Projekt „Wissenschaft in Bewegung“

WiB

Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, das Bürgerhaus der Stadt Ingolstadt und die Tageszeitung Donaukurier führen vom 1. Oktober 2020 bis 31. März 2021 das Kooperationsprojekt „Wissenschaft in Bewegung“ zur Stärkung der Bürgerbeteiligung in der Wissenschaftskommunikation durch. Gefördert wird das Projekt im Rahmen der Förderlinie „Innovative analoge und digitale Partizipationsformate“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Projektziel

Das Projekt zielt darauf ab, Bürger*innen aktiv an der Vermittlung von Wissenschaft in die Praxis zu beteiligen. Ziel ist es, aktuelle regionale Themen und Fragestellungen direkt in die Universität einzubringen. In einer „Bürgerredaktion“ können diese Themen dann gemeinsam von Bürgern, Journalisten und Forschenden bearbeitet werden. Hierzu können Videos und Zeitungsberichte erstellt werden, die u.a. im Internet und im Donaukurier veröffentlicht werden. Durch die aktive Beteiligung von Bürger*innen während des gesamten Prozesses soll erreicht werden, dass sich die Vermittlung von Wissenschaft stärker an praktischen Themen in der Region orientiert und dabei alltagsnäher und verständlicher wird.

Wissenschaftliche Erkenntnisse können durch die Darstellung ihres Mehrwerts für die Praxis eine hohe Bedeutung für die künftige gesellschaftliche Entwicklung haben. Dies betrifft nicht zuletzt auch die regionale Situation. Voraussetzung hierfür ist, dass die Erkenntnisse aus der Wissenschaft sachlich korrekt und verständlich vermittelt werden. Die aktive Beteiligungsmöglichkeit in einer Bürgerredaktion soll dazu beitragen, und sie soll zugleich die Relevanz der Wissenschaft für die Gesellschaft verbessern.

Kooperationspartner

Entscheidend für die Durchführung des Projektes ist die enge Zusammenarbeit der Katholischen Universität mit dem Bürgerhaus der Stadt Ingolstadt und der Tageszeitung Donaukurier.

Durch die Kooperation von Universität und Tageszeitung kann journalistische Expertise direkt in die Bürgerredaktion einfließen. Zudem bietet der Donaukurier eine Plattform, um die von den Bürgern verfassten Beiträge zu veröffentlichen.  Das Bürgerhaus ist eine in der Region etablierte Einrichtung und Treffpunkt für unterschiedliche Generationen und Kulturen. Die Einrichtung bildet daher eine ideale Schnittstelle zwischen der Universität und der Bürgerschaft, um mit verschiedenen Initiativgruppen ins Gespräch kommen.

Aktuelles

Pressekonferenz zum Projektstart

Projektpartner
Die Projektpartner (von links): Dr. Verena Gutsche (Bürgerhaus), Felix Bornheim und Katrin Poese (beide KU), Stefan König (Donaukurier), Peter Ferstl (Bürgerhaus), Dr. Thomas Metten (KU).

Am 3. November waren wir in der Pressekonferenz der Stadt Ingolstadt zu Gast, um gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern das Projekt „Wissenschaft in Bewegung“ vorzustellen. Vielen Dank für die Einladung. Das Interesse der anwesenden Pressevertreter*innen war groß. Es gab zahlreiche interessierte Nachfragen, zum Beispiel danach, wer sich beteiligen kann und wann die Bürgerredaktion startet.

Aktuell befinden wir uns in der Startphase des Projektes. In dieser Phase steht das  „partizipatives Agenda-Setting“ im Vordergrund. Das bedeutet: Wir sammeln Themen und Fragen von Bürgerinnen und Bürgern aus der Region ein. Auf diesem Weg entsteht eine Themensammlung, die als Grundlage der Arbeit in der Bürgerredaktion dient.

Welche Themen beschäftigen Sie, wenn Sie an die Zukunft der Region denken?

In einer kurzen Online-Umfrage können Sie Ihre Gedanken und Fragen dazu eintragen. Zur Umfrage geht es hier entlang: unter www.kurzelinks.de/wib

Zukunftsforum Wissenschaftskommunikation

Bernd Sibler
Wissenschaftsminister Bernd Sibler begrüßte die rund 120 Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet zum Zukunftsforum in einer Videogrußbotschaft.

„Die Bedeutung einer gelungenen Wissenschaftskommunikation ist heute so groß wie nie zuvor. Das wird uns in der Pandemie nahezu tagtäglich bewusst,“ betonte Wissenschaftsminister Bernd Sibler in einer Videogrußbotschaft am 4. März 2021 zur Eröffnung des Zukunftsforums Wissenschaftskommunikation an der KU. Die Online-Veranstaltung fand im Rahmen des Projektes „Wissenschaft in Bewegung“ statt, das seit dem vergangenen Herbst an der KU durchgeführt wird.

Ziel des Projektes ist es, die Vermittlung von Wissenschaft stärker partizipativ zu gestalten. Während Bürgerinnen und Bürger in der Wissenschaftskommunikation traditionell zumeist als Laien wahrgenommen werden, die über wenig Vorwissen verfügen, dreht das durch das Bundeministerium für Wissenschaft und Forschung (BMBF) finanzierte Projekt diese Perspektive um. Zum Zukunftsforum stellten die Initiatoren des Projektes vor, wie Bürgerinnen und Bürger ihr Wissen über regionale Herausforderungen einbringen und aktiv an der Vermittlung von Wissenschaft beteiligt werden können.

Hier geht's zum vollständigen Bericht des Zukunftsforums Wissenschaftskommunikation.

Arbeitspapier "Responsive Wissenschaftskommunikation" veröffentlicht

Modell ReWiKo

Die Ergebnisse und Erfahrungen des BMBF-Projektes "Responsive Wissenschaftskommunikation" wurden abschließend in einem Arbeitspapier der Stabsabteilung für Bildungsinnovation und Wissenstransfer gebündelt. Mit dem Arbeitspapier startet die Stabsabteilung eine neue Publikationsreihe, die Einblicke in Arbeitsweisen und in die Erprobung innovativer Formate gibt, um diese mit anderen Hochschulen und transferorientierten Akteuren bundesweit zu teilen.

Das Arbeitspapier zur Responsiven Wissenschaftskommunikation vermittelt Erfahrungen bei der Realisierung der Beteiligungmodule "Partizipatives Agenda Setting" und "Bürgerredaktion". Es stellt das im Rahmen der Erprobung dieser innovativen Formate entwickelte Modell vor und diskutiert Herausforderungen und Möglichkeiten, die sich hieraus für Partizipation in der Wissenschaftskommunikation ergeben.

Das Arbeitspapier steht hier zum Download zur Verfügung.

Leitfaden & Toolbox für Bürgerredaktionen

Cover WiB Leitfaden

Mit Abschluss des Projektes "Wissenschaft in Bewegung" ist der Leitfaden zur "Partizipativen Wissenschaftskommunikation" erschienen. Im Leitfaden werden die Ziele des Projektes kurz und knapp vorgestellt, Vor diesem Hintergrund erfolgt eine praxisorientierte Einführung in die beiden Beteiligungsmodule "Partizipatives Agenda-Setting" und "Bürgerredaktionen". Der Fokus der Broschüre liegt dabei darauf, die Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Projekt anderen Redaktionen und Abteilungen für Hochschulkommunikation zur Verfügung zu stellen. Gebündelt mit einer ganzen Reihe von Tipps und Tricks zur Umsetzung, Hinweisen, die es im Vorfeld, aber auch bei der Nachbereitung zu berücksichtigen gilt, führt der Leitfaden somit in die Möglichkeiten der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an der Wissenschaftskommunikation ein.

Der Leitfaden steht online hier zum Download zur Verfügung.

Die gedruckte Broschüre des Leitfaden senden wir Ihnen auf Anfrage gerne zu. Eine kurze E-Mail an wib(at)ku.de genügt.

Beiträge der Bürgerredaktion

Die Beiträge der Bürgerredakteurinnen und Bürgerredakteure sind seit November 2020 im Rahmen des Projektes "Wissenschaft in Bewegung" entstanden. Die Redaktionssitzungen fanden im Abstand von zwei Wochen unter Beteiligung von Personen aus Hochschulkommunikation und Journalismus statt. Seit Februar 2020 erscheinen die Beiträge in regelmäßigen Abständen in der Regionalzeitung DONAUKURIER. Zugleich werden die Beiträge nach Erscheinen auf hier dokumentiert.

Lust auf Zukunft

Ein Beitrag von Bürgerredakteur Henning Adickes zu Nachhaltigkeit in der Region Ingolstadt

„An der Donau tut sich was"

Bürgerredakteurin Carmen Effinger recherchiert: Gute Konzepte für das Leben am Fluss

„Es braucht nicht viel, um anzufangen"

Nachhaltiges Handeln beginnt im Kleinen – auch in Eichstätt gibt es viele Möglichkeiten

Weitere Informationen zum Projekt

Dr. Thomas Metten

Projektleiter „Wissenschaft in Bewegung“
Stabsabteilung Bildungsinnovation und Wissenstransfer
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

E-Mail: thomas.metten(at)ku.de

BMBF WiB

Das Projekt "Wissenschaft in Bewegung" wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.