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20.11.18

Studierende der Religionspädagogik erkunden Wurzeln des Christentums im Altmühltal

Prof. Dr. Florian Kluger und Prof. Dr. Petra Kurten leiteten Exkursion auf den Spuren der Eichstätter Diözesanheiligen Walburga, Willibald, Wunibald und Sola


Die Gruppe der Eichstätter Studierenden mit Prof. Kluger (li) und Prof. Kurten (mi) vor dem Münster St. Wunibald in Heidenheim am Hahnenkamm

Aufbruch mit Pilgersegen am Grab der heiligen Walburga in der Klosterkirche St. Walburg/Eichstätt

Unterwegs im Morgennebel zu "Sezzi locum" bei Bieswang

Das Denkmal "Sezzi locum"

Die Gruppe im Innenraum des Münsters St. Wunibald

Im Innenraum der Kirche St. Walburg in Heidenheim am Hahnenkamm

St. Walburg von außen

Außenansicht der ehemaligen Klosterkirche von Auhausen

Die Gruppe in der gotischen Apsis von Auhausen

Die heutige evangelische Kirche in Solnhofen neben der ehemaligen Sola-Basilika (FOTOS: Florian Kluger)

Die Wurzeln des Christentums im Altmühltal haben am 14. November 35 Studierende der Fakultät für Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit aufgespürt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Petra Kurten und Prof. Dr. Florian Kluger machte sich die Gruppe auf den Weg, um zentrale Wirkungsorte der Eichstätter Diözesanheiligen Walburga, Willibald, Wunibald und Sola zu erkunden. Unterwegs halfen Referate der Studierenden und Erläuterungen der Exkursionsleitung, eine kirchen- und liturgiegeschichtliche Einordnungen vorzunehmen. Zentrale Themen waren mittelalterliche Missionsstrategien, Predigtorte in der Geschichte des Kirchenbaus und die Geschichte des Pilgerwesens.

Nach dem Pilgersegen in der Krypta des Eichstätter Klosters St. Walburg, die die Reliquien der heiligen Walburga beherbergt, brach die Gruppe nach Bieswang auf, wo die Studierenden auf dem vor einigen Jahren eingerichteten Ökumenischen Pilgerweg das Denkmal „Sezzi locum“ besuchten. An diesem Ort trafen sich gemäß alten Aufzeichnungen Willibald, Wunibald und Sola im 8. Jahrhundert, um sich geistlich auszutauschen. Als nächstes Ziel erreichte die Gruppe Weißenburg, wo die evangelische St. Andreas-Kirche auf dem Programm stand. Dort wurde neben gotischer Architektur nicht nur die Vielfalt unterschiedlicher Predigtorte im Kirchenraum thematisiert, sondern insgesamt Reformationsgeschichte erlebbar.

In Heidenheim am Hahnenkamm stand das evangelische Münster St. Wunibald und die katholische St. Walburg-Kirche auf dem Programm. Das romanische Münster mit zugehöriger Klosteranlage war lange Zeit Heimat von Wunibald und Walburga, die beide für einige Zeit das dortige Doppelkloster leiteten. In Kontrast zum romanischen Münster konnte die moderne katholische Kirche erkundet werden, die von dem Architekten Alexander Freiherr von Branca geplant und 1977 fertiggestellt wurde.

Einen Einblick in die benediktinische Klostertradition gab auch die romanische Kirchenanlage von Auhausen. Die heutige evangelische Kirche ist ein kunsthistorisches Kleinod, in dem mittelalterliche Liturgiegeschichte plastisch vor Augen geführt werden konnte. Von dort aus fuhren die Studierenden nach Wemding zur Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein, wo Wallfahrtsrektor Norbert Traub in die von barocker Frömmigkeit getränkte Wallfahrtstradition des Bistums Eichstätt am Rande des Nördlinger Rieses einführte. Ihren Abschluss fand die Exkursion nach einem letzten Halt in Solnhofen an den Ruinen der ehemaligen Sola-Basilika wieder in Eichstätt.

Florian Kluger