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Aktuelle Ausschreibungen: Forschungsvorhaben

BMBF: Richtlinie zur Förderung von außerschulischen Maßnahmen, |insbesondere der kulturellen Bildung…
BMBF: Richtlinie zur Förderung von außerschulischen Maßnahmen, |insbesondere der kulturellen Bildung…

… für Kinder und Jugendliche im Rahmen von Bündnissen für Bildung

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert seit dem Jahr 2013 außerschulische Maßnahmen der kulturellen Bildung für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche und leistet damit einen wichtigen Beitrag, um den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg abzuschwächen. Immer noch haben Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Elternhäusern weniger Zugang zu außerschulischen kulturellen Bildungsangeboten. Diese Angebote ermöglichen in besonderem Maße gesellschaftliche Teilhabe und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten.

Aufbauend auf den in "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" gemachten und durch die begleitende Evaluation bestätigten Erfahrungen beabsichtigt das BMBF auch weiterhin außerschulische kulturelle Bildungsmaßnahmen in lokalen Bildungsbündnissen für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche zwischen drei und 18 Jahren zu fördern.

In den Bündnissen übernehmen unterschiedliche Partner vor Ort Verantwortung für die Bildung der jungen Generation als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Angebote in "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" (2018 bis 2022) sollen weiterhin von zivilgesellschaftlichen Akteuren, gestützt durch ehrenamtliches Engagement, umgesetzt werden.

Die Kompetenzen und Erfahrungen der zivilgesellschaftlichen Akteure können wertvolle Erkenntnisse liefern, mit denen die Qualität der Angebote kultureller Bildung, insbesondere für benachteiligte Kinder und Jugendliche, weiter verbessert werden kann. Um die Erfahrungen noch besser nutzbar zu machen, sollen die Vernetzung und der Wissenstransfer zwischen Programm-Akteuren und externen Fachleuten gestärkt werden.

Das BMBF verfolgt mit dieser Richtlinie die folgenden förderpolitischen Ziele:

  • Förderung von Maßnahmen der außerschulischen kulturellen Kinder- und Jugendbildung für bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche, um einen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit zu leisten und somit bestehende soziale Ungleichheiten zu verringern,
  • Förderung des zivilgesellschaftlichen, ehrenamtlichen Engagements sowie des Wissenstransfers und der Vernetzung auf lokaler Ebene.

Gegenstand der Förderung sind außerschulische Bildungsmaßnahmen, insbesondere der kulturellen Bildung, die sich an bildungsbenachteiligte Kinder und Jugendliche von drei bis 18 Jahren richten und die als Bündnisse für Bildung, d.h. als lokale Kooperation von wenigstens drei Akteuren, erbracht werden.

Dabei wird ein weit gefasster Kulturbegriff zugrunde gelegt, nach dem kulturelle Bildung alle künstlerischen Sparten bis hin zu Bewegung, Medienbildung und Alltagskultur umfasst. Hierzu zählen auch Maßnahmen der Lese- und Sprachförderung. Kulturelle Bildung verbindet kognitive, emotionale und gestalterische Handlungsprozesse. Kulturelle Bildung umfasst sowohl die eigene produktive und kreative Auseinandersetzung mit den Künsten als auch die aktive Rezeption von Kunst und Kultur.

Durch die Teilnahme an den Maßnahmen in außerschulischen Lernumfeldern sollen bildungsbenachteiligten Kindern und Jugendlichen vielfältige Entwicklungschancen ermöglicht werden. Diese Entwicklungschancen beinhalten beispielsweise

  • die Ausbildung ästhetischer Wahrnehmungsfähigkeiten und Produktionsfertigkeiten,
  • die Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und die Stärkung der Selbstwirksamkeitserwartung,
  • die Verbesserung des Sozialverhaltens.

Zu förderungswürdigen Maßnahmen auf lokaler Ebene können u.a. gehören

  • Kurse, Seminare und Veranstaltungen (einmalig oder regelmäßig),
  • Kinder- und Jugendfreizeiten, Ferienakademien (mehrtägig) oder
  • Patenschafts- und Mentorenprogramme

Antragsverfahren: zweistufig

Abgabe der ersten Projektskizze: bis 31. März 2017


Mehr Infos: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1290.html


EU/Belmont Forum/NORFACE: ”Transformations to Sustainability” (T2S)

Societal transformations are not new phenomena. Industrialised countries have, for example, undergone major, fossil-based societal transformations in past centuries closely linked to transitions in energy supply and use. Societies have been able thus far to adapt to resource scarcity and environmental degradation with partial, patchy and unequal success. The question is to what extent these transformations are influenced by social, political and cultural practices and whether and how they can be successfully instigated, governed or accomplished, by whom, to what end and with  what consequences for different groups.

The programme is structured around three themes, every research project should focus on at least one of these themes:

  1. Governance and institutional dimensions of transformations to sustainability
  2. Economy and finance of transformations to sustainability
  3. Well-being, quality of life, identity, and social and cultural values in relation to transformations to sustainability

Researchers funded under this programme are expected to identify the potential impacts of their research on relevant policies and practices, and to actively consider how these impacts can be maximised and developed, in ways which are realistic and appropriate to the particular context, through consideration of who could or will benefit, from and/or make use of the research, and how. Researchers should actively engage relevant users of research and stakeholders at appropriate stages throughout the projects, and outline the planning and management of associated knowledge exchange activities (including, for example, timing, personnel, skills, budget, deliverables and feasibility).

Small and large projects are equally welcome. The total funding requested from the T2S partners must not exceed € 1,500,000 across all participating partners for each project. Projects can last up to 36 months.

The deadline for the first stage of Outline Proposals is April 5, 2017.

More information: https://www.norface.net/2017/01/19/transformations-to-sustainability-t2s-call-for-project-outline-proposals-is-now-open/


BMBF: Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen |für den Forschungsschwerpunkt "Zukunft der Arbeit"
BMBF: Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen |für den Forschungsschwerpunkt "Zukunft der Arbeit"

Das BMBF fördert auf der Basis der Förderrichtlinie "Zukunft der Arbeit: Arbeit in hybriden Wertschöpfungssystemen" FuE-Vorhaben mit dem Ziel, übertragbare Werkzeuge und Modelle für eine humane Arbeitsgestaltung und -organisation in und mit den Unternehmen zu entwickeln. Die Verwertbarkeit und die Übertragbarkeit muss dargestellt werden.
Über die einzelnen zu fördernden Verbundvorhaben hinaus ist beabsichtigt, ein übergeordnetes wissenschaftliches Projekt zu fördern, das die Ergebnisse der geförderten Vorhaben in einen gesellschaftlich übergreifenden Rahmen stellen soll. Es soll das gesamte Feld der Arbeit in hybriden Wertschöpfungssystemen wissenschaftlich umfassen. Es dient dazu, Anschlussfähigkeit im wissenschaftlichen, praktischen und gesellschaftlichen Kontexten des Themas "Arbeit in hybriden Wertschöpfungssystemen" zu ermöglichen – entsprechend müssen seine Ergebnisse in diesen Systemen genutzt werden können.
Das wissenschaftliche Projekt umfasst folgende drei Aufgabenbereiche:

  • Forschung: Verknüpfung der Handlungsbereiche der Förderrichtlinien und Zusammenführung zu einem integrierten Gesamtbild auf der Grundlage eigener konzeptionell, empirisch und international angelegter Expertise(n). Synthese der Ergebnisse aus den laufenden Vorhaben.
  • Monitoring, Analyse und Auswirkung: Aus der kontinuierlichen Beobachtung der Ergebnisse in den Verbünden und den Entwicklungen im Förderschwerpunkt gewonnene Erkenntnisse, sollen in wissenschaftliche und ökonomische Fachdiskussionen eingebracht werden. Die dazu notwendige Aufbereitung in Fachartikeln, Tagungsbeiträgen etc. der projektübergreifenden Schlussfolgerungen dient dem Anschluss an wissenschaftliche und ökonomische Diskussionen zu Innovationspotenzialen und der möglichen Entscheidungs- und Handlungsbedarfe im Forschungsfeld.
  • Transfer: Hierdurch ermöglicht das Projekt den Transfer der Einzelergebnisse in einen breiten wissenschaftlichen, ökonomischen und gesellschaftlichen Diskurs und stärkt gruppenübergreifende Zusammenarbeit der relevanten Akteure beispielsweise durch regelmäßige Treffen, Workshops und Tagungen; Verbreitung der innerhalb des Projekts erarbeiteten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen durch regelmäßige Veröffentlichung der Ergebnisse, Teilnahme an einschlägigen Fachmessen sowie Durchführung einer Abschlussveranstaltung zur Präsentation der Ergebnisse des Förderschwerpunkts.

In dem wissenschaftlichen Projekt sollen insbesondere die folgenden Fragestellungen bearbeitet werden:

  • rechtliche Aspekte, insbesondere des Arbeitsrechts, des Handels- und Zivilrechts, z. B. Fragen der Haftung über Unternehmensgrenzen hinweg,
  • mögliche Modifikationen bzw. Neugestaltung von Berufsbildern, Erwerbsbiografien und Lebensarbeitszeitmodellen,
  • volkswirtschaftliche Aspekte des Wandels zu hybriden Wertschöpfungssystemen.

Die Einbindung der Sozialpartner z. B. durch Workshops, Dialogforen, Konferenzen etc. ist für die Fragestellungen unverzichtbar. Auch die Arbeit der für diese Themen neuen und einschlägigen Innovationslabore (z. B. des "Future Work Lab" in Stuttgart) und Kompetenzzentren etc. in Deutschland ist dabei zu berücksichtigen bzw. einzubinden.
Antragsverfahren: zweistufig
Abgabe der ersten Projektskizze: bis 1. Juni 2017
Mehr Infos: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1268.html


BMBF: Richtlinie zur Förderung von "Inklusion durch digitale Medien |in der beruflichen Bildung"
BMBF: Richtlinie zur Förderung von "Inklusion durch digitale Medien |in der beruflichen Bildung"

Mit der vorliegenden Förderrichtlinie "Inklusion durch digitale Medien in der beruflichen Bildung" sollen Menschen mit Behinderungen durch den innovativen Einsatz digitaler Medien beim Erlernen und langfristigen Ausüben einer beruflichen Tätigkeit unterstützt werden. In Einrichtungen der beruflichen Bildung sowie in Unternehmen bestehende Barrieren, die für die Bildung und Qualifikation von Menschen mit gesundheitlichen, körperlichen oder geistigen Einschränkungen Hindernisse darstellen, sollen überwunden und abgebaut werden. Menschen mit Behinderungen sollen durch passende digitale Angebote dazu animiert werden, stärker Angebote der Aus-, Fort- und Weiterbildung in Anspruch zu nehmen. Unternehmen sollen überzeugt werden, Menschen mit Behinderungen auszubilden bzw. einzustellen. Die aktive und unabhängige Gestaltung der eigenen Berufsbiographie von Menschen mit Behinderungen soll gestärkt und deren Chancen am Arbeitsmarkt erhöht werden.

Die im Rahmen der Richtlinie geförderten Maßnahmen sollen dazu beitragen, digitale Medien zum Zweck der Integration behinderter Menschen verstärkt in die berufliche Aus- und Weiterbildung zu implementieren. Hierfür sollen innovative Umsetzungsszenarien für die Praxis entwickelt und erprobt werden. Diese Szenarien können sich zum einen auf diejenigen Berufs- und Tätigkeitsfelder beziehen, die der Zielgruppe bereits heute Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt bieten. Außerdem sollen durch den Einsatz digitaler Medien in Bildungsprozessen neue Beschäftigungsfelder für die Zielgruppe erschlossen werden. Hier gilt es, Tätigkeitsbereiche mit realen Beschäftigungsmöglichkeiten zu identifizieren und passende Modelle der Ausbildung, der Qualifizierung sowie der nachhaltigen ­Implementierung zu entwickeln. Mit diesen Angeboten sollen barrierefreie Lern- und Bildungsprozesse im Unterricht und in den Unternehmen bereitgestellt werden, die auch die Weiterentwicklung des entsprechenden schulischen und betrieblichen Umfelds berücksichtigen.

Die Projekte sollen Impulse für eine stärkere, nachhaltigere und gleichberechtigte Integration von Menschen mit Behinderungen in den ersten Arbeitsmarkt geben und hierfür Konzepte unter Einbindung digitaler Medien liefern und erproben. Das Digitale Lernen geht dabei über das reine E-Learning hinaus: Es umfasst Lehr- und Lernszenarien, in denen digitale Medien im Hinblick auf die jeweiligen Bedürfnisse der beruflichen Qualifizierung von Menschen mit Behinderungen unterstützend zum Einsatz kommen. Digitales Lernen setzt mehrdimensionale Umsetzungskonzepte voraus, in denen Pädagogik und Didaktik, Technik und Organisationsentwicklung für die Umsetzung von Inklusion zusammenspielen. Die Konzepte sollen ganzheitlich gedacht werden und im Sinne eines "Universal Designs" vor allem dem Ziel dienen, barrierefreie Lernprozesse zu ermöglichen.

Konzepte können zu den folgenden Handlungsfeldern eingereicht werden:

  • Handlungsfeld 1: Digitale Informations- und Unterstüzungssysteme (z.B. als App)

  • Handlungsfeld 2: Neue berufliche Perspektiven durch digital gestütztes Lernen

  • Handlungsfeld 3: Gemeinsame Lernkonzepte für Menschen mit und ohne Behinderungen

Antragsverfahren: zweistufig
Abgabe der ersten Projektskizze: 31. März / 15. Juli 2017
Mehr Infos: https://bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-1317.html