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Interkonfessionelle Tagung vom 9.10.-11.10.2013

Kongress 2013: Zwischen Religion und Religiosität

"Zwischen Religion und Religiosität. Herausforderungen für Religionsunterricht und kirchliche Jugendarbeit durch ungebundene Religionskulturen"

Veranstalter: Prof. Dr. Ulrich Kropač / Prof. Dr. Uto Meier / AOR Klaus König

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Vom 07. bis 09.10.2010 fand an der KU Eichstätt-Ingolstadt das internationale und interdisziplinäre Forschungssymposion "Jugend - Religion - Religiosität" statt, das sich mit Resultaten, Problemen und Perspektiven der aktuellen Religiositätsforschung beschäftigte. Der 2012 erschienene Kongressband fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und spitzt sie in einem eigenen Kapitel zu Thesen zu, die sich als Wegweiser für künftige Entwicklungen im Feld religiöser Bildung und kirchlicher Jugendarbeit verstehen. Wenn diese Thesen richtig sind, ergeben sich aus ihnen Fragen, wie sich die Praxis in diesen Feldern zu verändern hat.

Solche Fragen sind beispielsweise:

• Wird - weil Religion und Religiosität in der Postmoderne immer weiter auseinander treten - der Religionsunterricht der Zukunft ein Religiositätsunterricht sein?

• Wo situieren sich kirchliche Jugendarbeit und Sakramentenkatechese im Spannungsfeld zwischen einer immer stärker individualisierten Religiosität junger Menschen und dem Christentum als einer Religion, die sich zentral von Bekenntnissen, Lehrinhalten, normierten rituellen Vollzügen und umschriebenen Glaubensgemeinschaften her versteht?

• Welche Konsequenzen hat der veränderte Umgang junger Leute mit Religion, nämlich die Rezeption und Artikulation von Religion in ästhetischen und multimedialen Formaten, für den Religionsunterricht und die kirchliche Jugendarbeit?

• Wie stellt sich die Situation bestimmter nichtchristlicher Gruppierungen dar: junger Muslime in der Spannung zwischen religiöser Individualisierung und Identifizierung mit dem Islam einerseits, Jugendlicher aus den neuen Bundesländern mit Tendenzen zu säkularer Religiosität andererseits?

Der Eichstätter Kongress 2013 setzt das Symposion von 2010 fort, indem er die praktische Relevanz der dort entwickelten theoretischen Konstrukte im Spannungsfeld von Jugend, Religion und Religiosität thematisiert.

Aus diesem Grund waren neben Wissenschaftler(inne)n aus den Bereichen Religionspädagogik und Pastoraltheologie bzw. Praktische Theologie beider Konfessionen vor allem Verantwortungsträger(innen) sowie Mitarbeiter(innen) im Bereich religiöser Bildung und Jugendarbeit eingeladen, die in kirchlichen Einrichtungen (Ordinariaten, Schulabteilungen, Referaten für kirchliche Jugendarbeit, Bildungshäusern etc.) tätig sind. Darüber hinaus waren interessierte Multiplikator(inn)en (z. B. in religionspädagogischen/katechetischen Instituten, Einrichtungen für Lehrerfortbildung) herzlich willkommen.