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Preise

Seit 1992 vergibt die Maximilian-Bickhoff-Universitätsstiftung am jährlichen Dies Academicus der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt Preise für hervorragende Studienabschlüsse, um besonderen Leistungen im Studium sichtbare Anerkennung zu gewähren und zu weiteren Anstrengungen in Wissenschaft und Beruf zu ermutigen.

 


In 2018 ging der Preis für besondere Leistungen im Studium zu gleichen Teilen an

Frau Frederica Frank und Herrn Stephan Fouquet:

 

 

 

 

 

 

                  Frederica Frank

 

erhielt einen Preis für ihr besonderes Engagement im Rahmen ihres Masterstudiums in Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marktorientierte Unternehmensführung, das sie mit Auszeichnung und als Beste ihres Semesters abgeschlossen hatte.

Während ihres Studiums an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der KU zog es Frederica Frank immer wieder ins Ausland. So absolvierte sie studienbegleitende Aufenthalte an Partneruniversitäten in Litauen, Japan und China. Parallel zum Studium engagierte sie sich in verschiedenen Organisationen. Dabei hat sie unter anderem Aufgaben in der studentischen Organisation „DenkNachhaltig! e.V.“ übernommen und war hier an der Organisation des „Dialogue on Sustainability“ beteiligt. Während mehrerer Semester übernahm sie als ehren­amtliche Tutorin die Betreuung von Austauschstudierenden. Hierbei hat sie die internationalen Studierenden bei administrativen Schritten sowie beim Einleben in Ingolstadt unterstützt und stand ihnen als Ansprechpartnerin zur Seite.

Um im Rahmen des Studiums erlerntes theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen, hat Frederica Frank zusätzlich als Werkstudentin und Praktikantin in verschiedenen Industrieunternehmen kontinuierlich wertvolle Praxiserfahrung gesammelt.

Frederica Frank wurde 1991 in Heilbronn geboren. Nach dem Abitur absolvierte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer gerontopsychiatrischen Tagespflegeeinrichtung, bevor sie ihr Bachelorstudium im Bereich Wirtschaftsrecht an der Universität Hamburg aufnahm. 2015 begann Frederica Frank schließlich ihr Masterstudium in Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt marktorientierte Unternehmensführung an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, das sie im Frühjahr 2018 erfolgreich abschloss. Seit Juni 2018 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement von Prof. Dr. Jens Hogreve. Hier erforscht sie im Rahmen eines vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderten Forschungsprojekts gesellschaftliche Aspekte des automatisierten Fahrens.

 

 

 

 

 

 

 

                      Stephan Fouquet

 

Die Inhalte des Forum K'Universale und der KU-Wintervortragsreihe zeigen die aktuelle Popularität des Populismus als Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. Bislang weitgehend unerforscht, tagespolitisch aber relevanter denn je (siehe USA, Italien oder Brasilien) ist der Einfluss des Populismus auf Außenpolitik. Diese Thematik ergründete Stephan Fouquet in seiner Masterarbeit, die von Prof. Dr. Klaus Brummer betreut, und für die er nun mit dem Preis der Maximilian-Bickhoff-Universitätsstiftung ausgezeichnet wurde.

Zwei Dimensionen werden in der Arbeit besonders deutlich. Einerseits können populistische Regierungschefs komplexe außenpolitische Themen als einen dualen lnteressenskonflikt zwischen „dem Volk“ und einer (inter-)nationalen „Elite“ wahrnehmen und sich kompromisslos für die Präferenzen „ihres“ Volkes einsetzen. Andererseits dient eine entsprechend polarisierende und bewusst undiplomatische Rhetorik auch der Mobilisierung breiter innenpolitischer Unterstützung. Mit deren Legitimation kann die (außenpolitische) Entscheidungsgewalt gezielt an der Spitze der Exekutive zentralisiert werden. Beide Dimensionen stehen in einem Spannungsverhältnis, das die Interpretation typischer populistischer Handlungsmuster erschwert: Geht es Regierungschefs bei Konflikten mit multilateralen Organisationen tatsächlich um (ihre subjektive Idee) eines „wahren“ Volkswillen oder verfolgen sie letztendlich eher eine strategische Personalisierung ihrer Regie-rungsmacht? Dieser Frage widmet sich Fouquet weiterhin.

Stephan Fouquet (geb. Ernst) wurde 1989 in Kronach geboren. Nach dem Abitur 2008 und einer Ausbildung zum Fachmann für Systemgastronomie in Straubing studierte er seit 2011 BA International Management in Deggendorf und Buenos Aires sowie von 2015 bis 2017 im Master Internationale Beziehungen an der KU. Praxiserfahrung sammelte er bei Lufthansa in Frankfurt und bei den Think Tanks FIEL in Buenos Aires und SWP in Berlin. Daneben engagierte er sich in Eichstätt bei der christlichen Hochschulgruppe der Studentenmission Deutschland. Seit 2018 arbeitet er als Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung an einer Dissertation zu außenpolitischen Entscheidungsprozessen populistischer Regierungschefs und ist am Lehrstuhl für Internationale Beziehungen tätig.