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Aktuelle Ausschreibungen: Forschungsvorhaben

BMBF: Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben zur  |Digitalisierung in der kulturellen Bildung
BMBF: Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben zur  |Digitalisierung in der kulturellen Bildung

Kulturelle Bildung umfasst sowohl die eigene produktive und kreative Auseinandersetzung mit den Künsten als auch die aktive Rezeption von Kunst und Kultur. Dabei verbindet sie kognitive, emotionale und gestalterische Handlungsprozesse. Kulturelle Bildung vermittelt zum einen künstlerisch-kreative Fertigkeiten. Zum anderen ermöglicht sie Bildungserfahrungen in zahlreichen weiteren Bereichen, beispielsweise bezogen auf soziale und emotionale Aspekte. Auch stellt sie wichtige Ressourcen zur Reflexion gesellschaftlicher Herausforderungen bereit. Kulturelle Bildung ist damit ein wichtiger Bestandteil der allgemeinen Bildung und des lebenslangen Lernens.

Die Digitalisierung mit ihren tiefgreifenden gesellschaftlichen und kulturellen Effekten bedingt auch für die kulturelle Bildung Veränderungen, die in ihren Konsequenzen und Potenzialen bislang weitgehend unerforscht sind. Beispielsweise stellt sich die Frage, inwiefern sich ein wechselseitiges Verhältnis zwischen veränderten ästhetischen Wahr­nehmungs-, Produktions- und Konsummodi und Prozessen der kulturellen Bildung beschreiben lässt. Thematisch steht die kulturelle Bildung vor der Herausforderung des Umgangs mit neuartigen gesellschaftlichen Themenstellungen und Problemlagen. Die Bedeutung von im Kontext der Digitalisierung entstandenen künstlerischen Praktiken für die kulturelle Bildung bedarf ebenso der wissenschaftlichen Auseinandersetzung wie die diesbezügliche Relevanz informeller Selbstlernprozesse im Internet.

Bildungspolitisch stellt sich vor diesem Hintergrund die Frage nach der Rolle kultureller Bildung in einer durch Digi­talisierung geprägten Gesellschaft sowie nach angemessenen Formen ihrer zukünftigen Ausgestaltung und Förderung. Um die für die Klärung dieser Fragen notwendige Grundlagenforschung zu ermöglichen, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) interdisziplinäre Forschungsvorhaben. Ziel der Forschungsförderung ist die Bereitstellung wissenschaftlicher Erkenntnisse zu den durch die Digitalisierung bedingten und erforderlich gewordenen Transformationen kultureller Bildung.

Gefördert werden Vorhaben, die sich durch einen bildungswissenschaftlich fundierten und in den Diskursen kultureller Bildung verankerten interdisziplinären Forschungsansatz auszeichnen und dabei die Auswirkungen des digitalen Wandels auf die kulturelle Bildung auf der Grundlage einschlägiger Theoriebildung (insbesondere aus den Bildungs-, Kultur-, Kunst-, Medien- und Sozialwissenschaften) mittels quantitativer und/oder qualitativer sozialwissenschaftlicher Methoden empirisch untersuchen. Dies kann auch den Einsatz innovativer Erhebungsmethoden, beispielsweise aus der Online-Forschung, einschließen. Die gegenstandsadäquate Einbeziehung wissenschaftlicher Expertise aus der Informatik, den Software Studies oder verwandten Disziplinen ist möglich.

Geförderte Forschungsvorhaben sollen sich in folgenden Themenbereichen zur kulturellen Bildung verorten und Erkenntnisse zu einer oder mehreren der folgenden Fragen generieren:

  • Inhalte und Themenstellungen

    • Verändern sich die künstlerisch-ästhetischen Inhalte kultureller Bildungsangebote im Zuge der Digitalisierung?
    • Welche Chancen und Herausforderungen bestehen im Kontext kultureller Bildung für die Reflexion digitalisierungsbedingter Entwicklungen in Kultur und Gesellschaft?

  • Bildungs- und Lehr-Lernprozesse

    • Wie wirken sich im Zuge der Digitalisierung veränderte Formen künstlerischer Produktion und Ästhetik auf die Lehr-Lernprozesse kultureller Bildung aus?
    • Wie haben sich ästhetische Wahrnehmungs- und Rezeptionsmuster und -prozesse durch digitale Technologie gewandelt und welche Chancen und Herausforderungen entstehen dadurch für die kulturelle Bildung?
    • Welche Bedeutung haben im Kontext der Digitalisierung Selbstaneignungsprozesse für die kulturelle Bildung und wie lassen sie sich empirisch beobachten und beschreiben?

  • Teilhabe und Zugänge

    • Welche Implikationen haben Digitalisierungsprozesse mit Blick auf die Teilhabe an kultureller Bildung (künst­lerisch-kreativ und aktiv rezeptiv)?
    • Welche Herausforderungen und Potenziale ergeben sich hieraus für Akteure im Praxisfeld der kulturellen Bildung bei der Sicherung und Ausweitung von Teilhabe an kultureller Bildung?

Antragsverfahren: zweistufig

Abgabe der ersten Projektskizze: bis 3. Mai 2017


Mehr Infos: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1326.html


BMBF: Richtlinie zur Förderung der "Qualitätsentwicklung für gute Bildung |in der frühen Kindheit"
BMBF: Richtlinie zur Förderung der "Qualitätsentwicklung für gute Bildung |in der frühen Kindheit"

Die Bundesregierung betrachtet Bildung als wichtige Grundlage, um Teilhabe, Integration und Bildungsgerechtigkeit zu verwirklichen. Insbesondere die frühkindliche Bildung ist für die gesellschaftliche Teilhabe der Kinder von großer Relevanz. Sie ist ein wichtiger Grundbaustein, um über Inklusion aller Kinder mehr Chancengerechtigkeit in den Bildungsinstitutionen und der Gesellschaft zu ermöglichen. Frühkindliche Bildung kann daher als Basis für ein gelingendes lebenslanges Lernen betrachtet werden.

Der besondere Stellenwert der frühkindlichen Bildung wurde zunehmend erkannt und verdeutlicht sich in politischen Zielperspektiven und Reformen. So zeigen Programme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) wie "Auf den Anfang kommt es an: Perspektiven für eine Neuorientierung frühkindlicher Bildung" (2007) oder die Aufnahme der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Erziehung in die Bildungsberichterstattung (vgl. u. a. Autorengruppe Bildungsberichterstattung 2014) die wachsende Bedeutung und Aufmerksamkeit für frühkindliche Bildung.

Die Forschung der vergangenen Jahre fokussierte insbesondere auf die Arbeit mit dem Kind unter Transferaspekten. Evident ist die besondere Bedeutung der Rahmenbedingungen für die Arbeit von Pädagogen und Pädagoginnen mit den Kindern. Deshalb gilt es diese Rahmenbedingungen (Funktionswandel der Institution, Trägerorganisation, Leitung etc.) näher zu betrachten, um die gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis einzubringen, z. B. in die Ausbildung der Pädagoginnen und Pädagogen oder in die kommunale Weiterentwicklung von Konzepten etc.

Themenbereiche:

  • Funktionswandel und -erweiterung des Elementarbereichs – Transformationsprozesse in der frühkindlichen Bildung

  • Die Rolle von Trägerorganisationen in der Frühen Bildung

  • Methoden der Personalentwicklung in Kindertagesstätten angesichts heterogener Teamzusammensetzungen – die Rolle der Leitung

  • Akteure im Bildungs- und Betreuungsarrangement für Kinder

  • Weiterentwicklung der Interaktionsqualität des pädagogischen Personals – Umgang mit heterogenen Voraussetzungen der Kinder

Antragsverfahren: zweistufig

Abgabe der ersten Projektskizze: bis 24. Mai 2017


Mehr Infos: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1328.html


BMBF: Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen |für den Forschungsschwerpunkt "Zukunft der Arbeit"
BMBF: Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen |für den Forschungsschwerpunkt "Zukunft der Arbeit"

Das BMBF fördert auf der Basis der Förderrichtlinie "Zukunft der Arbeit: Arbeit in hybriden Wertschöpfungssystemen" FuE-Vorhaben mit dem Ziel, übertragbare Werkzeuge und Modelle für eine humane Arbeitsgestaltung und -organisation in und mit den Unternehmen zu entwickeln. Die Verwertbarkeit und die Übertragbarkeit muss dargestellt werden.
Über die einzelnen zu fördernden Verbundvorhaben hinaus ist beabsichtigt, ein übergeordnetes wissenschaftliches Projekt zu fördern, das die Ergebnisse der geförderten Vorhaben in einen gesellschaftlich übergreifenden Rahmen stellen soll. Es soll das gesamte Feld der Arbeit in hybriden Wertschöpfungssystemen wissenschaftlich umfassen. Es dient dazu, Anschlussfähigkeit im wissenschaftlichen, praktischen und gesellschaftlichen Kontexten des Themas "Arbeit in hybriden Wertschöpfungssystemen" zu ermöglichen – entsprechend müssen seine Ergebnisse in diesen Systemen genutzt werden können.
Das wissenschaftliche Projekt umfasst folgende drei Aufgabenbereiche:

  • Forschung: Verknüpfung der Handlungsbereiche der Förderrichtlinien und Zusammenführung zu einem integrierten Gesamtbild auf der Grundlage eigener konzeptionell, empirisch und international angelegter Expertise(n). Synthese der Ergebnisse aus den laufenden Vorhaben.
  • Monitoring, Analyse und Auswirkung: Aus der kontinuierlichen Beobachtung der Ergebnisse in den Verbünden und den Entwicklungen im Förderschwerpunkt gewonnene Erkenntnisse, sollen in wissenschaftliche und ökonomische Fachdiskussionen eingebracht werden. Die dazu notwendige Aufbereitung in Fachartikeln, Tagungsbeiträgen etc. der projektübergreifenden Schlussfolgerungen dient dem Anschluss an wissenschaftliche und ökonomische Diskussionen zu Innovationspotenzialen und der möglichen Entscheidungs- und Handlungsbedarfe im Forschungsfeld.
  • Transfer: Hierdurch ermöglicht das Projekt den Transfer der Einzelergebnisse in einen breiten wissenschaftlichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Diskurs und stärkt gruppenübergreifende Zusammenarbeit der relevanten Akteure beispielsweise durch regelmäßige Treffen, Workshops und Tagungen; Verbreitung der innerhalb des Projekts erarbeiteten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen durch regelmäßige Veröffentlichung der Ergebnisse, Teilnahme an einschlägigen Fachmessen sowie Durchführung einer Abschlussveranstaltung zur Präsentation der Ergebnisse des Förderschwerpunkts.

In dem wissenschaftlichen Projekt sollen insbesondere die folgenden Fragestellungen bearbeitet werden:

  • rechtliche Aspekte, insbesondere des Arbeitsrechts, des Handels- und Zivilrechts, z. B. Fragen der Haftung über Unternehmensgrenzen hinweg,
  • mögliche Modifikationen bzw. Neugestaltung von Berufsbildern, Erwerbsbiografien und Lebensarbeitszeitmodellen,
  • volkswirtschaftliche Aspekte des Wandels zu hybriden Wertschöpfungssystemen.

Die Einbindung der Sozialpartner z. B. durch Workshops, Dialogforen, Konferenzen etc. ist für die Fragestellungen unverzichtbar. Auch die Arbeit der für diese Themen neuen und einschlägigen Innovationslabore (z. B. des "Future Work Lab" in Stuttgart) und Kompetenzzentren etc. in Deutschland ist dabei zu berücksichtigen bzw. einzubinden.
Antragsverfahren: zweistufig
Abgabe der ersten Projektskizze: bis 1. Juni 2017
Mehr Infos: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1268.html


BMBF: Richtlinie zur Förderung von "Inklusion durch digitale Medien |in der beruflichen Bildung"
BMBF: Richtlinie zur Förderung von "Inklusion durch digitale Medien |in der beruflichen Bildung"

Mit der vorliegenden Förderrichtlinie "Inklusion durch digitale Medien in der beruflichen Bildung" sollen Menschen mit Behinderungen durch den innovativen Einsatz digitaler Medien beim Erlernen und langfristigen Ausüben einer beruflichen Tätigkeit unterstützt werden. In Einrichtungen der beruflichen Bildung sowie in Unternehmen bestehende Barrieren, die für die Bildung und Qualifikation von Menschen mit gesundheitlichen, körperlichen oder geistigen Einschränkungen Hindernisse darstellen, sollen überwunden und abgebaut werden. Menschen mit Behinderungen sollen durch passende digitale Angebote dazu animiert werden, stärker Angebote der Aus-, Fort- und Weiterbildung in Anspruch zu nehmen. Unternehmen sollen überzeugt werden, Menschen mit Behinderungen auszubilden bzw. einzustellen. Die aktive und unabhängige Gestaltung der eigenen Berufsbiographie von Menschen mit Behinderungen soll gestärkt und deren Chancen am Arbeitsmarkt erhöht werden.

Die im Rahmen der Richtlinie geförderten Maßnahmen sollen dazu beitragen, digitale Medien zum Zweck der Integration behinderter Menschen verstärkt in die berufliche Aus- und Weiterbildung zu implementieren. Hierfür sollen innovative Umsetzungsszenarien für die Praxis entwickelt und erprobt werden. Diese Szenarien können sich zum einen auf diejenigen Berufs- und Tätigkeitsfelder beziehen, die der Zielgruppe bereits heute Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt bieten. Außerdem sollen durch den Einsatz digitaler Medien in Bildungsprozessen neue Beschäftigungsfelder für die Zielgruppe erschlossen werden. Hier gilt es, Tätigkeitsbereiche mit realen Beschäftigungsmöglichkeiten zu identifizieren und passende Modelle der Ausbildung, der Qualifizierung sowie der nachhaltigen ­Implementierung zu entwickeln. Mit diesen Angeboten sollen barrierefreie Lern- und Bildungsprozesse im Unterricht und in den Unternehmen bereitgestellt werden, die auch die Weiterentwicklung des entsprechenden schulischen und betrieblichen Umfelds berücksichtigen.

Die Projekte sollen Impulse für eine stärkere, nachhaltigere und gleichberechtigte Integration von Menschen mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt geben und hierfür Konzepte unter Einbindung digitaler Medien liefern und erproben. Das Digitale Lernen geht dabei über das reine E-Learning hinaus: Es umfasst Lehr- und Lernszenarien, in denen digitale Medien im Hinblick auf die jeweiligen Bedürfnisse der beruflichen Qualifizierung von Menschen mit Behinderungen unterstützend zum Einsatz kommen. Digitales Lernen setzt mehrdimensionale Umsetzungskonzepte voraus, in denen Pädagogik und Didaktik, Technik und Organisationsentwicklung für die Umsetzung von Inklusion zusammenspielen. Die Konzepte sollen ganzheitlich gedacht werden und im Sinne eines "Universal Designs" vor allem dem Ziel dienen, barrierefreie Lernprozesse zu ermöglichen.

Konzepte können zu den folgenden Handlungsfeldern eingereicht werden:

  • Handlungsfeld 1: Digitale Informations- und Unterstüzungssysteme (z.B. als App)

  • Handlungsfeld 2: Neue berufliche Perspektiven durch digital gestütztes Lernen

  • Handlungsfeld 3: Gemeinsame Lernkonzepte für Menschen mit und ohne Behinderungen

Antragsverfahren: zweistufig
Abgabe der ersten Projektskizze: 31. März / 15. Juli 2017
Mehr Infos: https://bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1317.html