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16.10.19

RPF beteiligt sich am Bildungsprogramm "Jesuit Worldwide Learning" (JWL)

Ab diesem Wintersemester gehört die KU dem Bildungsprogramm „Jesuit Worldwide Learning“ an, mit dem der Jesuitenorden weltweit talentierten Jugendlichen in Flüchtlingscamps und Krisenregionen den Zugang zu höherer Bildung eröffnet. Zum Start werden 31 junge Frauen und Männer in Herat und Bamyan (Afghanistan) sowie dem Flüchtlingscamp Kakuma (Kenia) als Studierende an der KU eingeschrieben sein. Über eine Kombination aus Online-Kursen und persönlicher Begleitung vor Ort werden sie eine Lehrerfortbildung absolvieren. Dozierende der Fakultät für Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit begleiten die Studierenden aus der Ferne und betreuen das Programm von KU-Seite aus. Nach erfolgreichem Abschluss des sechsmonatigen Kurses erhalten die Studierenden von der Universität das Zertifikat „Learning Facilitator“ (Lernbegleiter). Sie werden damit zu Multiplikatoren in ihrem Umfeld, um über das Jesuit Worldwide Learning wiederum andere Menschen beim Lernen zu begleiten.


Das Programm „Jesuit Worldwide Learning“ bietet unter anderem im afghanischen Bamyan Fortbildungen zum Lernbegleiter an – ab dem Wintersemester mit Beteiligung der KU. In Bamyan studieren mittlerweile mehr Frauen als Männer. (Foto: Jesuit Worldwide Learning)

„Dieses Angebot trägt der Tatsache Rechnung, dass sich mit der Digitalisierung nicht nur das Unterrichten, sondern auch das Lernen verändert. Viel mehr Studentinnen und Studenten werden folgen, denn der Bedarf an Lehrern ist in vielen Teilen der Welt sehr groß. Im Namen von JWL und der Studierenden bedanke ich mich bei Präsidentin Gien und dem Kollegium für diese vielversprechende Zusammenarbeit“, erklärt Pater Peter Balleis SJ, Präsident von Jesuit Worldwide Learning. Zu den universitären Partnern des Programms gehören neben der KU unter anderem die Münchner Hochschule für Philosophie, die Georgetown University in Washington und die Katholische Universität von Nairobi (Kenia). „Als katholische Universität mit einem Schwerpunkt auf der Lehrerbildung haben wir eine globale Verantwortung für Bildung und wollen die Chancen der Digitalisierung nützen, um auch Lehrkräfte über die Grenzen hinaus in Kriegs- und Krisengebieten auszubilden“, schildert KU-Präsidentin Prof. Dr. Gabriele Gien.

Bereits seit 2010 bietet der internationale Jesuitenflüchtlingsdienst Studienprogramme in Zusammenarbeit mit US-amerikanischen Jesuitenuniversitäten an. Vor drei Jahren wurde dann das Programm „Jesuit Worldwide Learning“ als eigenständige Initiative etabliert, die Hochschulen aus allen Erdteilen einbinden möchte. Das Angebot umfasst ein Bachelorstudium, IT- und Englischkurse sowie Fortbildungen in Jugendsozialarbeit und Lernbegleitung.