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16.10.19

Studierende erkunden Orte der Bibel in Israel

In Jerusalem wurde ein großer Teil der biblischen Schriften ausformuliert, so dass sich theologisches Denken ständig auf diesem Boden bewegt. Was liegt also näher, als mit angehenden Religionspäda­goginnen und -pädagogen in diese Stadt und dieses Land zu reisen und dort zu fragen, was es heißt und heißen muss, Theologie zu treiben? Insgesamt 22 Studierende der Universität Bamberg und von der Fakultät für Religionspädagogik/Kirchlliche Bildungsarbeit waren unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus und Sabine Bieberstein im "Heiligen Land" unterwegs.


Gruppenfoto vor dem Felsendom (Foto:Scheler)

Herodespalast Jericho (Foto:Dürrlauf)

Wanderung durchs Wadi Qilt (Foto:Dürrlauf)

Die zwei intensiven und erlebnisreichen Studienwochen wurden durch zwei Blockseminare in Bamberg und Eichstätt vorbereitet. Dafür hatten die Studierenden erstens je einen Beitrag zu einem historischen, theologischen oder archäologischen Thema und zweitens je einen Beitrag zur jüngeren Geschichte des Landes oder zur aktuellen Situation vorbereitet. Vor Ort kam dann noch je ein Beitrag zu einer konkreten Ortslage hinzu, so dass die Studierenden selbst als kundige Fachpersonen fungieren konnten. Die Beiträge der Studierenden und der Seminarleitung fanden Eingang in einen umfangreichen Reader, der während der Reise als "Reiseführer" diente und im Nachklang hoffentlich zu einer "handfesten" und nachhaltigen Erinnerung beiträgt.

In der ersten Woche stand Jerusalem im Zentrum. Vom Quartier aus, das inmitten der Altstadt lag, konnte die Stadt zu Fuß erkundet werden – in thematischen Rundgängen, deren Spektrum von den Anfängen der Besiedlung bis zur aktuellen Gestaltung der Erinnerungslandschaften reichte. Besuche in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Wa-Shem und im Israel-Museum durften ebensowenig fehlen wie Ausflüge nach Bethlehem, zum Herodeion sowie eine Wanderung zum Dorf Battir, das interessante Projekte zu einem alternativen Tourismus anbietet. Eine eindrückliche Wanderung führte in der Wüste Juda durchs Wadi Qilt nach Jericho.

In der zweiten Woche führte die Reise über Samaria und die Küstenebene nach Norden, wo wichtige historische Stätten in Galiläa, am See Gennezareth und am oberen Jordan auf dem Programm standen. Über das Jordantal ging die Fahrt zum Toten Meer, bevor die Gruppe über den Negeb nach Jerusalem zurückkehrte. "Nach der zweiwöchigen Reise durch das Land der Bibel habe ich einen völlig neuen Blick auf die Geschichten der Bibel. Für mein weiteres Studium ein voller Gewinn", bilanziert die Studentin Theresa Sorger die Reise.