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26.04.16

Von der Rampe ins Regal: Supply Chain Management im Lebensmittelhandel

Niedrige Logistikkosten und hohe Warenverfügbarkeit – diesen Spagat des Supply-Chain-Managements meistern nur knapp zehn Prozent der Lebensmittelhändler, die von Logistik-Experten der KU gemeinsam mit dem EHI Retail Institute und der Boston Consulting Group befragt wurden. Aber wie kann man die Lieferkette verbessern? Was sind Kernkriterien für eine effiziente und durchgängige Supply-Chain-Strategie im Lebensmittelhandel?


Foto: colourbox.de

Aus Erfahrung entfallen ca. 70 Prozent der Verbesserungspotentiale auf Aspekte, die sich auf die gesamte Lieferkette beziehen. "Die durchgeführte Studie hat gezeigt, dass Handelsunternehmen noch weit davon entfernt sind, diese Potentiale voll auszuschöpfen. Bisher lag der Fokus von Supply-Chain-Projekten vor allem auf der Optimierung innerhalb einzelner Stufen der Lieferkette, z.B. der Automatisierung im Zentrallager", erklären die Autoren, zu denen das Department of Operations an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der KU gehört. Eine ganzheitliche Perspektive über alle einzelnen Stufen hinweg, z.B. mit Einbindung von Lieferanten oder den Anforderungen der Filialen, sei nur in jedem vierten Projekt eingenommen worden. Dabei erfordere erfolgreiches Supply-Chain-Management genau einen solchen Ansatz.

Die befragten Unternehmen planen daher künftig, drei Viertel ihrer Projekte mit breiter Perspektive anzugehen, in der auch direkte Auswirkungen auf den Verbraucher mit betrachtet werden. Ansatzpunkte bieten sich dabei entlang der gesamten Wertschöpfungskette

Für die Studie „Supply-Chain-Management im Lebensmittelhandel“ von EHI, The Boston Consulting Group sowie der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt wurden 16 überwiegend deutsche Händler mit Hilfe einer Online-Befragung zu Reifegraden, Kennzahlen und Entwicklungen hin zu einem integrierten Supply-Chain-Management befragt. Die befragten Unternehmen decken über 40 Prozent des Umsatzes der Top 10-Lebensmittelhändler ab. 87 Prozent der Teilnehmer kommen aus dem Lebensmittelhandel, bei den verbleibenden 13 Prozent handelt es sich um Drogeriemarktunternehmen.