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03.11.17

Studierende berichten über Auslandserfahrungen

Seit fast 10 Jahren ist es Tradition an der Fakultät für Soziale Arbeit der KU, dass Studierende über ihre Erfahrungen während des Praktischen Studiensemesters im Ausland mit öffentlichen Vorträgen berichten. Dabei nehmen sie Bezug zur Sozialen Arbeit bzw. Pädagogik im Gastland, gehen auf politische, soziokulturelle oder historische Aspekte ein, berichten von ihren Erfahrungen in der Vorbereitung sowie der Rückkehr nach Deutschland, nicht selten verbunden mit einem zweiten Kulturschock.


Nicole Balzer wird über ihr Praxissemester im südafrikanischen Greytown Child and Youth Care Centre berichten. Diese Einrichtung sorgt als Kinderheim für 160 vernachlässigte, elternlose und misshandelte Kinder zwischen 3 und 18 Jahren. (Foto: Balzer/upd)

In diesem Wintersemester startet die Vortragsreihe (Beginn jeweils um 18.30 Uhr) mit einem Bericht von Ulrike Daufratshofer am Mittwoch, 8. November, (Raum KAP 006 im ehemaligen Kapuzinerkloster, Kapuzinergasse 2, Eichstätt) über die Soziale Arbeit in Malta – am Beispiel des an der St. Patrick´s Salesian School angegliederten Heimes für Jungen im Alter von 10 bis 20 Jahren. Sie besuchen altersheterogene Gruppen in dieser Institution, da ihr Kindeswohl in ihrer Ursprungsfamilie gefährdet war und sie dort eine sichere Umgebung zum Leben erhalten. Dabei arbeitet das multidisziplinäre Team mit der Familie, der Schule sowie den Arbeitsstellen zusammen. Geführt wird das Heim von der Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos, welche in therapeutischen Teams die Methoden, Konzepten und die Idee Don Boscos weiterführt.

Am Mittwoch, 22. November, werden im Raum KAP 006 zwei Praktikumsstellen in Südafrika vorgestellt. Nicole Balzer absolvierte das vergangene Semester im südafrikanischen Greytown Child and Youth Care Centre. Es sorgt als Kinderheim für 160 vernachlässigte, elternlose und misshandelte Kinder zwischen 3 und 18 Jahren. Die Kinder sind dort vollstationär in einem der sieben Häuser untergebracht, wo sie und ihre Eltern/Pflegeeltern auf eine mögliche (Wieder-)Zusammenkunft oder auf ein eigenständiges Leben in Zukunft vorbereitet werden. Dabei unterstützen sie meist professionelle Sozialarbeiter, die Hausmütter sowie alle anderen Mitarbeiter durch materielle Versorgung, psychosoziale Betreuung, kulturelle Bildung und erzieherische Pflege. Eine besondere Herausforderung ist hierbei die Trauma Erfahrung vieler Kinder mit dramatischen physischen und psychischen Folgen, aber auch die gesundheitliche Versorgung von Krankheiten wie HIV oder Epilepsie. Sabrina Biechele referiert danach über das Child and Youth Care Center Marsh Memorial Homes. Es befindet sich in Kapstadt und ist eine stationäre Einrichtung für etwa 80 Kinder und Jugendliche. Das allgemeine Ziel der Einrichtung ist es, Kindern Schutz zu bieten, die Missbrauch oder Vernachlässigung erlebten oder in deren Familien Probleme mit Alkohol, Drogen oder Gewalt bestehen.

Den Abschluss der Reihe bildet ein Vortrag von Patrick Nekula am Dienstag, 12. Dezember (Raum KAP 017), mit seinen Erfahrungen im Bereich der Resozialisierung in den USA. Nekula arbeitete für „Journey to New Life“. Es handelt sich dabei um eine Wiedereingliederungseinrichtung in Kansas City für Menschen, die aus dem Gefängnis entlassen wurden. Journey To New Life sieht ihren Auftrag darin, ihre Klientel dabei zu unterstützen, erfolgreiche und produktive Bürger zu werden und dabei eine sicherere Gemeinde zum Leben und Arbeiten zu schaffen.