinische Unterstützung. Sie können einen Schulabschluss nachholen und werden mit ihren Familien wieder in Kontakt gebracht. Ein „Jail Rescue Team“ befreit Kinder und Jugendliche aus Gefängnissen und Polizeistationen. "Die Kinder der Armen landen dort häufig unschuldig oder wegen kleinster Vergehen. Manche müssen Monate oder gar Jahre ohne Rechtsbeistand in engen Zellen, mit Erwachsenen zusammengepfercht, ausharren", schreibt der AK Shalom.

Preda gehe auch gegen die eigentliche Ursache des menschenunwürdigen Lebens vor, die Armut. Familien erzielten ein Einkommen durch ökologisch angebaute Mangos. Über den fairen Handel in Deutschland ergeben sich Preise, die ein Leben in Würde ermöglichten. Hühnerzucht, Gemüse- und Bananenanbau würden weiter zu einem unabhängigen Leben beitragen. Die Organisation sei auch aktiv gegen Sextourismus, Menschenhandel und Internetpornographie.

Am kommenden Sonntag, 12. Februar 2017 um 10.45 Uhr findet im Salesianum Eichstätt der Auftaktgottesdienst der diesjährigen Shalom-Aktion statt. Es zelebriert Pater Johannes Haas.

Der Arbeitskreis Shalom wird seit über 30 Jahren vom ehrenamtlichen Engagement Eichstätter Studentinnen und Studenten, Mitarbeitern der Universität und Eichstätter Bürgern getragen. Sein Ziel ist es, einen Beitrag für die Wahrung der Menschenrechte und den weltweiten Frieden zu leisten. Jedes Jahr rückt dabei thematisch ein Land oder eine Region in den Mittelpunkt des Interesses. Nach monatelangen Vorbereitungen und weiteren Aktionen ist der Höhepunkt des Engagements die feierliche Vergabe des Shalompreises. Mit einem Preisgeld von mindestens 10.000 Euro  in den letzten über zehn Jahren ist der Shalompreis einer der höchstdotierten Menschenrechtspreise Deutschlands gewesen. Die Auszeichnung versteht sich als ideelle Anerkennung und als materielle Unterstützung gleichermaßen.

Weitere Informationen unter www.ak-shalom.de.