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Preis der Innovativen Hochschule

Transferpreis – Ehrenamtliches Engagement

Der Transferpreis in der Kategorie Ehrenamtliches Engagement geht an Sina Schweiger für ihr außerordentliches Engagement für die Seniorinnen und Senioren der Stadt Eichstätt.

Sina Schweiger studiert Musik im Rahmen ihres Studiums für das Lehramt an Grundschulen und ist daneben studentische Hilfskraft an der Professur für Musikpädagogik und Musikdidaktik.
In Eigeninitiative hat sie im Wintersemester 2018/19 ein bewegendes, soziales Projekt mit dem Titel
„LEBENS(K)LANG“ initiiert. Dabei handelt es sich um eine partizipatorisch angelegte Konzertreihe, die Sina Schweiger eigenverantwortlich für die Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Eichstätter Altenheime in regelmäßigen Abständen organisiert.

Für das musikalische Programm akquiriert Sina Schweiger weitere Studierende, die solistische Beiträge, Sprechtexte oder Musikstücke in kleiner Besetzung vortragen und somit den in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen musikalische Teilhabe vor Ort ermöglichen. Die Konzerte werden dabei individuell angepasst sowie jahres­zeitlich oder mottobezogen ausgestaltet. Programmhefte mit zielgruppenspezifischer Gestaltung enthalten unter anderem Lieder zum Mitsingen und ermöglichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Gästen die Mitwirkung.

Über die sehr persönlich adressierten Konzerte und den gemeinsamen Austausch werden in beeindruckender Weise generationsübergreifende Brücken geschlagen und der Lebensalltag im Seniorenheim bereichert. Gleichzeitig wird das Studium anwendungsorientiert ausgestaltet und ein den Grundwerten der Hochschule entsprechendes „Service Learning“ verwirklicht, das die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt im Sinne der „Third Mission“ mit dem oftmals vernachlässigten Seniorenspektrum der umliegenden Bevölkerung vernetzt.

Transferpreis – Wissensmanagement

Den Transferpreis in der Kategorie Wissenschaftskommunikation erhält Dr. Robert Steinhauser für seine erfolgreiche Repräsentation der Forschung an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt bei Science Slams in ganz Deutschland.

Science Slams sind Abendveranstaltungen, bei denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Forschungsarbeit in Form von unterhaltsamen Kurzvorträgen einem Laienpublikum präsentieren. Robert Steinhauser arbeitet am Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie und befasst sich in seiner neurowissenschaftlichen Grundlagenforschung mit Prozessen der Kognitiven Kontrolle. Mit spannenden Vorträgen schafft er es seit Jahren, sein Publikum auch für komplexe Themen zu begeistern.

Dazu vergleicht er beispielsweise seine psychophysiologische Forschung mit der seines fiktiv-historischen Vorgängers Dr. Frankenstein (der seine Experimente bekanntlich an der „University of Ingolstadt“ durchgeführt hat), erklärt, wie er künstliche Intelligenz einsetzt und misst zur Visualisierung live auf der Bühne seine eigenen Hirnströme.

Seine Karriere als Science Slammer begann im Jahr 2017 mit einem Sieg beim ersten Science Slam der KU. Es folgten Auftritte und Siege bei Science Slams u. a. in München, Stuttgart und Dortmund. 2018 präsentierte er außer Konkurrenz seine Forschungsarbeit dem Plenum des Digitalgipfels der Bundesregierung.
Den vorläufigen Höhepunkt seiner Betätigung in diesem Bereich stellt seine diesjährige Teilnahme an der Süddeutschen Science Slam Meisterschaft dar. Ergänzend dazu experimentiert Steinhauser auch mit anderen Formen der Wissenschaftskommunikation. Mit Kolleginnen und Kollegen vom Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie hat er in den vergangenen Jahren mehrere interaktive Ausstellungsstände zur Forschung des Lehrstuhls für Tage der offenen Tür und die örtliche „Lange Nacht der Wissenschaft“ konzipiert.

Transferpreis – Wissensmanagement

Mit dem Transferpreis in der Kategorie „Wissensmanagement“ wird das Netzwerk „fairEInt – Ini­tiative nachhaltige Region Eichstätt“ ausgezeichnet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Marie Döpke, Ina Limmer, Natalia Velasquez Rios und Christian Meier sowie die studentischen Initiativen Amnesty International Hochschulgruppe Eichstätt, Arbeitskreis Foodsharing und die Freie Gartengruppe Kapuzinergarten Eden  sowie das Umweltreferat des Studentischen Konvents erhalten in Vertretung für alle Mitwirkenden von fairEInt diese Auszeichnung.
Inter- und transdisziplinär setzt sich die Gruppe für die Zusammenführung, den effizienten Umgang mit und die Verbreitung von bestehendem Wissen für eine nachhaltigere lokale und regionale Entwicklung ein. Mit dem Netzwerk fairEInt generieren sie eine Austauschplattform von Wissen, Erfahrungen, relevanten Methoden und Strategien.

Christian Meier ist Wissenschaft­licher Mitarbeiter und Referent für das Projekt „Laudato Si‘ – Die päpstliche Enzyklika im Diskurs für eine Große Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit“ bei Prof. Dr. Ulrich Bartosch (Professur für Pädagogik).

Marie Döpke ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Fortbildungen in Bildung für nachhaltige Entwicklung in Bayern (FOLE-BNE_Bay)“ bei Prof. Dr. Ingrid Hemmer (Professur für Didaktik der Geographie). Außerdem engagiert sie sich im Vorstand der Welt-Brücke Eichstätt.

Ina Limmer ist als Assistentin der Nachhaltigkeitsbeauftragten der KU, Prof. Dr. Ingrid Hemmer, und in dieser Funktion u. a. zuständig für den Masterstudiengang „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ und die Umsetzung des Nachhaltigkeitsgesamtkonzeptes der KU.

Natalia Velasquez Rios ist Doktorandin an der Professur für Geschichte Lateinamerikas von Prof. Dr. Thomas Fischer. Sie hat die Netzwerkgründung initiiert.

Die genannten Studierendengruppen verknüpfen die Schwerpunkte ihrer Initiativen gewinnbringend mit Themen einer nachhaltigen Regionalentwicklung in der Praxis und bereichern so den Diskurs innerhalb des Netzwerkes. Die genannten Angehörigen der KU sind, wie die weiteren rund zwanzig bei fairEInt mitwirkenden Gruppen, Institutionen und Privatpersonen, bereits in verschiedenen Bereichen einer nachhaltigen Entwicklung stark engagiert.

fairEInt schafft es, zahlreiche Nachhaltigkeitsakteure Eichstätts und ihr Wissen zusammenzuführen und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern auf eine nachhaltige und zukunftsorientierte Stadt und Region hinzuwirken. fairEInt gelingt Wissensmanagement mit zivilgesellschaftlichem Impact und Dialog im Zusammenspiel von Universität und regionaler Gesellschaft.

In partizipativem Stil sammelte fairEInt im Oktober die Ideen, Sorgen, Visionen der Eichstätter Bürgerinnen und Bürger in Bezug auf ein nachhaltigeres Eichstätt in einer öffentlichen Aktion auf dem Marktplatz ein. Die
Expertise von 40 engagierten Eichstätter Bürgerinnen und Bürgern aus den verschiedensten gesellschaftlichen Bereichen führte fairEInt in einem Expertengespräch im November zusammen. An der Organisation dieser beiden Veranstaltungen waren Christian Meier, Marie Döpke und Ina Limmer maßgeblich und mit großem Engagement beteiligt. Durch diese und andere Aktivitäten möchte fairEInt weiterhin und verstärkt neue Allianzen der Zusammenarbeit für erfolgreiches Zukunftsengagement hin zu mehr Nachhaltigkeit ermöglichen. Durch die Zusammenführung und die Analyse relevanten Wissens fördert fairEInt vernetztes Denken und entwickelt neue Denk- und Lösungsansätze sowie innovative Ideen.