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08.08.19

Studierende entwickeln unter der Leitung von Dr. Simone Birkel Ideen für Nachhaltigkeit im kirchlichen Kontext

Das Leitbild der Nachhaltigkeit findet in der Theologie breiten Anklang und wird in kirchlichen Initiativen praktiziert. Deshalb haben Studierende des Masterstudiengangs "Bildung für nachhaltige Entwicklung" der KU im Laufe des Sommersemesters gezielt Projekte in Zusammenarbeit mit kirchlichen Trägern in Eichstätt realisiert.


Seminar an externem Lernort: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars im Bildungshaus Fiegenstall mit der Seminarleiterin Dr. Simone Birkel (mittlere Reihe links). (Foto: Birkel)

Im Zentrum aller Projekte stand das Thema nachhaltige und ethische Ressourcennutzung. Es wurden zum Beispiel Seltene Erden, die Ressourcen Wasser und Holz, Palmöl, Lebensmittelverschwendung sowie finanzielle Ressourcen behandelt. Mithilfe einer Handyspendenaktion beispielsweise unterstützten zwei Studentinnen mit ihrem Projekt das kirchliche Hilfswerk missio. Im Rahmen des Klimatags am Gabrieli Gymnasium führten die beiden mit einer neunten Klasse einen Workshop zum Thema Smartphones und Nachhaltigkeit – wie passt das zusammen? durch. Es wurden dabei Handys gesammelt, die an missio geschickt und wiederverwertet werden. Ein Anteil des Erlöses wird zum Beispiel an Traumazentren im Kongo gespendet. Handys können jederzeit gespendet werden. Näheres hierzu unter: https://www.missio.com/angebote/mitmachen/missio-handy-spendenaktion

Unter dem Motto: „Selbst Papier herstellen!“ beteiligte sich eine Projektgruppe beim Kinderprogramm des Hofgartenfestes der KU. Mit Schöpfrahmen, alten Zeitungen und viel Wasser konnten die Kinder in die Welt der Papierherstellung eintauchen. Für die Eltern und größeren Kinder gab es außerdem vielfältige Tipps und Tricks rund um die Auswirkungen der Papierherstellung und Einsparmöglichkeiten im Alltag.

Im Rahmen eines foodsharing Dinners wird in Kooperation mit der evangelischen Studierenden Gemeinde aus Würzburg auf die Thematik der Lebensmittelverschwendung hingewiesen werden. Aus Lebensmitteln, die Unternehmen weggeschmissen hätten, da diese für den Verkauf nicht mehr geeignet wären, soll für alle Beteiligte ein veganes Essen hergestellt werden.

Mit der Frage: „Wie kann ich meine Finanzen nicht nur solide, sondern auch meinen Konsum nachhaltig gestalten?“ beschäftigten sich zwei Studentinnen in Kooperation mit Kolping. Einen weiteren Kooperationspartner stellte die Berufsschule mit der Klasse der Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz und dem Berufsintegrationsjahr dar. Zusammen wurde ein Workshop zum Thema Finanzen und Nachhaltigkeit durchgeführt. Mit Spielgeld wurde reflektiert, welche Einnahmen und Ausgaben die Schüler*innen haben. Im Zuge dessen boten die Studentinnen nicht nur sparsame, sondern auch ökologische und sozial nachhaltige Alternativen an. Darunter fielen lokale Initiativen wie FoodSharing, das Büchertauschregal am Eichstätter Bahnhof oder die Eichstätter Dienste, sowie Verkaufsplattformen im Internet.

Ein weiteres Projekt erfolgt nach den Sommerferien in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche in Eichstätt. Während des Kindergottesdienstes stellen die Kinder ihren eigenen Schokoaufstrich her. Dadurch werden sie für die Problematik des Palmölanbaus sensibilisiert und werden dieses Thema im Zusammenhang der Schöpfung kennenlernen.