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Der Zusammenhang von Bildformat zur eigenen Zeichnung scheint ein unüberbrückbares Hindernis zu Beginn jedes Aktstudiums zu sein und dann wäre da noch die Frage nach der richtigen Proportion. Es kostet Kraft, Anstrengung und Willen durchzuhalten, weiter zu arbeiten bis man irgendwann den Punkt erreicht hat, dass nicht mehr der realistische Nachbau des Körpers im Zentrum der Aufmerksamkeit steht, sondern neue Herausforderungen wie Strichführung, Auswahl des Mediums und Platzierung die alten Schwierigkeiten überdecken. Es entsteht der Wunsch, Spannung zu erzeugen, seinen eigenen Stil zu finden und dabei auch noch authentisch zu bleiben.

In diesen Aktdarstellungen geht es um den Kampf, theoretisches Wissen und jahrelanges Studium mit Praxis und spannungsreicher Strichgestaltung zu verbinden. Doch genau dieser Kampf, dieses auf und ab, dieses Arbeiten zwischen Irrtum und Erfolg, den es braucht, um einen Schritt weiter zu gehen, ist das, was mich seit meinem ersten Aktkurs immer begeistert hat.