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16.10.19

Wissenschaft und Kunst als Brücke zwischen Brasilien und Deutschland

Wie Wissenschaft und Kunst in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts an Dynamik gewannen und wie sie in Deutschland und Brasilien rezipiert wurden, hat eine Tagung der KU untersucht, für die das Zentralinstitut für Lateinamerikastudien Gastgeber gewesen ist. Unter dem Titel "From Bavaria / Germany to São Paolo / Brazil: The Making of Science, Arts, and Knowledge in an Entanglement Perspective" tauschten sich rund 20 deutsche und brasilianische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus. Die Durchführung der Veranstaltung unter der Leitung von Prof. Dr. Karen Lisboa Macknow und Prof. Dr. Gildo Santos Magalhães (beide von der Universidade de São Paulo) sowie Prof. Dr. Thomas Fischer (KU/ ZILAS) wurde durch die São Paulo Research Foundation (FAPESP) und das Bayerische Hochschulzentrums für Lateinamerika (BAYLAT) ermöglicht.


Bei einer Exkursion nach München gab Prof. Dr. Susanne Renner (Direktorin des Botanischen Gartens Nymphenburg) Einblick in historische Bestände, die auf eine bayerische Expedition nach Brasilien vor 200 Jahren zurückgehen. (Foto: Hoth)

Begrüßt wurden die internationalen Gäste unter anderem auch von KU-Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien. (Foto: Hardt/upd)

Begrüßt wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom brasilianischen Generalkonsul José Mauro Da Fonseca Costa Couto, Dr. Irma de Melo-Reiners (Geschäftsführerin von BayLat) sowie KU-Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien. Neben wissenschaftlichen Fachvorträgen stand auch eine Exkursion nach München auf dem Programm. So besuchte die internationale Forschergruppe die Zoologische Staatssammlung und den Botanischen Garten. Hintergrund dieses Besuchs ist die sogenannte Amazonas-Expedition der Wissenschaftler Johann Baptist von Spix und Carl Friedrich Philipp von Martius, die vor genau 200 Jahren vom damaligen bayerischen König Maximilian I. beauftragt wurden, eine Forschungsreise nach Brasilien zu unternehmen. Die Expedition schlägt bis heute eine Brücke zwischen Bayern und Brasilien. So finden sich sowohl in der Zoologischen Staatssammlung als auch im Botanischen Garten materielle Sammlungen, die Spix und Martius von Brasilien nach München brauchten. Im Botanischen Garten wurde die Gruppe von Prof. Dr. Susanne Renner empfangen, die an der LMU den Lehrstuhl für Systematische Botanik und Mykologie innehat und Direktorin des Botanischen Gartens ist.