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Weiterbildung

Zertifikatsfeier am 22. September 2016:

Wozu und zu welchem Ende sollen sich katholische Schulen verändern?

Dieser Frage widmete sich Frau Prof. Dr. Barbara Staudigl, Realschuldirektorin i. K. und Leiterin des Zertifikatskurses, in ihrem Festvortrag anlässlich der Zertifikatsverleihung an die Absolventinnen und Absolventen des 4. Zertifikatskurses am 22. September 2016. 25 Lehrkräfte aus katholischen Schulen in ganz Bayern schlossen den Kurs erfolgreich ab und konnten ihre Zertifikatsurkunden entgegennehmen.

Die Feier war gleichzeitig der Auftakt zum 5. Zertifikatskurs 2016 - 2017 mit 27 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Bayern.

Termine des neuen Kurses:

22.09. - 24.09.2016
27.10. - 29.10.2016
08.12. - 10.12.2016
02.02. - 04.02.2017
02.03. - 04.03.2017
06.04. - 08.04.2017
01.06. - 03.06.2017
24.07. - 26.07.2017
19.09. - 21.09.2017

Die Absolventinnen und Absolventen des 4. Zertifikatskurses mit den drei Kursleiterinnen Prof. Dr. Sabine Bieberstein, Petra Schiele und Prof. Dr. Barbara Staudigl (re)

Foto: Constantin Schulte Strathaus


 

Das Weiterbildungsstudium:

Weiterbildungszertifikat »Katholische Reformpädagogik unter besonderer Berücksichtigung des Marchtaler Plans«

Wodurch unterscheiden sich katholische Schulen von Schulen in staatlicher Trägerschaft? Was macht das Qualitäts-Plus katholischer Schulen aus? Ist ein achtsameres Miteinander, ein freieres Lehren und Lernen als an anderen Schulen möglich? Gibt es Räume für eine vertiefte Auseinandersetzung, für eine ethische Reflexion dessen, was gelehrt und gelernt wird?

Der Marchtaler Plan

Solche und ähnliche Fragen haben seit den 80er-Jahren des 20. Jahrhunderts in der Diözese Rottenburg-Stuttgart zur Entwicklung des »Marchtaler Plans« geführt. Hinter diesem Namen steht das Bemühen, reformpädagogische Konzepte mit einem christlichen Menschenbild so zu verknüpfen, dass der Schulalltag und das Unterrichtsgeschehen davon durchformt werden. Die Kirchliche Akademie der Lehrerfortbildung in Obermarchtal (Diözese Rottenburg-Stuttgart) wurde in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts Gründungsort des Marchtaler Plans und ist bis heute geistiges und geistliches Zentrum dieser Pädagogik. Was zunächst im Kleinen in einer Diözese begann, sollte sich bald zu einer größeren Bewegung ausweiten, die die katholischen Schulen in der Diözese Rottenburg-Stuttgart, in den neuen Bundesländern, in Österreich sowie mittlerweile auch in Bayern erfasst hat.

Der Zertifikatskurs

Immer mehr Schulen machen sich auch in Bayern auf den Weg der Reformpädagogik im Sinne des Marchtaler Plans. Dies erfordert von den Schulleitungen wie auch von den Lehrerinnen und Lehrern viel zusätzliche konzeptionelle Arbeit und ein hohes Maß an fachlichem, pädagogischem und persönlichem Engagement. Denn eine andere Art zu unterrichten fordert Lehrerinnen und Lehrer in ganz neuer Weise heraus.

Um diesen neuen Herausforderungen gerecht zu werden und die Schulen auf dem Weg der Umgestaltung zu unterstützen, hat die KU Eichstätt-Ingolstadt in Kooperation mit dem Katholischen Schulwerk in Bayern und unter Beteiligung von Marchtaler-Plan-Pädagogen aus der Diözese Rottenburg-Stuttgart diese neue Art der Weiterbildung entwickelt:

Ein einjähriges berufsbegleitendes Zertifikat bereitet in zwei Semestern und 10 Seminareinheiten Lehrkräfte aus allen bayerischen Diözesen darauf vor, „anders“ zu unterrichten.

Kursinhalte sind die konkreten Strukturelemente des Marchtaler Plans (Morgenkreis, Freie Stillarbeit / Freie Studien, Vernetzter Unterricht, alternative Formen von Leistungsmessung) ebenso wie die Grundlagen christlicher und reformpädagogisch wirksamer Menschenbilder.