Sie befinden sich hier: KU.de  Fakultäten  Sprach- und Literaturwissenschaftliche Fakultät  Forschung  Wissenschaftliches Projekt  Wissenschaftliches Projekt 2013

Wissenschaftliches Projekt zur Bayerischen Landesausstellung 2015 in Ingolstadt

Projektteam 2013

Im Rahmen einer Kooperation mit dem Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg  (HdBG) erarbeiten Master-Studierende des Eichstätter Europastudiengangs in diesem Sommersemester Überlegungen zur Konzeption der Bayerischen Landesausstellung 2015 in Ingolstadt mit dem Titel „Napoleon in Bayern“. Dieses wissenschaftliche Projekt bietet den Studierenden die Möglichkeit, Einblicke in die Arbeit des Hauses der Bayerischen Geschichte, in die Konzeption und Vermarktung einer Ausstellung sowie in den Bereich Museumspädagogik zu erlangen und selbst Ideen einzubringen. Am Montag, den 8. Juli 2013, werden die Studierenden ihr Projekt im Rahmen einer Vernissage eingeladenen Gästen vorstellen, wobei unterschiedliche kommunikative Praktiken der Wissensvermittlung zur Geltung kommen. Hierzu zählen die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einer Ausstellung sowie deren Dokumentation. Die Ausstellung der Projektergebnisse wird von 9. bis 20. Juli 2013 im Kollegiengebäude, Bau D (Foyer der Aula) der Universität Eichstätt für die Öffentlichkeit zu besichtigen sein.

Theoretische Grundlagen zum Projektmanagement

Projekt "Brückenbau" zur Erläuterung von Theorien des Projektmanagements

In der ersten Seminarsitzung zu Beginn des Sommersemesters wurden Theorien zum Projektmanagement vermittelt. Das Projektteam, bestehend aus fünf Masterstudentinnen des Europastudiengangs und einem französischen Studierenden des Deutsch-Französischen Studiengangs "Politik und Gesellschaft", führte exemplarisch ein erstes Projekt als Team durch: den Bau einer 1m langen Brücke aus DIN A4-Blättern mit den begrenzten Hilfsmitteln Schere und Kleber sowie mit einer zeitlichen Begrenzung auf eine 10-minütige Bauzeit. Im Anschluss daran schilderten die Studierenden ihre Erfahrungen mit der Projektarbeit und leiteten daraus Theorien für das Projektmanagement ab.

Anregungen aus der Museumspädagogik

Volker Bräu (HdBG, Bildmitte) referiert zum Thema Museumspädagogik

Ein ans Haus der Bayerischen Geschichte in Augsburg abgeordneter Gymnasiallehrer für Geschichte und Englisch, Herr Volker Bräu, besuchte das Projektteam an der Uni Eichstätt und hielt einen Vortrag zum Thema Museumspädagogik. Hierfür brachte er als Anregungen für ein museumspädagogisches Konzept Beispiele aus vergangenen Landesausstellungen mit, um zu demonstrieren, wie beim Museumsbesucher durch „Lernen mit allen Sinnen“ eine konstantere Aufmerksamkeit erzeugt werden kann. Als Anschauungs- und Erfühlobjekte dienten unter anderem ein aus Ziegenhaut gefertigtes Pergament, das als Vorläufer des Papiers gilt, sowie eine Wachstafel, auf der zur Zeit der Antike in Europa geschrieben wurde.

Dr. Tobias Schönauer vom Bayerischen Armeemuseum Ingolstadt (rechts) und Dr. Stefanie Buchhold (HdBG) (zweite von rechts) führen durch die Ausstellungsräume.
Frau Pilz (Ingolstadt Tourismus GmbH, Bildmitte) informierte bei der Stadtführung unter anderem über das Gebäude des Medizinhistorischen Museums.

Besichtigung der Ausstellungsräume in Ingolstadt

Da die Bayerische Landesausstellung 2015 in den Räumen des Neuen Schlosses in Ingolstadt stattfinden wird, war es nahe liegend (Ingolstadt ist nur 25 km von Eichstätt entfernt), sich die Ausstellungsräumlichkeiten vor Ort anzusehen. Durch das Neue Schloss, das das Bayerische Armeemuseum beherbergt, führten Dr. Tobias Schönauer, der dort für die Vorbereitungen im Zuge der Bayerischen Landesausstellung verantwortlich ist, sowie Dr. Stefanie Buchhold vom Haus der Bayerischen Geschichte. Wie die beiden erläuterten, stehen dem Neuen Schloss bis 2015 noch einige Umbaumaßnahmen bevor, um die geplanten Objekte zum Thema "Napoleon in Bayern" thematisch gezielt platzieren und dabei auch Barrierefreiheit gewährleisten zu können.

Die Exkursion nach Ingolstadt ließ sich gut mit einer Stadtführung vor Ort verbinden, um die Stadt näher kennen zu lernen und Anregungen für das wissenschaftliche Projekt zu erhalten. Denn thematisch wird sich das Projekt mit Möglichkeiten der Verknüpfung von Landesausstellung und Stadt auseinandersetzen.

Exkursion zum Haus der Bayerischen Geschichte nach Augsburg

Die Studierenden präsentieren ihr Projekt beim HdBG in Augsburg und erhalten zahlreiche Werbemittel zur Veranschaulichung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Hauses.

Am Montag, den 27. Mai, wurde die Seminarsitzung des MA-Moduls "Wissenschaftliches Projekt" nach Augsburg in die Räume des Hauses der Bayerischen Geschichte verlegt. Anlass hierfür war ein Vortrag der Pressesprecherin, Dr. Andrea Rüth, über die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Hauses. So erhielten die Studierenden aus erster Hand interessante Einblicke in die Arbeitsweise des Teams. Die Referentin stellte die PR-Maßnahmen des HdBG vor, die von der Pressemitteilung über die Organisation von Pressekonferenzen bis hin zum Staatsempfang reichen. Auch die Themen Sponsoring und Budgetierung kamen zur Sprache, und anhand dessen wurde aufgezeigt, welche Werbemaßnahmen im Rahmen des finanziell Möglichen liegen. Ein bunter Strauß an druckfrischen Werbeartikeln zur derzeitigen Landesausstellung "Main und Meer" in Schweinfurt veranschaulichte die Bandbreite an kreativen Werbeideen: Plakate, Flyer, Aufkleber, bedruckte Zuckertütchen, Anstecker, Brottüten etc.

Im Anschluss an den Vortrag von Dr. Rüth stellten die Masterstudierenden des Europastudiengangs den Stand ihres Projekts zur Landesausstellung in Ingolstadt vor. Hierbei konnten offene Fragen im direkten Austausch mit Experten des Hauses geklärt werden.

Vortrag über das Management einer touristischen Destination am Beispiel Ingolstadt

Der Kongress-Manager der Stadt Ingolstadt, Dr. Jürgen Amann (rechts), stellt die Stadt als touristische Destination vor.

Mit Ingolstadt als touristischer Destination beschäftigte sich das Projektteam am 4. Juni, als der Kongressmanager der Stadt Ingolstadt, Dr. Jürgen Amann, einen Vortrag zu diesem Thema hielt. Dabei wurden unter anderem die Entwicklung der Einwohnerzahlen der Stadt Ingolstadt, ihre Wirtschaftsstruktur sowie Gästezahlen präsentiert, auf deren Grundlage ein Tourismuskonzept aufgebaut wird. Der Referent thematisierte neben statistischen Daten auch die "Wohlfühlfaktoren" der Stadt Ingolstadt, die es gerade im touristischen Bereich hervorzuheben gilt. Einen "Wohlfühlfaktor" wird 2015 sicherlich die Bayerische Landesausstellung ausmachen. Da die Studierenden dazu beitragen möchten, Ingolstadt auch für Touristen erlebbar zu machen und die Attraktivität der Stadt zu erhöhen, haben sie die Verbindung der Ausstellung mit der Innenstadt zum Ziel ihres Projektes erklärt.

"Generalprobe" für die Vernissage

Vier Mitglieder des Projektteams bei der Sprechprobe für die bevorstehende Vernissage: Adelheid Heuwieser, Jana Stöckle, Eva Vyhnalek und Mirijam Hupp (von links).

Die vorletzte Seminarsitzung im Modul "Wissenschaftliches Projekt" war der Sichtung der Rückmeldungen von zur Vernissage eingeladenen Gästen gewidmet sowie der Absprache über den Ablauf der Veranstaltung. Daran schloss sich eine Sprechprobe für die Texte an, die die Studierenden zur Präsentation ihrer Projektergebnisse vorbereitet hatten. Für diese "Generalprobe" wurde im Seminarraum eine Bühnenfläche fingiert, damit die Studierenden ihre exponierte Stellung beim Vortrag möglichst originalgetreu nachempfinden konnten. Am Ende des Seminars konnten die druckfrischen Poster bestaunt werden, die ab 9. Juli 2013 im Foyer der Universitätsaula auch der Öffentlichkeit zugänglich sein werden.

Nachbericht über die Vernissage zur Ausstellung der Projektergebnisse

Dieser Link führt zum Nachbericht über die Vernissage.