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Zusatz- und Ergänzungsstudium Erwachsenenbildung (ZESE)

Aktuelles

Ab dem SoSe 2019 können keine Neueinschreibungen für das ZESE mehr vorgenommen werden. Das Studium wurde modularisiert und wird ab dem SoSe 2019 als "Postgraduale Studien in Erwachsenenbildung" angeboten.

 

Der Studiengang

Studienprogramm und -aufbau

Studienleistungen und Abschluss

Das Zusatz- und Ergänzungsstudium Erwachsenenbildung kann als Voll- oder Teilzeitstudium, also auch neben der Berufstätigkeit absolviert werden. Die gewählte Studienform entscheidet über die Studiendauer, die bei einem Vollzeitstudium 4 Semester und bei einem Teilzeitstudium 6 Semester beträgt. Während des Studiums kann die Studienform jederzeit gewechselt werden.
Leistungsnachweise sind in insgesamt sechs Seminaren zu erbringen, und zwar je zwei in Erwachsenenbildung I, Erwachsenenbildung II und Erwachsenenbildung III. Außerdem ist ein mindestens vierwöchiges studienbegleitendes Praktikum in einer Institution der Erwachsenenbildung nachzuweisen. Das Zusatz- und Ergänzungsstudium Erwachsenenbildung wird abgeschlossen durch je eine schriftliche und je eine mündliche Prüfung in Erwachsenenbildung I und III sowie nach Wahl eine schriftliche oder mündliche Prüfung in Erwachsenenbildung II. Außerdem ist eine schriftliche Hausarbeit anzufertigen. Der erfolgreiche Abschluss wird durch ein Prüfungszeugnis und eine Urkunde bestätigt.

Die Anerkennung eines Faches aus Ihrem Erststudium als erwachsenenbildungsrelevantes Fach (Erwachsenenbildung III) kann unter Umständen sinnvoll sein.

Weitere Informationen zu der entsprechenden Prüfungsordnung finden Sie auf den Seiten des Prüfungsamtes.

Warum ZESE?

Die immer schneller erfolgenden gesellschaftlichen und technologischen Wandlungsprozesse erfordern von allen Gesellschaftsmitgliedern ein kontinuierliches, lebensbegleitendes Weiterlernen. Daher nimmt die Bedeutung der Erwachsenen- und Weiterbildung ständig zu. Mit den zunehmenden Herausforderungen wachsen auch die Ansprüche an die Qualität der Erwachsenenbildung. So hat der Ruf nach Professionalisierung neuen Nachdruck bekommen. Auch für die Erwachsenenbildung wird - wie in anderen Berufen selbstverständlich - eine Ausbildung gefordert, die auf die spezifischen Aufgaben angemessen vorbereitet.  

Viele Mitarbeiter der Erwachsenenbildung sind durch ihre Erstausbildung für ein bestimmtes Fach qualifiziert - sei dies nun Betriebswirtschaft, Informatik, Theologie, Journalistik, Geschichte oder eine Fremdsprache u.ä.m.. Ihre Tätigkeit erfordert jedoch eine Vielzahl von Fähigkeiten, die über ein rein fachliches Wissen hinausgehen: Die effektive Ausübung von Lehr- und Leitungsfunktionen in der Erwachsenenbildung verlangt neben fachlicher und methodischer auch soziale und personale Kompetenzen.

Das Zusatz- und Ergänzungsstudium Erwachsenenbildung (ZESE), das an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt errichtet wurde und von der Professur für Lebenslanges Lernen betreut wird, bietet deshalb bereits im Beruf stehenden haupt- und nebenberuflichen Mitarbeitern in der Weiterbildung sowie Personen, die gerade ihr Studium an einer Universität oder Fachhochschule absolviert haben, Gelegenheit, sich - aufbauend auf ihre Erstausbildung - auch pädagogisch zu qualifizieren. Das Studium kann neben der Berufstätigkeit absolviert werden, es zielt auf die Vermittlung bzw. Vertiefung von Fähigkeiten und Kenntnissen sowohl für leitende als auch für unterrichtende Tätigkeiten in der Weiterbildung.

Zentrale Dokumente

Dokumente zum Studienverlauf

Studieninhalte

Das Zusatzstudium der Erwachsenenbildung vermittelt an der Schnittstelle zwischen Theorie und Praxis forschungsgeleitet Wissen sowie Anwendungs- und Umsetzungs-Know-how in den Bereichen Lehre, Beratung, Didaktik/Methodik, Personalentwicklung, Coaching, Bildungsconsulting, Mediation, Gesprächsführung und Bildungsmanagement.

Das Zusatz- und Ergänzungsstudium Erwachsenenbildung bietet die Möglichkeit, auf wissenschaftlicher Grundlage und in enger Verzahnung zwischen Theorie und Praxis für verschiedene erwachsenenbildnerische Handlungsfelder ein tieferes Verständnis zu entwickeln.

Sie treffen an der Professur für Lebenslanges Lernen auf ein sehr differenziertes Studienangebot, das allen Handlungsfeldern Rechnung trägt:

Erwachsenenbildung I:
  • Grundlagen und Theorien der Erwachsenenbildung
  • Psychologie und Anthropologie des Erwachsenenalters
  • Soziologie der Erwachsenenbildung
  • Soziokulturelle Bedingungen institutioneller und außerinstitutioneller Erwachsenenbildung
Erwachsenenbildung II:
  • Rechts- und Verwaltungslehre
  • Management und Qualitätssicherung in der Erwachsenenbildung
  • Werbung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit
  • Lerneffektive Gestaltung von Bildungshäusern und -räumen
  • Methodik und Didaktik.
Erwachsenenbildung III:
  •  ein für die Erwachsenenbildung relevantes Fach bzw.
  •  eine Fachdidaktik

An der Professur für Lebenslanges Lernen können Sie eine Vertiefung in den nachfolgend aufgeführten Schwerpunkten vornehmen:

  •  Betriebliche Weiterbildung
  •  Jugend- / Familienbildung
  •  Methodik und Didaktik
  •  Persönliche Lebensgestaltung

Studienplan

A) Einführung in theoretischen Grundlagen der  Erwachsenenbildung    
(6 SWS, 2 HS oder S)

B) Personenbezogene Handlungskompetenzen    
(6 SWS, 1 HS oder S)

C) Organisationsbezogene Handlungskompetenzen    
(6 SWS, 1 HS oder S)

D) Freie Wahl aus B) oder C)
(4 SWS)

E) Ein für die Erwachsenenbildung relevantes Fach   
(10 SWS, 2 HS, S oder Ü)
 

Summe:  32 SWS

Veranstaltungsübersicht

Termine, Informationen und Formulare aus dem Prüfungsamt

Formulare

Formulare wenn möglich bitte immer mit dem PC ausfüllen!

Antrag auf Zulassung zur Prüfung

Antrag

Anmeldung zur Hausarbeit

Anmeldeformular

Informationen

weitere Informationen und Formulare zum modularisiertem Studium, Prüfungsrücktritt oder sonstigen Prüfungsangelegenheiten finden Sie auf der Homepage des Prüfungsamtes.

Die Häufig gestellten Fragen (FAQ) des Prüfungsamtes finden Sie hier.

Termine

Termine zur Prüfungsanmeldung und Noteneingabe

Den Terminplan zur Prüfungsanmeldung und Noteneingabe finden Sie hier.
Die Informationen zur Abmeldung zu den jeweiligen Arten der Prüfungen (semesterbegleitende Prüfungen/Semesterabschlussprüfungen) finden Sie in den Terminplänen bei den jeweiligen Anmeldeterminen.

Hausarbeit/Meldung zur Prüfung

Termin für die Anmeldung zur Hausarbeit

Für den Studiengang zuständige Professur

Professur für Lebenslanges Lernen

Materialien zum Studium

Lehrveranstaltungen

Das vollständige Veranstaltungsangebot der Universität sowie die Anmeldung zu den Veranstaltungen und Prüfungen finden Sie im KU.Campus.

Darüber hinaus gibt die Professur für Lebenslanges Lernen für jedes Semester sogenannte Studienbriefe in Form ausführlich kommentierter Veranstaltungsbeschreibungen heraus. Dies soll Ihnen die Möglichkeit bieten, über die organisatorischen Rahmendaten in KU Campus hinaus sich auch ein differenzierteres Bild zu Inhalt, Didaktik und Methodik der jeweiligen Veranstaltung zu machen.

mündliche Beiträge

Langeweile bei Präsentationen
Quelle: https://www.presentation-power.ch/tipps/langeweile/Langeweile_bei_Praesentationen.jpg
Hinweise zur Gestaltung mündlicher Beiträge und Referate

Zum Erwerb von ECTS bzw. Leistungsnachweisen gehört neben der schriftlichen Abfassung eines Referatsthemas die mündliche Darbietung des Beitrages. Wer den Teilnehmenden eines Seminars nur beweisen möchte, dass er/sie lesen kann, bewirkt oftmals derartige Reaktionen von Kommiliton/-innen.

 

 

 

 

Deshalb sollten Sie während Ihrer mündlichen Ausführungen im Rahmen eines Referates v.a. auf folgende Aspekte achten:

Referatsgestaltung

schriftliche Beiträge

Hinweise zur Abfassung schriftlicher Arbeiten

Sogenannte ECTS bzw. Leistungsnachweise können an der Professur für Lebenslanges Lernen erworben werden, wenn ein eigener Beitrag im Seminar mündlich vorgestellt und dieser fristgemäß in schriftlicher Form vorgelegt wird. Die zusätzliche schriftliche Ausarbeitung des mündlichen Beitrages soll Gelegenheit bieten, sich in der Abfassung wissenschaftlicher Arbeiten (z.B. für die Bachelor-, Masterarbeit oder Hausarbeit im Rahmen der Postgradualen Studien Erwachsenenbildung bzw. Zusatz- und Ergänzungsstudium) zu üben. Zitationsweisen, die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Standpunkten usw. sollten eingeübt werden. Wortballons, Modewörter, saloppe Ausdrücke und unpräzise Begriffe haben in Hausarbeiten nichts verloren.
Petra Radke, Linguistin an der Universität Düsseldorf äußert sich diesbezüglich: "Studenten müssen wissenschaftlich schreiben und nicht essayistisch". Komplexe Sachverhalte müssen also auch als solche dargestellt werden, und Probleme müssen für ein Fachpublikum aufbereitet, diskutiert und transparent gemacht werden. Dabei dürfen die Verfasser/-innen jedoch nicht die Leser/-innen vergessen. Die wiederum stört nicht nur eine unverständliche Sprache, sondern auch ein unlogischer Aufbau der Hausarbeit. "Viele Studenten wissen nicht, dass die Aneinanderreihung von Sätzen noch keine Hausarbeit ist, ihnen ist unklar, dass sie einer Fragestellung folgen müssen" meint Petra Radke. Die Studierenden sind nicht nur „Maurer“ ihrer Hausarbeit, sie sind auch „Architekten“. Dazu gehört Wörter auszuwählen und Sätze zu bilden, mit denen eigene Gedanken ausgedrückt und diese in eine schlüssige Form und Reihenfolge gebracht werden.

Das Angebot, einer Nachbesprechung von schriftlichen Beiträgen mit einer Person aus dem Professur-Team soll dabei unterstützen, den eigenen Schreibstil zu finden und weiterzuentwickeln.

Abschlussarbeiten

Hausarbeiten

betreuen wir zu erwachsenenbildungsrelevanten Themenbereichen, die je nach Berufsvorstellung bzw. -intention durchaus auch im Schnittpunkt zwischen der wissenschaftlichen Weiterbildung und dem beruflichen Tätigkeitsfeld stehen können.

Literatur

Allgemeine Einführungen

ARNOLD, R. (2004): Erwachsenenbildung. Eine Einführung in Grundlagen, Probleme und Perspektiven. Baltmannsweiler: Burgbücherei Schneider (4.korrigierte Auflage)

ARNOLD, R. (Hrsg.) (2011): Lernen im Lebenslauf, Schneider Hohengehren

ARNOLD, R./ SIEBERT, H. (1999): Konstruktivistische Erwachsenenbildung von der Deutung zur Konstruktion der Wirklichkeit, Baltmannsweiler

DEWE, B. (2002): Professionswissen und erwachsenenpädagogisches Handeln, Bielefeld: Bertelsmann

DINKELAKER, J. (2015): Erwachsenenbildung in Grundbegriffen, 1. Aufl. - Stuttgart: Kohlhammer

FAULSTICH, P./ ZEUNER, C. (2008): Erwachsenenbildung. Eine handlungsorientierte Einführung. Weinheim u.a. 3. akt. Aufl.

FAULSTICH, P./ ZEUNER, C. (2010): Erwachsenenbildung. Eine handlungsorientierte Einführung. Weinheim/München

FISCHELL, M. (2013): Die Architektur Lebenslangen Lernens unter weiterbildungsrechtlicher Regulation, Baltmannsweiler, Schneider Hohengehren

FLEIGE, M./ GIESEKE, W./ ROBAK, S. (2015): Kulturelle Erwachsenenbildung: Strukturen - Partizipationsformen - Domänen, Bielefeld: wbv

FORNECK, H.-J./ WRANA, D. (2005): Ein parzelliertes Feld. Eine Einführung in die Erwachsenenbildung. Bielefeld

HOF, C. (2009): Lebenslanges Lernen: Eine Einführung. Stuttgart: Kohlhammer

HOF, C./ LUDWIG, J./ ZEUNER C. (Hrsg) (2009): Strukturen Lebenslangen Lernens. Baltmannsweiler

HOFFMEIER, A./ SMITH, D. (Hrsg.) (2013): Interkulturelle Kompetenz und Kulturelle Erwachsenenbildung: Erfahrungsfelder, Möglichkeitsräume, Entwicklungsperspektiven, Bielefeld: wbv

HAUER, U./ BOTZAT, T./ MEISEL, K. (Hrsg.) (2003): Neue Lehr- und Lernkulturen in der Weiterbildung, DIE, Frankfurt a.M.

JUSTEN, N. (Hrsg.) (2015): Professionalisiserung und Erwachsenenbildung: Selbstverständnis - Entwicklungslinien - Herausforderungen, Opladen (u.a.): Budrich, Festschrift für Schlüter, Anne

KAISER, A. (2007): Lernertypen - Lernumgebung - Lernerfolg: Erwachsene im Lernfeld, Bielefeld: Bertelsmann

KNOWLES, M. S./ HOLTON, E. F./ SWANSON, R. A. (2007): Lebenslanges Lernen: Andragogik und Erwachsenenlernen

MAIER-GUTHEIL, C./ NIEROBISCH, K.: Beratungswissen für die Erwachsenenbildung

NUISSL, E. (2000): Einführung in die Weiterbildung. Zugänge, Probleme und Handlungsfelder. Neuwied

NOLDA, S. (2012): Einführung in die Theorie der Erwachsenenbildung, 2. Aufl., Darmstadt

ROTH, J./ KÖCK, C. (Hrsg.) (2011): Interkulturelle Kompetenz: Handbuch für die Erwachsenenbildung = [Xpert] culture communication skills 2., vollst. überarbeitete Auflage, Stuttgart: EduMedia,

SCHÄFER, E. (2017): Lebenslanges Lernen: Erkenntnisse und Mythen über das Lernen im Erwachsenenalter, Berlin; Heidelberg: Springer

SCHELLHAMMER, B. (2017): Wie lernen Erwachsene (heute?). Eine transdisziplinäre Einführung in die Erwachsenenbildung. Weinheim: Beltz Juventa

SCHWARZ, M. P. (Hrsg.) (2014): Professionalität: Wissen - Kontext: sozialwissenschaftliche Analysen und pädagogische Reflexionen zur Struktur bildenden und beratenden Handelns, Bad Heilbrunn: Klinkhardt

SIEBERT, H./ ROHS, M. (2017): Lernen und Bildung Erwachsener. 3., überarbeitete Auflage, Bielefeld: wbv (Erwachsenenbildung und lebensbegleitendes Lernen; Band 17)

ders. (2011): Theorien für die Praxis. 3. Aufl., Bielefeld

ders. (2009): Didaktisches Handeln in der Erwachsenenbildung. 6. Aufl., Augsburg

WEINBERG, J. (2000): Einführung in das Studium der Erwachsenenbildung. Bad Heilbrunn, Klinkhardt (überarbeitete Neuauflage)

WEISSER, J. (2002): Einführung in die Weiterbildung, Weinheim

WITTPOTH, J. (2006): Einführung in die Erwachsenenbildung. 2. Aufl., Budrich

WOLF, G. (2011): Zur Konstruktion des Erwachsenen: Grundlagen einer erwachsenenpädagogischen Lerntheorie.

Geschichte der Erwachsenenbildung

OLBRICH, J. (2001): Geschichte der Erwachsenenbildung in Deutschland. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften

SCHMITZ, E./ TIETGENS, H. (Hrsg.): Erwachsenenbildung. Stuttgart Klett/Cotta 1984 (Enzyklopädie Erziehungswissenschaft Bd. 11)

SEITTER, W. (2007): Geschichte der Erwachsenenbildung: eine Einführung. 3. aktualisierte und erw. Aufl. - Bielefeld: Bertelsmann

WIRTH, I./ GROOTHOFF, H.-H. (Hrsg.) (1978): Handwörterbuch der Erwachsnenbildung. Paderborn: Schöningh

WOLGAST, G./ KNOLL, J.-H. (Hrsg.) (1985): Biographisches Handwörterbuch der Erwachsenenbildung. Stuttgart u.a.: Burg Verlag

Handbücher

ARNOLD, R. (Hrsg.) (2018): Wörterbuch Erwachsenenbildung, 3. Aufl., Bad Heilbrdunn [u.a.]: Klinkhardt

DEWE, B./ FRANK, G./ HUGE, W. (1988):  Theorien der Erwachsenenbildung: ein Handbuch, 1. Aufl,, München: Hueber

FUHR, T./ GONON, P./ HOF, C. (Hg.) (2009): Handbuch der Erziehungswissenschaft.  Bd. II/2 Erwachsenenbildung/Weiterbildung. Paderborn, München, Wien, Zürich,

TIPPELT, R./ VON HIPPEL, A. (Hrsg) (2010):  Handbuch Erwachsenenbildung/Weiterbildung. 4., durchgesehene Aufl., Wiesbaden

Zeitschriften

Grundlagen der Weiterbildung: GdWZ; Praxis, Forschung, Trends (1990-1999)

Hessische Blätter für Volksbildung.
https://www.wbv.de/journals/zeitschriften/hessische-blaetter-fuer-volksbildung.html

Report Zeitschrift für Weiterbildungsforschung
https://www.die-bonn.de/id/11872/about/html/

weiter bilden. DIE Zeitschrift für Erwachsenenbildung, Herausgeber: Deutsches Institut für Erwachsenenbildung (DIE),
https://www.wbv.de/de/journals/zeitschriften/weiter-bilden.html

Weiterbildung Zeitschrift für Grundlagen, Praxis und Trends
www.weiterbildung-zeitschrift.de

Info & Beratung

(Fach-) Studienberatung

Eva Feuerlein-Wiesner
Dipl.-Päd. Univ. Eva Feuerlein-Wiesner
Akad. Rätin/ Lehrkraft für besondere Aufgaben
Gebäude Luitpoldstraße 32 | Raum: LP-204
Postanschrift
Luitpoldstraße 32
85072 Eichstätt
Sprechstunde
während der Vorlesungszeit: Di 10.30 - 11.30 Uhr und nach Vereinbarung
- bitte zur Sprechstunde anmelden.

Informationen zum Pflichtpraktikum

Erfahrungszugewinn

Diese Sichtweise von Praktika verkennt die außerordentlich großen Chancen, die mit einem Praktikum für Studierende verbunden sein können. Inzwischen signalisieren viele Unternehmen große Zufriedenheit mit Praktikanten/innen aus der Studienrichtung Erwachsenenbildung. Etliche Studierende erhalten Motivation und Anregungen für ihre Abschlussarbeit im Praktikum und qualifizieren sich damit nicht selten für eine ausgeschriebene Stelle. Neben guten Zeugnissen ist es immer auch ausschlaggebend, ob Studierende bereits einschlägige Erfahrungen in Bereichen gesammelt haben, in denen sie später arbeiten möchten. Praktika (oder auf das Studium ausgerichtete Ferienjobs) ermöglichen Einblicke in die verschiedenen Berufsfelder und vermitteln bereits ein gewisses Maß an Erfahrung. Engagement im Studium und Zielorientierung sowie Nachweis von qualifizierten Praktika bewirken bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Vorgaben

Die Praktikumszeit sollte eine Chance bieten, bereits während des Studiums das Verhältnis von Theorie und Praxis einzuschätzen und ein persönliches Differenzierungsvermögen im Hinblick auf Fähigkeiten, Fertigkeiten und Neigungen zu entwickeln.

An der Professur für Lebenslanges Lernen ist ein Postgraduate-Studiengang (Zusatz- und Ergänzungsstudium Erwachsenenbildung -ZESE) eingerichtet, in dem ein verpflichtendes Praktikum über mind. 4 Wochen vorgesehen ist. Es ist abzuleisten in einer anerkannten Erwachsenen-/Weiterbildungseinrichtung. Als anerkannt gelten dabei Institutionen der Erwachsenenbildung, in denen mindestens eine hauptamtliche Person beschäftigt ist. Eine Praktikumsbestätigung der betreffenden Einrichtung muss dem Prüfungsamt sowie der Professur vorgelegt werden. Praktikumsnachbesprechungen können Sie bei Ihrer kritischen Reflexion unterstützen.

Leitfragen vorab

Um ein lehr- und erfolgreiches Praktikum zu absolvieren, empfiehlt es sich einige grundsätzliche Überlegungen vorab anzustellen:
Welche Erwachsenen-/Weiterbildungseinrichtung interessiert mich - nicht zuletzt auch in Bezug auf meine zukünftige Berufsperspektive?
Wie kann ich frühzeitig eine geeignete Praktikumsstelle finden? Benötige ich Beratung, können mir praktische Erfahrungen aus der Zeit vor Antritt des Studiums angerechnet werden?
Kann ich mir durch Vorgespräche mit einer hauptamtlich beschäftigten Person einen Einblick in das Struktur- und Aufgabenfeld einer Einrichtung verschaffen?

Anforderungen an die Praktikumsstelle

Gerade die Beantwortung der letzten Frage ist von Bedeutung. Denn es ist durchaus von Vorteil, wenn Sie bereits vor Antritt des Praktikums Vorstellungen über Funktion und Inhalte der Einrichtung haben und auch die Praktikumsstelle einige grundsätzliche Überlegungen über notwendige Inhalte eines Praktikums erfährt. Nur so kann der Einsatz effizient und effektiv gestaltet werden. Grundsätzlich sollte es die Praktikumsstelle ermöglichen, trägerspezifische Ziele, Schwerpunkte, typische Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen der Erwachsenen-/ Weiterbildungspraxis (insbesondere der gewählten Institution) angemessen kennen zu lernen. Das Praktikum sollte v. a. Einblick in folgende Arbeitsbereiche bieten: 

  • Mitarbeit bei der Bedarfsermittlung, Planung, Organisation und Evaluation von Bildungsmaßnahmen
  • Adressatengerechtes Aufarbeiten von komplexen Sachverhalten
  • Mitwirkung bei bzw. selbständige Durchführung von Bildungsveranstaltungen
  • Einblick in bzw. teilweise Erledigung von Verwaltungstätigkeiten
  • Teilnahme an Teamsitzungen und Konferenzen.

Hinweise zu Praktikumsstellen

Das Professurteam berät Sie - falls Sie dies wünschen - gerne bei der Suche nach einer geeigneten Praktikumsstelle. Wir vermitteln bei Bedarf Kontakte zu Praktikumsstellen z.B. in der Wirtschaft, in Einrichtungen der Erwachsenenbildung in kirchlicher oder kommunaler Trägerschaft, von Verbänden, Politischen Stiftungen usw.. Weiterführende Hinweise und Informationen zum Praktikum erhalten Sie im Sekretariat der Professur - bitte beachten Sie auch unsere Praktikumsangebote an den Aushängen in der Luitpoldstraße 32, 2. Stock.

Freiwillige Praktika

Grundsätzlich gilt: Wer zukünftig in der Erwachsenen-/Weiterbildung tätig sein möchte, aber keinen Praktikum verpflichtenden Studiengang belegt hat, also z.B. Erwachsenenbildung als Nebenfach im Flexiblen BA oder im Fach Erwachsenenbildung/Außerschulische Jugendbildung im Rahmen eines anderen Hauptstudiums Wahl- bzw. Freimodule belegt, sollte sich vom zuvor Gesagten nicht ausgeschlossen fühlen. Auch freiwillige Praktika machen bei zukünftigen Bewerbungen Sinn, wenn sich damit Engagement und zusätzliche Qualifikation nachweisen lassen.
 

5-Punkte-Leitfaden zum Praktikum

1. Wo?

Zur Wahl einer geeigneten Institution:

Das Praktikum muss in einer anerkannten Einrichtung der Erwachsenenbildung oder Außerschulischen Jugendbildung mit mindestens einer hauptamtlich beschäftigten Person abgeleistet werden. Diese Person sollte über eine mindestens einjährige   Berufserfahrung verfügen. Eine hauptamtliche Person sollte das Praktikum anleiten und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Die Praktikumseinrichtung muss selbst ausgewählt werden, wobei Interessen, bestehende Kontakte und zukünftige berufliche Orientierungen ausschlaggebend sein sollen. Bei Bedarf unterstützen die Mitarbeiter*innen an der Professur gerne mit Tipps und Infos.

2. Wie?

Zur Organisation des Praktikums:

Vor Beginn des Praktikums sollte mit einer Person des Professurteams geklärt werden, ob die gewählte oder anvisierte Einrichtung anerkannt wird. Ebenso sollte mit der verantwortlichen Person in der Einrichtung abgeklärt werden, inwiefern der Einsatz während des Praktikums den Anforderungen und Erwartungen auf beiden Seiten gerecht wird.

Die Gesamtdauer des Praktikums kann natürlich auf die Bedingungen der jeweiligen Einrichtung zugeschnitten werden, d.h. am Ende muss aus der Praktikumsbestätigung hervorgehen, dass der angegebene Zeitraum der geforderten Dauer entspricht. Dazu ist die Erstellung eines Praktikumsvertrags sinnvoll.

3. Wann?

Zur zeitlichen Planung des Praktikums:

Um wichtige Anregungen für die weitere Studiengestaltung bzw. die Beurteilung des Theorie-Praxis-Verhältnisses zu erhalten sowie um die eigene Berufsperspektive einschätzen zu können, sollte es nicht zu spät angetreten werden.

Das Praktikum muss in den Semesterferien absolviert und kann in einem Stück oder in zusammengesetzten Zeiträumen abgeleistet werden. Handelt es sich um eine Projekteinbindung bei einer bestimmten Institution, die einen längeren Zeitraum umfasst (über die Semesterferien hinaus), muss evtl. eine Sonderorganisation des Studiums in dem betreffenden Semester vorgenommen oder ein Urlaubssemester beantragt werden.

 

Nach Beendigung des Praktikums sollte die Institution eine Praktikumsbescheinigung ausstellen, in der Aufgaben und Inhalte des Tätigkeitsbereiches, der zeitliche Umfang sowie eine kurze Beurteilung über das Praktikum angegeben sind.

4. Wozu?

Zu Inhalten und Zielen des Praktikums:

Das Praktikum sollte die Chance bieten, für das Handlungsfeld der Erwachsenen-/ Weiterbildung spezifische Organisationsstrukturen und Arbeitsweisen kennen zu lernen, z.B. kirchliche, staatliche bzw. private Träger, trägerbezogene Ziele und Angebote, Aufbau und Organisation der Einrichtung, Weiterbildungsabteilungen, Modellprojekte u.ä..

Das Tätigkeitsspektrum sollte Einblick in verschiedene Arbeitsbereiche ermöglichen, z.B. Programm und Veranstaltungsplanung, Durchführung von bzw. Mitwirkung an Kursen und Veranstaltungen, Teilnahme an Konferenzen bzw. Teamsitzungen, Verwaltungstätigkeiten, Zielgruppenarbeit, Bedarfserhebung und Evaluation.

Das Praktikum kann eine Vielfalt von Aufgaben, eine Fülle von Inhalten und Spezifika im Hinblick auf die Tätigkeitsfelder, institutionelle Strukturen und Rahmenbedingungen sowie zahlreiche Anstöße zur persönlichen Weiterentwicklung bieten. Leider kommt es auch vor, dass das Erfahrungsspektrum sehr eingeschränkt ist und die Praktikant*in u.U. zu Tätigkeiten herangezogen wird, die wenig ansprechend bzw. unangemessen sind. Darüber sollte man im Vorfeld mit dem Ansprechpartner der Praktikumsstelle sprechen, damit Sinn und Wert des Praktikums nicht in Frage gestellt ist.

Zur Praktikumsbestätigung und Abfassung des Praktikumberichts:

Nach Beendigung des Praktikums sollte von der jeweiligen Institution eine Praktikumbescheinigung ausgestellt werden, in welcher der Aufgabenbereich (Tätigkeiten, Inhalte) sowie der zeitliche Umfang (bei ZESE 4 Wochen in Vollzeit) angegeben ist. Sie kann auch eine kurze Beurteilung von Seiten der Praktikumstelle beinhalten.

Nach Ableistung des im ZESE erforderlichen Praktikums wird von der Professur die Erstellung und Einreichung eines Praktikumberichts erwartet.

Der Bericht sollte ca. 6 - 8 DIN-A-4 Seiten umfassen und folgendes beinhalten:

a) Deskriptive Darstellung der Institution, Ansprechpartner, Anleitung
b) Erläuterung der ausgeübten Tätigkeiten (hospitierend oder eigenständig)
c) Persönlicher Erfahrungsgewinn und Reflexion

 

Praktikum von Studierenden der Postgradualen Studien:

Das Praktikum dient dazu, Einblicke in potenzielle pädagogische Berufsfelder nach eigener Wahl zu gewinnen und dabei im Studium erworbene theoretische Kenntnisse und Fertigkeiten zu vertiefen und zu erweitern sowie diese auf praktische Frage- und Problemstellungen hin anzuwenden.

Unter fachlicher Anleitung sollen pädagogische Handlungskompetenzen in einer (oder mehreren) Einrichtungen der Erwachsenen-und Weiterbildung erworben sowie die eigene Professionalität reflektiert und problem-, adressaten- und feldspezifische Methoden und Arbeitsformen angewendet werden.

In den Einrichtungen der Erwachsenen- und Weiterbildung werden praktische Erfahrungen durch die Mitarbeit in den alltäglichen Arbeitsabläufen oder durch die Übernahme von Projektarbeiten unter fachlicher Anleitung und Begleitung gesammelt. Die Inhalte des Praktikums richten sich im Einzelfall nach den Aufgaben und Anforderungen der jeweiligen Institution der Erwachsenen- und Weiterbildung, in der das Praktikum absolviert wird.

Praktikumsbegleitendes Seminar:

Die Studierenden der Postgradualen Studien Erwachsenenbildung reflektieren das Theorie-Praxis-Verhältnis mittels Einbeziehung des erziehungs-wissenschaftlichen Theoriewissens und durch die Analyse der im Praktikum erworbenen Erfahrungen und ausgeübten Tätigkeiten. Im Seminar werden daraus resultierende handlungs- und praxisbezogene Herausforderungen und Fragestellungen diskutiert.

5. Welche - wer die Wahl hat...?

Eine gute Praktikumsstelle kann man daran erkennen dass,
  • es die Möglichkeit zu Vorgesprächen über die bisherigen Studien- und Praxiserfahrungen sowie über individuelle Fähigkeiten und Neigungen gibt,
  • die Institution bzw. die verantwortliche Person sich mit ihren Zielen und möglichen Handlungsfeldern vorstellt,
  • eine bedarfsgerechte Anleitung gewährleistet wird,
  • Tätigkeitsbereiche und Zuständigkeiten vereinbart werden und eine geeignete Vorbereitung (z.B. Hospitationen) erfolgt,
  • Reflexionshilfen (z.B. Nachgespräche, Supervision, Begleitung) angeboten werden,
  • nach Praktikumsabschluss eine, den Anforderungen entsprechende Bescheinigung ausgestellt und
  • wenn möglich - ein angemessenes Praktikumshonorar gezahlt wird

Informationen zu Anrechnungen

Bei Anrechnungsanträgen ist wie folgt vorzugehen:

  1. Die gültigen Formulare sind auf der Homepage des Prüfungsamtes hinterlegt.
  2. Diese Formblätter sind vollständig mit PC auszufüllen.
  3. Bitte vergessen Sie nicht die Unterschrift auf der Seite 1.
  4. Nach dem Ausdruck kontaktieren Sie bitte den jeweiligen Modulverantwortlichen und bitten um Stellungnahme (ein Kreuz bei „ja“oder „nein“mit Unterschrift rechts daneben. Bei einem „nein“ muss derModulverantwortliche eine Stellungnahme mit Begründung abgeben.)
  5. Den nun vollständigen Anrechnungsantrag geben Sie im Prüfungsamt bei Frau Aichner ab.
  6. Das Prüfungsamt leitet Ihren Anrechnungsantrag an den Prüfungsausschuss weiter.
  7. Nach Beschlussfassung wird Ihr Antrag an das Prüfungsamt wieder zurückgesandt.
  8. Das Prüfungsamt übernimmt die Anrechnungen in Ihr Datenblatt.

Weitere Informationen und Dokumente finden Sie bei der Anrechnungsstelle des Prüfungsamtes

Ansprechpersonen

Prüfungsamt

Christa Engelhardt
Sachbearbeiterin Prüfungsamt
Gebäude Marktplatz 7  |  Raum: MP7-101C

Studiengangssprecher/in

Eva Feuerlein-Wiesner
Dipl.-Päd. Univ. Eva Feuerlein-Wiesner
Akad. Rätin/ Lehrkraft für besondere Aufgaben
Gebäude Luitpoldstraße 32 | Raum: LP-204
Postanschrift
Luitpoldstraße 32
85072 Eichstätt
Sprechstunde
während der Vorlesungszeit: Di 10.30 - 11.30 Uhr und nach Vereinbarung
- bitte zur Sprechstunde anmelden.

Vorsitzende/r des Prüfungsausschusses:    N.N.