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Akad. Dir. Dr. Reinhard Thoma - Lehre

Inhalte der Veranstaltungen

Zum Pflichtbestandteil der Ausbildung von ReligionspädagogInnen gehören 2 einstündige Vorlesungen zu den Themen "Einführung in die Heilpädagogik" und "Religionspädagogische Fragestellungen im Kontext der Heilpädagogik". Sie werden im 3. und 4. Semester angeboten.

Inhalte der Veranstaltungen sind die kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff "Behinderung"; Darstellung von Erkenntnissen über die individuelle und sozialen Lebenswirklichkeit von Menschen mit Behinderungen; Hinweise zu den verschiedenen Schädigungsbereichen und Funktionseinschränkungen; Darstellung der verschiedenen heilpädagogischen Einrichtungen und deren Aufgaben; das Thema "Integration" von Menschen mit Behinderungen in verschiedene Bereiche von Gesellschaft und Kirche; das Verhältnis von "Glaube und Behinderung"; Darstellung von Möglichkeiten religiöser Vermittlung unter erschwerenden Bedingungen in den Bereichen Schule, Familie, Heim und Gemeinde.

Am Ende des 3. Semesters können sich die Studierenden für einen Studienschwerpunkt entscheiden. Dabei stehen die zwei Wahlpflichtbereiche "Jugendpastoral" und der Bereich "Religionspädagogik im Bereich Heilpädagogik" zur Auswahl. Der gewählte Studienschwerpunkt umfasst 6 Semesterwochenstunden mit einem Leistungsnachweis (Seminararbeit) Inhaltlich geht es hierbei verstärkt um pädagogische und religionspädagogische Fragen im Kontext der Sonderschule für Geistigbehinderte, Lernbehinderte und Erziehungshilfe.

Unterrichtsbesuche, die Verlagerung von Blockseminaren in heilpädagogische Einrichtungen, sowie Seminare, die über das ganze Semester angeboten werden, sollen mit Problemen und Möglichkeiten des Religionsunterrichts an Sonderschulen bekannt machen.

Ausgehend von der Erarbeitung des notwendigen Theoriewissens, z.B. aus dem Gebiet der Pädagogik der Geistigbehinderten, werden in praxisbezogener Weise spezielle Fragestellungen des Religionsunterrichts an der Sonderschule erarbeitet und unterrichtliche Handlungsmöglichkeiten vorgestellt und eingeübt: z.B. Fragen der Elementarisierung theologischer Inhalte und ihre Beziehung zur Lebenswirklichkeit der SchülerInnen;Einsatz - und Gestaltungsmöglichkeiten von Texten, Bilder, Symbolen. Lieder u.v.a.m. bei notwendiger Orientierung an den speziellen Wahrnehmung- und Verstehendfähigkeiten der SchülerInnen; Einübung ganzheitlicher und handlungsorientierter Vorgehensweisen.

Während des 2. (3. Semester) und 3. (7. Semester) Studienabschnitts absolvieren die Studierenden jeweils ein einsemestriges studienbegleitendes Schulpraktikum, das von didaktischen Übungen, einem 2-stündigen Seminar unter Leitung des Praktikumslehrers begleitet wird. Dieses Praktikum kann auch an Schulen für Lernbehinderte, Geistigbehinderte und Erziehungshilfe abgeleistet werden

Im Rahmen von Beratungsbesuchen, die an verschiedenen Sonderschulen abzuleisten sind, werden die Erfahrungen der Studierenden während des Praktikums in der Ausbildungsgruppe zur Sprache gebracht und reflektiert.