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 FIGURATION UND ABSTRAKTION… 

… BEIDES THEMEN, DIE MICH MEIN GESAMTES STUDIUM BEGLEITET HABEN. 

ANFANGS STAND DER VERSUCH IM MITTELPUNKT, JEDES DETAIL MÖGLICHST GENAU EINZUFANGEN. SCHNELL BEMERKTE ICH JEDOCH, DASS DIES KAUM MÖGLICH IST. EINERSEITS FEHLT DAZU DIE ÜBUNG, ANDERERSEITS ENTSPRICHT DIESES VORGEHEN NICHT DEN SEHGEWOHNHEITEN DES MENSCHEN. AUGEN KÖNNEN NICHT JEDE KLEINIGKEIT GLEICHZEITIG WAHRNEHMEN UND SO ENTSTEHT MEIST EHER EIN GROBER GESAMTEINDRUCK DES GESEHENEN. DIESEN EINZUFANGEN, MACHTE ICH MIR DAHER NACH EINIGEN UNSICHERHEITEN ZUR WEITEREN AUFGABE. ZUERST DURCH VERSUCHE IN NAHEZU VOLLSTÄNDIGER ABSTRAKTION: SO TRUG ICH BEISPIELSWEISE DIE FARBE DIREKT MIT DER HAND AUF UND VERFREMDETE FOTOGRAFIEN AM PC, BIS MAN DIE MOTIVE NICHT MEHR ERKENNEN KONNTE. ALS GRUNDLAGE HIERFÜR WAREN MIR JEDOCH IMMER DIE GROBEN PROPORTIONEN DER KÖRPER UND GEGENSTÄNDE SOWIE EINIGE GESTALTERISCHE GRUNDSÄTZE WICHTIG. DIESE KONNTE ICH BEISPIELSWEISE IM AKTZEICHNEN VERTIEFEN. DAVON AUSGEHEND WURDEN SCHLIESSLICH WIEDER MEHR FIGUREN ERKENNBAR. DOCH SELTEN IN IHREN „SCHÖNSTEN“ FORMEN, DENN WEITERHIN WAREN MIR DER AUSDRUCK UND DIE INDIVIDUALITÄT WICHTIGER ALS EINZELNE DETAILS. ZUSÄTZLICH GEWANN JEDOCH AUCH DAS ERGEBNIS AN BEDEUTUNG. DABEI BEGANN ICH VERMEHRT IN SERIEN ZU ARBEITEN, BEI DENEN SICH DIE EINZELTEILE ZWAR ÄHNELN, SICH JEDOCH IMMER WIEDER DURCH IHRE FORM ODER FARBE VONEINANDER ABHEBEN. 

BEI DEN HIER GEZEIGTEN ARBEITEN KANN DIESES AUSLOTEN DER GRENZEN ZWISCHEN FIGURATION UND ABSTRAKTION SICHTBAR WERDEN. DABEI ÜBERWIEGT BEI DEN AKTZEICHNUNGEN MEIST EIN VERHÄLTNISMÄSSIG NATURALISTISCHER ZUGANG. DAGEGEN WIRKEN DIE FOTOGRAFIEN UND HOLZSCHNITTE DURCH IHRE REIHUNG UND DIE TEILWEISE STARK VERFREMDETEN FORMEN DEUTLICH ABSTRAHIERTER. DIE MALEREI KÖNNTE DABEI ALS VERMITTELNDE TECHNIK AUF DIESEM WEG GESEHEN WERDEN…