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16.09.19

Engagement für Wiederaufforstung: Prof. Dr. Groß erhält philippinischen Laudato-Si‘-Award

Die philippinische Organisation „Kinder der Mutter Erde“ zeichnet Prof. Dr. Engelbert Groß, emeritierter Inhaber des Lehrstuhls für „Didaktik der Religionslehre, für Katechetik und Religionspädagogik“ an der ThF der KU, mit ihrem Laudato Si‘-Award aus. Gewürdigt wird damit sein Engagement, durch das eine Fläche von 7,5 Hektar im Osten von Manila mit mehreren tausend Bambus-Setzlingen bepflanzt werden konnte.


Prof. Dr. Engelbert Groß (rechts im Bild) warb unter anderem im Jahr 2016 bei der Vortragsreihe „Laudato Si' - Die päpstliche Enzyklika im Diskurs für eine Große Transformation“ für das Wiederaufforstungsprojekt in Manila. Als Gast von „missio“ und des Referates Weltkirche im Bistum Eichstätt berichtete bei der Veranstaltung auch der philippinische Bischof Valentin Cabbigat-Dimoc (vordere Reihe, Mitte) über öko-soziale Fragen in seiner Heimat. (Foto: Schulte Strathaus/upd)

Der Steyler-Missionar Pater Dr. Benigno Beltran ist Initiator des Aufforstungsprojektes. (Foto: Groß/upd)

Mit Aufforstungsarbeiten gehen die Bewohner des philippinischen Marikina Gebietes gegen die Folgen von Sturzfluten und Dürren sowie unkontrollierte Abholzung an. (Foto: Groß/upd)

Die notwendigen Gelder dafür kamen bei zahlreichen Aktionen zusammen, die Professor Groß in den vergangenen vier Jahren in Eichstätt unter dem Titel „Laudato Si‘ konkret – Bambus-Wunder in Eichstätt“ veranstaltete. Projekt-Partner waren unter anderem Eichstätter Schulen, die Pfarrgemeinde Rebdorf, die Weltbrücke sowie das Laudato Si-Projekt der KU unter Leitung von Prof. Dr. Ulrich Bartosch. „Der Preis repräsentiert somit viele Mitwirkende“, betont Groß.

Die Folgen des Klimawandels bekommen die Bewohner des philippinischen Marikina-Gebietes in ihrem Alltag unmittelbar zu spüren: Sturzfluten und Dürren bringen die Menschen – verstärkt durch eine unkontrollierte Abholzung von Bäumen – in existentielle Not. Bambus-Aufforstungen ermöglichen dem indigenen Volk der Dumagat eine neue Existenzgrundlage und Empowerment, sie sind lebensrettend. Das Bambus-Aufforstungsprojekt initiierte der philippinische Steyler-Missionar Pater Dr. Benigno Beltran. Es verbindet ökologische, ökonomische sowie sozio-kulturelle Nachhaltigkeit und Transformation.

Als „Kinder der Mutter Erde“ kooperieren auf den Philippinen eine ökologisch orientierte Jugendorganisation und eine Gruppe darstellender Künstler. Sie wirken als „Botschafter des Friedens und der Umwelt“ der Katholischen Bischofskonferenz der Philippinen in Kirche und Gesellschaft hinein. Die Gruppe setzt sich zusammen aus jungen Menschen, die am Smokey Mountain, der großen Müllhalde Manilas, unter prekärsten Umständen aufgewachsen sind. Durch Tänze und Rituale indigener Völker der Philippinen rufen sie zum Schutz der Schöpfung auf und engagieren sich u. a. durch Aufforstungsprojekte. Begleitet werden sie dabei von Pater Beltran.