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Pilotprojekt: Syriac Rum-Orthodox Manuscripts (SYRUM)

Seit 2016 unterhält die Forschungsstelle Christlicher Orient Beziehungen zur Universität Balamand. Ansprechpartner ist Dr. Elie Dannaoui, Begründer und Leiter des ersten Instituts für "Digital Humanities" in der arabischen Welt; das Institut ist dem Vizepräsidenten der Universität zugeordnet. Die Universität Balamand wurde seit den 80er Jahren als Hochschule in Verantwortung des rum-orthodoxen Patriarchates von Antiochien aufgebaut. In kurzer Zeit hat sie sich zu einer anerkannten Institution entwickelt und behauptet längst einen festen Platz in der Bildungslandschaft des Libanon. Die konfessionelle Prägung zeigt sich nicht bloß in Äußerlichkeiten, sondern auch darin, dass eine ganzheitliche Bildung angestrebt sowie die besondere soziale Verantwortung betont und gelebt wird.

In Zusammenarbeit mit Dr. Dannaoui - der zu diesem Behufe bereits zweimal zu Gesprächen mit der FSCO in Eichstätt war - beschäftigt sich die FSCO mit der Bewahrung und wissenschaftlichen Erschließung des bislang weithin unbekannten syrischsprachigen Teiles des rum-orthodoxen Glaubens- und Kulturerbes.

Dafür ist die FSCO gemeinsam mit Dr. Dannaoui im Rahmen eines Pilotprojektes tätig. In einem ersten Arbeitsschritt wird das schriftlich hinterlassene Erbe der rum-orthodoxen Gemeinschaft gesichert, indem die Handschriftenbestände in kirchlichem und privatem Besitz sowie die in den Klöstern lagernden Archivmaterialien digitalisiert werden. Seitens der FSCO wurde Dr. Andreas Ellwardt mit der Durchführung dieses Vorprojektes betraut. Unterstützt wird er dabei von Wolfgang Dickhut, M.A. Es handelt sich um die erste Phase eines Gesamtvorhabens, in dessen weiteren Verlauf auch das architektonische, künstlerische, musikalische Erbe sowie der Bereich der "oral history" (einschließlich Dialekte und Folklore) erfasst und erschlossen werden sollen.

Unterstützt und gefördert wurde dieses Pilotprojekt aus finanziellen Mitteln der Diözese Eichstätt.