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09.11.18

„U.Lab“ entwickelt Impulse für eine lebenswerte Stadt

Öffentliche Orte beleben, den Nahverkehr verbessern, Ehrenamtliche unterstützen, Kultur und Stadtentwicklung fördern – das sind Themen, die in Eichstätt vielen wichtig sind. Das zeigte sich beim ersten „U.Lab“ an der KU. Dort trafen sich Engagierte aus Universität und Stadtgesellschaft, um über positiven Wandel zu diskutieren. Die Veranstaltungsreihe von KU.impact im Kontext des Projekts „Mensch in Bewegung“ läuft noch bis Februar.


Engagierte aus Stadtgesellschaft und Universität haben sich im ersten Eichstätter „U.Lab“ Gedanken darüber gemacht, welcher positive Wandel nötig wäre, damit die Altmühlstadt lebenswert bleibt. Ihre Ideen sollen im Februar öffentlich vorgestellt werden. (Fotos: Katrin Poese/upd)

Ausgangspunkt des „U.Lab“ ist eine internationale Bewegung: In vielen Ländern, ob China, Schottland oder Deutschland, machen sich Menschen Gedanken darüber, welchen Wandel es braucht, um gut zusammenleben zu können. In München bietet Wolfgang Huber derartige Workshops schon seit sieben Jahren an. Das Vorstandsmitglied im Verein „BenE München“ will damit alle erreichen, die etwas bewegen wollen – von Bürgern über Politikerinnen bis zu Unternehmensberatern. Huber war nun in den neuen Räumen des Transferbüros „KU.impact“ in der Spitalstadt zu Gast, um ein solches „Labor des Wandels“ in Eichstätt zu starten.

Mit einem Labor ist dabei ein offener Raum gemeint, der Platz zum Experimentieren bietet. Diesen Begegnungsort schufen 27 Engagierte aus Vereinen, Initiativen, der Kommunalpolitik und der KU. Gemeinsam arbeiteten sie an Ideen für die Zukunft der Universitätsstadt. Zunächst kamen grundsätzliche Probleme auf den Tisch. Die Teilnehmenden sprachen darüber, dass die Stadt touristisch nicht mehr so gut dastehe wie früher, dass es der Einzelhandel schwer habe, dass die Vernetzung von Akteuren im Landkreis oft schwierig sei oder dass es an einer ausreichenden Förderung für bürgerschaftliche Initiativen fehle. „Eichstätt habe ich kennen gelernt als schönes Dornröschen, das noch schläft“, fasste es ein Teilnehmer zusammen, dessen Wahlheimat das Altmühltal ist.

An genau solchen Punkten setzt das Format „U.Lab“ an. Entwickelt hat es der Deutsche Otto Scharmer, der inzwischen am Massachusetts Institute of Technology (MIT) lehrt. Sein Konzept, die „Theorie U“ ist eine Methode des Change Managements. Sie soll dazu anregen, die Herausforderungen der Gegenwart anzupacken – sei es Umweltschutz, die Veränderungen in der Arbeitswelt oder eigene Zukunftsängste. „Das U.Lab hilft, gemeinsam an einem Strang zu ziehen“, erklärte Thomas Sporer, Leiter der Abteilung KU.impact, den Teilnehmern in Eichstätt. Moderator Wolfgang Huber sagte, der Schwerpunkt des „U.Lab“ liege in der Annahme „Wandel fängt beim Individuum an“.

Die Gäste in den Räumen von KU.impact und „Mensch in Bewegung“ tauschten sich also über eigene Ideen aus und dachten in Diskussionsrunden darüber nach, wie sich die Stadt zum Positiven verändern kann. In den weiteren drei Terminen der Workshop-Reihe, die bereits ausgebucht ist, sollen daraus konkrete Pläne für ein gutes Leben in Eichstätt entstehen. Am Dienstag, 12. Februar 2019, um 17.30 Uhr wird es an der KU eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse geben.

Hintergrund:

„KU.impact“ bündelt alle Aktivitäten des gesellschaftlichen Engagements an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Das Team mit Sitz Am Anger 18 in der Eichstätter Spitalstadt koordiniert Zusammenarbeit mit Akteuren und Akteurinnen in Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Es verknüpft Bildungsinnovation in der Lehre und Wissenstransfer in der Forschung mit vielfältigen Transferaktivitäten. Dazu gehören Beratungs- und Weiterbildungsangebote, öffentliche Veranstaltungen für außeruniversitäre Zielgruppen sowie Engagement- und Gründungsförderung für Studierende und Universitätsangehörige. Das große Projekt des Teams von KU.impact ist für die nächsten vier Jahre „Mensch in Bewegung“. In Kooperation mit der Technischen Hochschule Ingolstadt soll das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Vorhaben die Region 10 zukunftsfähig machen. Schwerpunkte sind dabei die Themen nachhaltige Entwicklung, bürgerschaftliches Engagement, Mobilität und Digitalisierung.