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Nachlese von Fakultätsveranstaltungen

Studientag "Leitung in der Kirche hat viele Gesichter" der Fakultät vom 17.01.2018

Angesichts aktueller pastoraler Umbrüche und der damit verbundenen Herausforderungen befasste sich am Mittwoch, 17. Januar, der Studientag der Fakultät für Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit an der KU in diesem Semester mit den Fragen von Leitung und Verantwortung in der Kirche unter dem Motto „verantwortlICH - Leitung in der Kirche hat viele Gesichter“. Als Teil der Studientages fand außerdem der zweite „Spirit Poetry Slam“ statt, bei dem sich Jugendliche in selbst verfassten Texten mit ihren eigenen Glaubens- und Lebensvorstellungen auseinandersetzen konnten und ihre Werke vor Publikum präsentierten (s. eigener Bericht).

Der Studientag startete um 10 Uhr mit einem Vortrag von Dr. Judith Müller (Theologin und Kirchliche Organisationsberaterin aus München), zum Thema „Wer ist denn da verantwortlich? Biblische und historische Strukturfragen und Lösungen für die Kirche“. Im Anschluss daran haben Religionspädagoginnen und -pädagogen (Alexandra Eck aus Würzburg, Manfred Bugl aus München und Thomas Ohlwerter aus Nürnberg) über ihre Veranwortungsbereiche und Leitungsaufgaben berichtet. Ab 14 Uhr standen Gespräche über das eigene Leitungsverständnis mit der Moderatorin Prof. Dr. Birgit Hoyer auf dem Programm. Ab 16 Uhr diskutierte Hoyer im Gespräch mit Johanna Hofmeir (Gründerin und Leiterin von Lichtblick Hasenbergl) über das Thema „Wie Lichtblicke entstehen. In Leitung aus Verantwortung“. Veranstaltungsort des gut besuchten Studientages waren die Räumlichkeiten der KHG/Mentorat (Kardinal-Preysing-Platz 3, Eichstätt).

Impressionen vom Studientag


"Dem Glauben (m)ein Wort geben" - Studientag der Fakultät am 18. Januar 2017

Studientag am Vormittag | Nachmittags Workshop | Spirit-Poetry-Slam am Abend

Am 18. Januar 2017 veranstaltete die Fakultät für Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit vormittags einen Studientag unter dem Motto »Dem Glauben (m)ein Wort geben«. Thematisiert wurde die Rede von Gott in heutiger Zeit. Der Studientag fand in den Räumen von KHG und Mentorat am Kardinal-Preysing-Patz 3 in Eichstätt statt.

Um 9.15 Uhr sprach PROF. DR. GEORG LANGENHORST in einem öffentlichen Gastvortrag über "Theopoesie und Theologie. Von der poetischen Rationalität des Glaubens".

Es schloss sich um 11.15 Uhr der Vortrag von BR. ANDREAS KNAPP zum Thema "In welchem Wort wird unser Heimwehwohnen? Gedanken und Gedichte" an.

Von 14.00-17.00 Uhr konnten Mitglieder der Fakultät an einem Workshops mit PAULINE FÜG ("Poetry-Schreiben leicht gemacht") teilnehmen.

Als öffentliches Event fand am Abend um 19.00 Uhr in der Aula der Maria-Ward-Fachakademie für Sozialpädagogik (Residenzplatz 20, 85072 Eichstätt) der erste Eichstätter Spirit-Poetry-Slam »Was glaubst du denn?« statt. Diese Abendveranstaltung entstand in einer Seminarveranstaltung von Dr. Simone Birkel im Schwerpunkt Jugend- und Schulpastoral.


Exkursion zum Raum der Stille an der Technischen Hochschule Ingolstadt am 05. Dezember 2016 (vormittags)

Im Rahmen des Seminars »Räume der Stille als schulpastorale Notwendigkeit« unter der Leitung von Dr. Simone Birkel besuchten Studierende des 3. Semesters den Raum der Stille an der THI.

Den rund 5000 Studierenden an der technischen Hochschule wird dort ein Ort zum Verweilen, zum Meditieren und Beten zur Verfügung gestellt. Der Raum der Stille soll eine "ständige Aufforderung zu Geschwisterlichkeit und Toleranz unter den Menschen, zwischen den Nationalitäten und Weltanschauungen sein, eine ständige Mahnung gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit - ein kleiner Schritt hin zum Frieden" nach dem Vorbild des Raumes der Stille der Vereinten Nationen sein. Studiendekan Prof. Dr. Robert Wittmann und Veronika Sedlmair von der Studienberatung erklärten die dahinter stehenden Raumkonzeptüberlegungen, die Ausstattungsmerkmale und das Bemühen, die Notwendigkeit dieses Raums stets gegenüber anderen Interessen zu verteidigen, auch an der THI herrscht Raumknappheit. Insgesamt habe man nur gute Erfahrungen bislang gemacht, so Prof. Wittmann, bislang wurde der Raum respektvoll und wertschätzend behandelt, ein ausliegendes Gästebuch dokumentiert die unterschiedlichen Nutzungsanliegen der Gäste. Die neutrale und schlicht gehaltene Atmosphäre des in den Farben rot, schwarz und weiß gehaltenen Raumes lädt dazu ein, sich dem jeweiligen Bedürfnis der Besucher*innen unterzuordnen. Sitzsäcke, Futonkissen, Meditationsschemel oder der weiche Teppich laden zum Sitzen oder Liegen in verschiedenen Positionen ein. Genutzt wird der Raum der Stille von allen Hochschulangehörigen, Studierende, Lehrende und Mitarbeiter*innen haben jederzeit Zutritt zu diesem Raum, in dem teilweise auch Kurse für Entspannungstechniken stattfinden.

Die Studierenden der RPF fanden für ihre an den Eichstätter Schulen stattfindenden Untersuchungen über Bedingungen und Möglichkeiten von Räumen der Stille vielfältige Anregungen und Überlegungen.



Die Fakultät beim 100. Deutschen Katholikentag in Leipzig

Zum 100. Mal fand vom 25. bis 29. Mai 2016 der Deutsche Katholikentag statt - dieses Mal in Leipzig. Auch die Fakultät für Religionspädagogik / Kirchliche Bildungsarbeit war zusammen mit den anderen religionspädagogischen Ausbildungsstätten auf der Kirchenmeile im Bereich "Jugend und Bildung" vertreten.

Öffentlichkeitsarbeit gehört zu den Grundkompetenzen angehender Gemeindereferent*innen. Im Rahmen des Moduls W.4, das das Thema des Katholikentages „Seht, da ist der Mensch“ aufgriff, nahmen Studierende aus dem 2. und 6. Semester am Katholikentag in Leipzig teil. Als Studierende und Dozent*innen des Studiengangs Religionspädagogik / Kirchliche Bildungsarbeit (FH) an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt wollten wir gemeinsam "der Frohen Botschaft ein Gesicht geben" und für unseren Studiengang an der KU Eichstätt einstehen und werben. Begleitend dazu wurden Aktionen angeboten, die neue Perspektiven und Impulse für die jugendpastorale Arbeit vermitteln. Durch den Einsatz von erlebnispädagogischen Materialien, die die Teamfähigkeit trainieren, banden die Studierenden Gäste und Besucher*innen ein, auch das Präsidium der KU testete erfolgreich ihre Teamfähigkeit. Vorbereitet und begleitet wurde das Seminar von Dr. Simone Birkel, auch die Dekanin Prof. Dr. Sabine Bieberstein war beim Katholikentag vor Ort.

Weiterführende Informationen: Erlebnispädagogische Elemente in der religionspädagogischen Arbeit mit Jugendlichen beim 100. Katholikentag in Leipzig


„Die Freude(n) der Liebe“: Studientag der Fakultät am 20. Mai 2016

Amoris Laetitia“ (die Freude der Liebe) - unter diesem Titel veröffentlichte Papst Franziskus jüngst ein apostolisches Schreiben, das sich mit den Fragen von Ehe und Familie in der Gesellschaft beschäftigt und das in diesen Tagen weltweit für lebhafte und zum Teil kontroverse Diskussionen sorgt.

Mit diesen Fragen von Ehe und Familie in der Gesellschaft - oder, allgemeiner gesprochen, von Liebe, Beziehung und Sexualität - sind Religionspädagoginnen und Religionspädagogen in ihrem professionellen Handeln in vielfältiger Weise konfrontiert: in der Schule und Jugendarbeit ebenso wie in verschiedenen Bereichen der Seelsorge.

In Vertiefung und Weiterführung des Semester-Schwerpunktthemas vom Wintersemester 2015/2016 gestaltete die Fakultät RP/KB daher am Freitag, 20. Mai 2016 einen Studientag unter dem Titel „Die Freude(n) der Liebe“.

Der Studientag begann mit einer Präsentation von Ergebnissen zweier Umfragen, die Studierende im Wintersemester im Rahmen eines Seminars von Prof. Dr. Janusz Surzykiewicz durchgeführt und ausgewertet hatten. In einer dieser Umfragen befragten Studierende Altersgenoss*innen über ihre Erwartungen an und ihren Umgang mit Beziehung und Sexualität (Tobias Aurbacher, Sebastian Göttl, BA RP/KB). Eine zweite Forschungsarbeit fragte nach der Häufigkeit und den Gründen von Pornographiekonsum von Studierenden im Internet (David Strauß, MA Soziologie).

Ein besonderer Akzent des Tages lag auf dem Gastvortrag von Prof. Dr. Thomas Knieps-Port le Roi (KU Leuven) zum Thema „Kirchliche Ehe- und Familienlehre: Versuch einer Standortbestimmung nach Amoris Laetitia“.
Vor einem interessierten Publikum erläuterte der Referent die Entwicklungen der kirchlichen Ehe- und Familienlehre seit dem nachsynodalen Apostolischen Schreiben Familiaris Consortio – über die Aufgaben der christlichen Familie in der Welt (1981) zu den Akzentsetzungen von Amoris Laetitia, dem jüngsten Schreiben von Papst Franziskus.

Am Nachmittag wurden zwei Workshops angeboten, in denen Studierende und Lehrende mit Personen aus der Praxis ins Gespräch kommen konnten. Unter dem Titel „Tausendmal berührt – tausendmal nichts passiert“ stellte der Ingolstadter Schulpsychologe Martin Pohle Ideen von Jugendlichen zum Thema Sexualität vor. Im Workshop von Helmut Enzenberger unter dem Titel „6. Gebot: Du sollst nicht Unkeuschheit treiben …“ ging es um die konkreten Anforderungen an einen Schulseelsorger.


Mal-Workshop mit Künstlerin Dr. Karin Haslinger aus Kaufbeuren am 13. Mai 2016

Für die Student*innen des sechsten Studiensemesters im Bachelorstudiengang »Religionspädagogik / Kirchliche Bildungsarbeit« fand am Freitag, dem 13. Mai 2016 im Rahmen des Seminars »Die Kunst zu lieben – Beobachtungen und Bemerkungen zwischen Ästhetik und Ethik« ein Mal-Workshop statt.

Als Gastdozentin hatte Prof. Dr. BERNHARD SILL mit Frau Dr. KARIN HASLINGER aus Kaufbeuren eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet der Literatur- und Kunstgeschichte und eine namhafte, mit verschiedenen Preisen ausgezeichnete zeitgenössische Künstlerin gewinnen können.

Der Tag begann mit einem einstündigen Vortrag von Frau Dr. KARIN HASLINGER, der das Sujet »Liebespaare« von der Kunst der Renaissance bis zur Kunst der Gegenwart behandelte. Die Seminarteilnehmer*innen waren dann zu einem kreativen Mal-Workshop eingeladen, der unter kundiger Anleitung der Gastdozentin im großen Zeichensaal des Kollegiengebäudes der Universität stattfand.

Die kleine Foto-Doku spiegelt ein wenig das bunte Geschehen des Tages. 


Fisch und Frei - Sei dabei!

Digitaler Fastenkalender Fisch&Frei von Studierenden der Religionspädagogik macht von sich reden - WS 2015/2016

Für Jugendliche gehören mobile Medien zum lebensnotwendigen Alltag, ein Leben ohne Smartphone ist für viele schlichtweg nicht mehr vorstellbar. Die neuen Formen von Kommunikation, Unterhaltung, Information und Partizipation sind für Jugendliche faszinierend, vor allem in sozialen Netzwerken werden Vorstellungen und Meinungen ausgetauscht und abgeglichen. Die veränderten mediatisierten Lebenswelten Jugendlicher haben auch Auswirkung auf die Formen pastoralen Arbeitens. Oft werden im Religionsunterricht und in der Jugendpastoral negative Formen von unangemessener Mediennutzung wie Cybermobbing, Sexting oder Gewaltverherrlichung thematisiert. Konstruktive und kreative Prozesse mit und durch neue Medien sind in der klassischen jugendpastoralen Arbeit noch eher die Ausnahme. Jugendliche, die auf der Suche nach einem passenden Lebensentwurf sind, sind auch offen für religiösen Fragestellungen, allerdings meist nur, wenn diese in ihrer jeweiligen milieuspezifisch geprägten Lebenswelt zur Sprache kommen. Studierende der Fakultät für Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt haben deshalb in dem Seminar "Share it! Neue Medien als Chance für die Jugend- und Schulpastoral" Überlegungen angestellt, wie religiöse Themen für Jugendliche ansprechend präsentiert werden können. Sie haben dabei einen mobilen Fastenkalender für die kommende Fastenzeit 2016 entwickelt. Unter dem Motto Fisch und Frei - Sei dabei werden sie auf Abruf jeden Tag einen Impuls über unterschiedliche soziale Netzwerke zur Verfügung stellen.


Semesterschwerpunkt II. Vatikanisches Konzil

Die Tür soll geöffnet bleiben!
50 Jahre Konzilskonstitution Lumen Gentium

Genau 50 Jahre nach der Veröffentlichung der Dogmatischen Konstitution über die Kirche „Lumen Gentium“ und des Dekretes über den Ökumenismus „Unitatis redintegratio“ (21.11.1964) geht es der Fakultät für Religionspädagogik und kirchliche Bildungsarbeit darum, gemeinsam mit  Studierenden im Sinne von Papst Franziskus „hinauszugehen aus der eigenen Bequemlichkeit und den Mut zu haben, alle Randgebiete zu erreichen, die das Licht des Evangeliums brauchen“ (Evangelii gaudium  20).
Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Frage nach den Frauen beim Konzil und in der Kirche, deren Engagement und Berufung oft im Schatten bleibt.

17. bis 21. November 2014: Wanderausstellung „Katholikinnen und Konzil“

Vom 17. bis 21. November 2014 ist im Foyer der Aula der KU die Wanderausstellung des Katholischen Deutschen Frauenbundes „Katholikinnen und Konzil“ zu sehen.
Es widerspricht allen gängigen Bildern: Frauen haben sich aktiv am II. Vatikanischen Konzil beteiligt. Katholische Frauenverbände wie KDFB und kfd oder Ordensfrauen machten Eingaben an das Konzil, beispielsweise zur Notwendigkeit einer größeren Achtung von Frauen in ihren jeweiligen Lebensentwürfen. Die Ausstellung gibt Einblicke in dieses vielfältige Engagement von Frauen vor, während und nach dem Konzil. So entsteht ein neuer Blick auf das Konzil und die wegweisenden Impulse, die von ihm ausgegangen sind. Es zeigt sich: Ohne Frauen ist keine Kirche zu machen.

Wir danken der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der KU Eichstätt-Ingolstadt für die finanzielle Unterstützung des Ausstellungsprojekts.

17. November 2014, 11.15 h eRS 001: Öffentlicher Gastvortrag

Prof. Dr. Margit Eckholt, Universität Osnabrück
„Gäste im eigenen Haus – das 2. Vatikanische Konzil: kein Konzil der Frauen, aber ein Konzil mit Frauen“

Margit Eckholt ist Professorin für Systematische Theologie am Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften der Universität Osnabrück und hat zu diesem Thema das Buch „Ohne die Frauen ist keine Kirche zu machen. Der Aufbruch des Konzils und die Zeichen der Zeit“  (Ostfildern 2012) sowie verschiedene Artikel veröffentlicht.

19. November 2014: Studientag „Das II. Vatikanische Konzil – damals und heute“

Am 19. November beschäftigen sich Dozenten und Studierende der Fakultät auf einem Studientag in zahlreichen Workshops mit unterschiedlichen Aspekten der Konzilsdokumente, der Umsetzung seiner Beschlüsse in der Praxis und der Frage, welche Fenster heute weiter geöffnet bzw. offengehalten werden sollten. Der Tag findet seinen spirituellen Abschluss in einer gemeinsamen Vesper im Mentorat.

Genauere Informationen zum Programm des Studientags finden Sie hier.

Eindrücke vom Studientag ...



Zauberer Thomas Fraps aus München zu Gast in der KU

Was ‚wahr‘ ist – und was man dafür hält.

Verblüffende Perspektiven eines Zauberers

Charmant – amüsant – intelligent: Von der ersten Minute seines Auftritts an schlug der von der Fakultät für Religionspädagogik und Kirchliche Bildungsarbeit eingeladene Zauberer Thomas Fraps aus München am Freitagnachmittag (7. November) das Publikum in seinen Bann. Mit Gesten, mit Wort und Witz, in Interaktionen mit den Anwesenden ließ er aufscheinen, wie (un-)wirklich Wirklichkeit ist – oder, wie der Titel der Veranstaltung bereits erklärte: „Was ‚wahr‘ ist – und was man dafür hält.“
Wie der Moderator der Veranstaltung, Professor Ulrich Willers von der Fakultät RP/KB, zu Beginn bemerkte, so erwies es sich tatsächlich vor fast vollem Auditorium in der Aula der Universität: Ein Zauberer ist „jemand, der täuschen will und sogar ausdrücklich sein Publikum einlädt, sich täuschen zu lassen…  Und das Publikum stimmt auch noch zu, sich täuschen und ‚einwickeln‘ zu lassen.“  Selbst wer um die Täuschung weiß, ist vor ihr nicht gefeit. Thomas Fraps – von Herkunft her Physiker und vom wachsenden Interesse her Wahrnehmungspsychologe – gab folienunterstützten klaren Einblick in die Mechanismen menschlicher Wahrnehmung und Täuschungsanfälligkeit. Doch selbst detailliertes Wissen darum schützt nicht davor, gefoppt, genarrt und getäuscht zu werden. Zauberer können auch Zauberer ‚hereinlegen‘.
Anhand der Erkenntnisse und neuester Experimente der Hirnforschung machte Fraps plausibel, wie Wahrnehmung ‚funktioniert‘ und wie Zauberer jeder Art das immer schon zu nutzen wussten und dies erst recht heute für ihre Tricks und Kunststücke verwerten können. Der Kontext bestimmt, was wir wahrnehmen. Je nachdem, worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten, verändert sich unsere Wahrnehmung – bis zur Täuschung eben. Den so genannten blinden Fleck kennt (fast) jeder, aber nicht bloß er bezeugt, dass wir Menschen beständig getäuscht werden können, und zwar gerade wenn wir es nicht einmal ahnen. Es gibt auch solche Phänomene wie Wahrnehmungsblindheit, Unaufmerksamkeitsblindheit oder Wahlblindheit. Wir haben eben keinen nur kausalen Zugang zur Welt: Unser Gehirn erschließt die Welt in immer neuen, von uns meist gar nicht wahrgenommenen Korrelationen.
Solche Korrelationen stellen Zauberer mehr oder weniger bewusst her, indem sie Geschichten erzählen und damit Kontexte als Deutungsrahmen herstellen, auf die sich Zuschauer nicht zuletzt aus wahrnehmungspsychologischen Gründen nur allzu gern einlassen.  Zeitlich nah aneinander liegende Ereignisse werden von unserem Gehirn miteinander verbunden. Im Falle der Zauberei entstehen dadurch ‚falsche‘ Kausalitäten. Indem der Zauberer eine geheime Trickhandlung vom magischen Moment zeitlich trennt und z.B. eine Geste mit dem Zauberstab dazwischen schiebt, entsteht in der Präsentation durch diese theatrale Verknüpfung ein falscher Kausalzusammenhang, der im Hirn der Zuschauer den magischen Effekt hervorruft, der physikalisch unmöglich scheint, den sie aber in ihrem Herzen ersehnen.
Das Auditorium dankte mit starkem Applaus für eine in jeder Hinsicht so inspirierende wie unterhaltsame, so nachdenklich wie froh stimmende ungewöhnliche Veranstaltung.

Eindrücke von der Veranstaltung ...