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Weiterbildung

Zertifikatsfeier am 21. September 2018:

„Erntefeier“ für Absolventinnen und Absolventen in Katholischer Reformpädagogik

Zum mittlerweile sechsten Mal nutzten Lehrerinnen und Lehrer aus ganz Bayern das Weiterbildungsangebot „Katholische Reformpädagogik unter besonderer Berücksichtigung des Marchtaler Plans“, das die KU gemeinsam mit dem Katholischen Schulwerk in Bayern anbietet. Der aktuelle Jahrgang erhielt nun bei einer Abschlussfeier seine Zertifikate. Das Konzept des so genannten Marchtaler Plans verknüpft reformpädagogische Ansätze so mit einem christlichen Menschenbild, dass der Schulalltag und das Unterrichtsgeschehen davon durchdrungen werden. Benannt ist das Konzept nach der Kirchlichen Akademie für Lehrerfortbildung Obermarchtal in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, die als Gründungsort und bis heute als geistiges Zentrum des Konzeptes gilt.

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Die Absolventinnen und Absolventen des 6. Zertifikatskurses mit den drei Kursleiterinnen Prof. Dr. Sabine Bieberstein (7. li), Petra Schiele (1. re) und Prof. Dr. Barbara Staudigl (2. re)

Foto: Constantin Schulte Strathaus



Nach einer Überarbeitungsphase wird der nächste Zertifikatskurs im September 2019 starten.


 

Das Weiterbildungsstudium:

Weiterbildungszertifikat »Katholische Reformpädagogik unter besonderer Berücksichtigung des Marchtaler Plans«

Wodurch unterscheiden sich katholische Schulen von Schulen in staatlicher Trägerschaft? Was macht das Qualitäts-Plus katholischer Schulen aus? Ist ein achtsameres Miteinander, ein freieres Lehren und Lernen als an anderen Schulen möglich? Gibt es Räume für eine vertiefte Auseinandersetzung, für eine ethische Reflexion dessen, was gelehrt und gelernt wird?

Der Marchtaler Plan

Solche und ähnliche Fragen haben seit den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts in der Diözese Rottenburg-Stuttgart zur Entwicklung des »Marchtaler Plans« geführt. Hinter diesem Namen steht das Bemühen, reformpädagogische Konzepte mit einem christlichen Menschenbild so zu verknüpfen, dass der Schulalltag und das Unterrichtsgeschehen davon durchformt werden. Die Kirchliche Akademie der Lehrerfortbildung in Obermarchtal (Diözese Rottenburg-Stuttgart) wurde in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts Gründungsort des Marchtaler Plans und ist bis heute geistiges und geistliches Zentrum dieser Pädagogik. Was zunächst im Kleinen in einer Diözese begann, sollte sich bald zu einer größeren Bewegung ausweiten, die die katholischen Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, in den neuen Bundesländern, in Österreich sowie mittlerweile auch in Bayern erfasst hat.

Der Zertifikatskurs

Immer mehr Schulen machen sich auch in Bayern auf den Weg der Reformpädagogik im Sinne des Marchtaler Plans. Dies erfordert von den Schulleitungen wie auch von den Lehrerinnen und Lehrern viel zusätzliche konzeptionelle Arbeit und ein hohes Maß an fachlichem, pädagogischem und persönlichem Engagement. Denn eine andere Art zu unterrichten fordert Lehrerinnen und Lehrer in ganz neuer Weise heraus.

Um diesen neuen Herausforderungen gerecht zu werden und die Schulen auf dem Weg der Umgestaltung zu unterstützen, hat die KU Eichstätt-Ingolstadt in Kooperation mit dem Katholischen Schulwerk in Bayern und unter Beteiligung von Marchtaler-Plan-Pädagogen aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart diese neue Art der Weiterbildung entwickelt:

Ein einjähriges berufsbegleitendes Zertifikat bereitet in zwei Semestern und 10 Seminareinheiten Lehrkräfte aus allen bayerischen Diözesen darauf vor, „anders“ zu unterrichten.

Kursinhalte sind die konkreten Strukturelemente des Marchtaler Plans (Morgenkreis, Freie Stillarbeit / Freie Studien, Vernetzter Unterricht, alternative Formen von Leistungsmessung) ebenso wie die Grundlagen christlicher und reformpädagogisch wirksamer Menschenbilder.