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27.06.16

Symposium: Unendlichkeitskonstrukte - Eine Europäische Kulturkonstante

Am Freitag, 8. Juli 2016, findet an der KU das 2. Symposium „Unendlichkeitskonstrukte – Eine Europäische Kulturkonstante“ mit vier öffentlichen Vorträgen statt.


Unendlichkeit ist ein Begriff, der zunächst im Bereich der Mathematik verortet ist. Seit der Antike haben sich Menschen um ein Verständnis von Unendlichkeit bemüht. Als grundlegend erweisen sich Fragen nach einer adäquaten Denkweise an die Unendlichkeit sowie nach Sprachmöglichkeiten über das Unendliche. Bleibt die Unendlichkeit jeder begrifflichen Erfassung entzogen? Wie aber lässt sich dann die Unendlichkeit thematisieren? Lässt sich Unendlichkeit konstruieren? Die notwendig interdisziplinäre Thematisierung wurde bereits im Wintersemester 2015/16 an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt durch Vorträge und Diskussionen eröffnet. Im Sommersemester 2016 wird diese Reihe fortgesetzt, um den Problemhorizont „Unendlichkeitskonstrukte“ als „eine europäische Kulturkonstante“ weiter auszuleuchten. Das Ziel des zweiten Symposiums besteht in der Sondierung gemeinsamer Forschungsinteressen und in der Erhebung von Forschungsdesideraten.

Markus Rothhaar wird um 9 Uhr zum Thema „Die Dialektik der Unendlichkeit bei Kant und Hegel“ referieren. Um 10 Uhr folgt Michael Rathmann mit einem Beitrag zum Thema „Überwindung der Grenze. Das Spiel mit der Unendlichkeit bei antiken Geographen (Werkstattbericht)“. Nach einer kurzen Pause wird um 11.15 Uhr Yvonne Nilges über die „Unendliche Werkheiligkeit? Kunstreligion in Thomas Manns frühen Erzählungen und ‚Fiorenza‘“ sprechen. Abschließend hält um 14 Uhr Karl-Siegbert Rehberg eine Vorlesung zum Thema „Post-histoire als unabschließbare ‚Unendlichkeit‘. Von Nietzsches zynischer Prognose zur ‚Ewigkeit‘ der Konsumgesellschaft“.

Die Veranstaltung findet von 9 bis 15 Uhr finden im Raum 209 des ehemaligen Kapuzinerklosters (Kapuzinergasse 2, Eichstätt) statt.