• Auguste Comte (1798-1857)

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Es gibt nichts praktischeres als eine gute Theorie (Kurt Lewin)

Wie alle Disziplinen der Sozialwissenschaften, die sich im 19. Jahrhundert entwickelt haben, hat die Soziologie tiefe philosophische und theoretische Wurzeln.

Theoretisches Wissen ist grundlegend, wenn man in der Lage sein möchte soziologisch zu denken. Es reicht nicht aus Probleme und Fragestellungen lediglich aus ´heutiger soziologischer Sicht´ zu betrachten. Vielmehr muss man in der Lage sein, für die Behandlungen von Problemen und Fragestellungen auch die früheren Klassiker wie z.B.  Karl Marx, Gabriel Tarde, Émile Durkheim, Georg Simmel und Max Weber in den Blick zu nehmen für die soziologische Reflektion.

Am Lehrstuhl der allgemeinen Soziologie und Soziologische Theorie sind wir der Auffassung, dass Theorie vor allen Dingen ein Produkt der Arbeit aus Denken und Schreiben ist, wobei dieses Denken und Schreiben immer in Zusammenhang mit Erfahrung (Empirie) zu betrachten ist.

Darum legen wir bei unserer Lehrtätigkeit und Forschung immer den Fokus auf empirische Vorgänge, auch wenn wir mit der Entwicklung von Konzepten und analytischen Modellen beschäftigt sind. Wissen entsteht nicht nur aus Erfahrung allein, aber ohne Erfahrung kann Wissen nicht entstehen. Die aus erfahrungsbasiertem Wissen hervorgehenden Theorien können durch andauernde Reflektion plausibilisiert oder verworfen werden.

Unser Anspruch ist es Neuerungen einzubringen, in die Art wie soziologische Theorien entstehen. Wir sind überzeugt, dass die meisten grundlegenden soziologischen Konzepte durch einzelne Verfahren gestaltet wurden, um soziale Prozesse und Vorgänge zu verstehen.

In unserer Lehrtätigkeit und Forschung liegt unser Hauptaugenmerk auf folgenden Punkten:

  •        Basiskonzepte, Perspektiven und  die Geschichte soziologischer Denkweisen
  •        Empirische Philosophie
  •        Raum, Ort und Kultur
  •        Prozesse der Vermittlung, Virtualität und Vernetzung
  •        Wissenschaft und Technologie
  •        Risiken, Krisen und Katastrophen z.B. Gesundheitswesen, Umwelt, Nachhaltigkeit, Stabilität
  •        Religion und Religiosität
  •        Familie, Beziehungen, Geschlechter und Sexualität
  •        Bildung und soziale Entwicklung
  •        Politisches und soziales Denken
  •        Gemeinnützigkeit und empirische Ethik
  •        Personifizierung/Entpersonifizierung