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Publikationen von Prof. Zapff

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NEUERSCHEINUNG - Leseprobe

LESEPROBE hier

SBL PRESS Atlanta 2017 ISBN 978-0-88414-230-0

Das Buch Jesus Sirach ist in den vergangenen Jahren stärker in den Fokus der alttestamentlichen Wissenschaft getreten. Bei diesem späten weisheitlichen Buch des Alten Testamentes handelt es sich um ein interessantes Zeugnis der Vermittlung alttestamentlicher Tradition(en) mit hellenistischen Einflüssen. Die Tagung dient dem Ziel, den aktuellen Stand der neueren Sirachforschung zu dokumentieren und zwar

1.   hinsichtlich des soziokulturellen und geistesgeschichtlichen Hintergrunds des Sirachbuches,

2.   hinsichtlich der philologischen und textgeschichtlichen Fragen und Probleme der einzelnen sprachlichen Fassungen des Sirachbuches (Hebräisch, Griechisch I und II, Syrisch, Vetus latina),

3.    hinsichtlich der Übersetzungsstrategien und hermeneutischen Leitlinien, wie sie sich in den griechischen, syrischen und lateinischen Texttraditionen aufzeigen lassen.

Diese vom Lehrstuhl Altes Testament Eichstätt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Professoren und Dozenten deutscher Universitäten organisierte internationale Tagung versammelt dabei Wissenschaftler, die sich durch wichtige Publikationen zum Sirachbuch auszeichnen, um diese in einen Fachdiskurs zu bringen.


Burkard M. Zapff

Zwischen Gericht und Heil

in: Welt und Umwelt der Bibel, WUB 3/2013, S. 40-45

ISBN 978-944766-40-9  ISSN 1431-2379

Das Zwölfprophetenbuch ist ein Spiegel der alttestamentlichen Prophetie

Am Ende des zweiten Kanonteils der Hebräischen Bibel - dem Nebiim ("Propheten") - steht eine Reihe von zwölf Schriften, die auch als das "Zwölfprophetenbuch" bekannt ist. Der Name zeigt das Charakteristikum dieses Werkes: Die einzelnen Schriften besitzen eigene Überschriften und auch je eigene Aussagen. Dennoch ergänzen sie sich aber alle gegenseitig.


Burkard M. Zapff

Dass ich nicht taub sei für deinen Ruf - Alttestamentliche Perspektiven, Seite 101-111.

In:Taufberufung und Weltverantwortung - 50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil, Peter Hofmann, Klaus M. Becker, Jürgen Eberle (Hrsg.), Paderborn, Ferdinand Schöningh, 2013

ISBN 978-3-506-77724-9

Taufberufung und Weltverantwortung - 50 Jahre Zweites Vatikanisches Konzil

»In der Welt, aber nicht von der Welt« (Joh 17,11.14) – Taufberufung und Weltverantwortung.

Das Zweite Vatikanische Konzil hat die sakramentale Taufberufung aller Christgläubigen als Gründungsgeschehen des christlichen Lebens neu ins Licht gerückt. Die Berufung zum Christsein, der »universale Ruf zur Heiligkeit« (vgl. Lumen gentium 32), wird damit nicht nur zum persönlichen Lebensprogramm, sondern lässt die Getauften teilhaben an der kirchlichen Antwort auf die Offenbarung. Das damit grundgelegte gemeinsame Priestertum ist zugleich von großer ökumenischer Bedeutung.

Die Herausgeber: Peter Hofmann ist Professor für Fundamentaltheologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Augsburg.Klaus M. Becker, Prälat Dr. phil., Spiritual em., ist Diözesanrichter am Erzbischöflichen Offizialat in Köln. Jürgen Eberle, Dr. phil. Lic. theol., ist derzeit in der Erwachsenenbildung und Priesterfortbildung tätig.


Athen, Rom, Jeusalem

Normentransfers in der antiken Welt

 
Eichstätter Studien:
Gian Franco Chiai, Bardo M. Gauly, Andreas Hartmann, Gerhard Zimmer, Burkard M. Zapff (Hg.)

 

Der Band widmet sich dem Problem der Normbegründung und -vermittlung in der antiken Mittelmeerwelt, mit einem Schwerpunkt im Bereich ethisch-philosophischer und religiöser Normen. Von besonderem Interesse sind in diesem Zusammenhang einerseits die Erstbegründung von Normen und ihre Legitimierung, dann aber auch die argumentative Legitimation im Kontext kultureller Transferprozesse. Gerade hier nämlich werden Normen infolge der Lösung aus ihren ursprünglichen traditionellen und sozialen Zusammenhängen prekär und bedürfen der begründenden Rechtfertigung. Im Mittelpunkt des Interesses stehen demnach nicht die Normen selbst, sondern ihre Kommunizierung in die bzw. ihre Wirksamkeit in der Lebenswelt. Besonderes Augenmerk ist hier auch auf die Veränderungen zu richten, welche Normen im Zusammenhang mit dem Transfer in einen neuen kulturellen Kontext erfahren.

Broschiert: 250 Seiten Verlag: Pustet, Regensburg; Auflage: 1 (März 2012)

ISBN-10: 3791724355; ISBN-13: 978-3791724355

 


Burkard Zapff (2010):  Jesus Sirach/[2]. 25 - 51

2010. - S. 135 - 400 (Die neue Echter-Bibel: Altes Testament; [28,2] = Lfg. 39)

ISBN: 978-3-429-02358-4 

Das Buch Jesus Sirach zählt zu den jüngsten Büchern des Alten Testamentes. Verfasst wurde es von einem jüdischen Schriftgelehrten Anfang des 2. Jahrhunderts vor Christus. Nachdem es über lange Zeit hinweg eher stiefmütterlich bedacht wurde, wird ihm in der jüngeren Forschung wieder erhöhte Aufmerksamkeit zuteil. So handelt es sich hier nicht nur um ein spannendes Zeugnis später alttestamentlicher Weisheitsliteratur, sondern auch des jüdischen Ringens um seine Identität angesichts des neuen hellenistischen Zeitgeistes, der im 2. Jahrhundert vor Christus mehr und mehr überkommende Welt- und Glaubensvorstellungen des Judentums in Frage stellte. Dieses Ringen wird nicht zuletzt im Umgang Sirachs mit vielfältigen praktischen Themen und Lebensproblemen deutlich, so zum Beispiel das rechte Verhalten bei einem Weingelage , die an gemessene Erziehung der Kinder, die Wertschätzung des Arztes, das richtige Verhalten angesichts des Todes und die Besinnung auf die eigene Glaubensgeschichte anhand herausragender Gestalten.

Burkard Zapff (2006): Jesaja/[4]. Jesaja 56 - 66

2006. - S. 343 - 444 (Die neue Echter-Bibel / Altes Testament ; [29,4] = Lfg. 37)

ISBN 3-429-02338-6 - 978-3-429-02338-6

Jes 56-66 bildet als "Tritojesaja" bzw. tritojesajanische Sammlung den Schluß des Jesajabuches. Es handelt sich dabei um vornehmlich schriftgelehrte prophetische Fortschreibungen des 6.-4. Jahrhunderts v. Chr., die in engen Zusammenhang mit der Entstehung des Jesajabuches als Ganzem stehen. Die Texte geben einen interessanten Einblick in die Hoffnungen, Sehnsüchte und Probleme der nachexilische Tempelgemeinde in Jerusalem. Der Kommentar arbeitet dabei unter Berücksichtigung des neuesten Forschungsstandes vor allem das theologische Kerygma heraus.

Burkard Zapff (2001): Jesaja II, 40-55, Kommentar zum Alten Testament mit der Einheitsübersetzung

2001. - S. 219 - 342 (Die neue Echter-Bibel / Altes Testament ; [29,3] = Lfg. 36)

ISBN 3-429-02314-9

In dem aus der Spätzeit des babylonischen Exils stammenden, als "Deuterojesaja" bezeichneten Abschnitt Jes 40-55 steht vor allem die neue, heilvolle Zuwendung Jahwes zu seinem Volk im Vordergrund. Dabei wird unter Anknüpfung an vorgegebene Glaubensinhalte ein Bild des Gottes Israels entwickelt, der als Schöpfer auch die Weltgeschichte lenkt, so daß Israel allen Grund hat, neu auf seinen Gott zu vertrauen. Diese Prophetie wirkt bis in das Neue Testament hinein, wenn dort das Christusgeschehen mit der hier verkündeten Zuwendung Jahwes in Zusammenhang gebracht wird und die geheimnisvolle Gestalt des Gottesknechtes in Deuterojesaja als Deutungskategorie von Leben und Sterben Jesu dient.
Neben der komplexen Entstehungsgeschichte stellt der vorliegende Kommentar daher vor allem die theologische Aussage der Texte heraus.