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Projekte in der Forschungsstelle
A. Die deutschen Predigten Meister Eckharts, Band IV

Das Projekt wird gefördert durch die DFG seit 1983 und durch die Meister-Eckhart-Stiftung.

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B. Konrad von Megenberg, Buch von den natürlichen Dingen

Vervoll­ständigung der Edition (Tübingen 2003, gefördert durch DFG von 1984 bis 1996)

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C. Predigt im Kontext

Das Projekt wird gefördert (seit 2010) durch DFG WE4364/2-2.

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Predigt im Kontext

CC) MERCATOR-Professur Prof. Dr. Dagmar Neuendorff (abgeschlossen)

Ergänzung von „Predigt im Kontext“ durch Forschungen zur Überlieferung der Predigten Bertholds von Regensburg (DFG INST 87/2-1). Siehe: Pressemitteilung der KUEI

Der Forschungsaufenthalt von Frau Professor Neuendorff endete im September 2013.

Der Abschlussbericht ist in Bearbeitung.

D. Materia praedicabilis. Lateinisch thesauriertes Predigtwissen in der | volkssprachigen Predigtpraxis
D. Materia praedicabilis. Lateinisch thesauriertes Predigtwissen in der | volkssprachigen Predigtpraxis

Dem mittelalterlichen Prediger standen zahlreiche lat. Handbücher und Hilfsmittel zu Gebote: volu­mi­nöse Promp­tuarien, die mit dem zu Predigt­anlaß und -thema verwertbaren Wissen versorg­ten, mit Bibelstellen und deren Kommentierung, mit einschlägigen Autoritäten-dicta, pro­themata, narrativen exempla etc. Eine syste­ma­ti­sche Erfassung auch nur der im 15. Jhd. gedruckten und damit wirkungs­mäch­tig­sten dieser preaching tools steht bislang aus. Gleiches gilt für die Analyse der Kon­struk­tions­weisen, der Ord­nungsformen und der Um­setzungen dieses Heils­wissens in die Predigt. Zwar kon­sta­tiert die jüngere For­schung die komposite und kompi­latorische Faktur der volks­sprachlichen Predigt, für die offenbar ein "Baukastensystem thematischer Einheiten" und ein "Pool von Text­bau­steinen" (R. Schiewer) bereit standen, doch sind die Provenienzen und Zurichtungen ihres Materials sowie die Formen seiner Montage bis anhin kaum im Blick. Anzusetzen wäre bei der Nutzung und Aktivierung des 'Archivs' der lat. homile­tischen Kom­pendien in der volkssprachlichen Predigtpraxis. Angesichts der Überlieferungsfülle beider Komplexe kann dies nur exemplarisch geschehen. Das Projekt ­nimmt dazu vier historische Längsschnitte vor: es erhebt das in den preaching tools zu je einem Predigtanlaß de tempore und de sanctis (Weißer Sonntag und St. Lau­renz) sowie zu zwei Themen­komplexen (gula/Völlerei und predicatio/Pre­digt) bereitgestellte Material und setzt es in vergleichenden Bezug zu allen über­lieferten mhd. und frnhd. Pre­digten zu diesen je zwei Jahreskreis-Anlässen und Themen. Die Korrelierung der lat. vor­forma­tier­ten Wissens­bestände mit den volks­sprach­lich applizierten gewährt Auf­­schlüsse vielfältigster Art, voran episte­mologische sowie medien- und gattungs­geschicht­liche, aber auch solche zum Verhältnis von Theo­logie und Seel­sorge, Homiletik und Predigtpraxis, Latein und Deutsch u.a.m.

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E. Krit. Edition und Kommentar "Thomas III" |(anonyme Bearbeitung von Thomas v. Cantimpre 'Liber de natura rerum') (im Druck)
E. Krit. Edition und Kommentar "Thomas III" |(anonyme Bearbeitung von Thomas v. Cantimpre 'Liber de natura rerum') (im Druck)

(DFG WE4364/4-1 und  WE4364/5-1 bis Dezember 2017)

Die 1992 auf der Grundlage von fünf Handschriften erstellte Leseausgabe von De naturis rerum (Thomas III) wurde durch die auf 23 Handschriften beruhende kritische Ausgabe ersetzt (Im Druck bei Dr. Ludwig Reichert Verlag Wiesbaden, Reihe WILMA). Derzeit wird die von Janine Déus und Christian Hünemörder erarbeitete Rohfassung eines umfangreichen quellen­analytischen Kommentars zu Redaktion III der Naturenzyklopädie des Thomas von Cantimpré (Thomas III) überarbeitet. Nach Abschluss wird eine vollständige Übersetzung die Ausgabe ergänzen. Die Kommentarbemerkungen geben sachliche Erläuterungen und Quellennachweise zum Text von Thomas III.

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F. Digitale Bearbeitung von: „Repertorium der lateinischen Sermones des Mittelalters“

Das „ Repertorium der lateinischen Sermones des Mittelalters“  wurde für die Zeitspanne 1150 - 1350 von dem Freiburger Theologieprofessor Johannes Baptist Schneyer erarbeitet und im Verlag Aschendorff in Münster herausgegeben (= Bei­träge zur Geschichte der Philosophie und Theologie des Mittelalters), es erschienen 11 Bände in den Jahren 1969-1995.

In Kooperation mit dem Aschendorff-Verlag sollen diese Materialien des Schneyer I (1150-1350) nun so aufbereitet und überarbeitet werden, dass künftig eine Koppelung mit den digitalen Daten des Schneyer II [Schneyer, Johannes Baptist; Hödl, Ludwig (Hrsg./Bearbeiter): Repertorium der lateinischen Sermones des Mittelalters für die Zeit von 1350 - 1500 = CD-ROM inventory of medieval Latin sermons 1350 – 1500, nach den Vorarbeiten von J. B. Schneyer hrsg. von L. Hödl. Münster: Aschendorff, 2001] möglich sein wird.

Ziel des Projekts ist es, den gesamten Datenbestand des „Schneyer“ in einer öffentlich zugänglichen Datenbank verfügbar zu machen.

Das Projekt basiert auf einer Gemeinschaftsfinanzierung des Verlags (http://www.aschendorff-buchverlag.de/) und der „Forschungsstelle für geistliche Literatur des Mittelalters“ der KU Eichstätt-Ingolstadt, zu der auch der Berliner Unternehmer Dr. Hans-Jörg Leuchte (www.leuchte-immobilien.de) einen erheblichen Zuschuss beisteuert. So liegt der Musterfall einer Public-Private-Partnership (PPP) vor.

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Projektleitung:

Wiss. Mitarbeiterin

Christina Patz M.A., Tel. 21648, IH 210

Wiss. Hilfskraft

Maria Geu (von Jan. 2014 bis Feb. 2016)

G. Malogranatum - Granatapfel

Das Projekt wird gefördert durch DFG GE 902/4-2 (bis Ende 2016).

Das lateinische Malogranatum, ein noch vor der Mitte des 14. Jahrhunderts im Zisterzienserkloster König­saal bei Prag verfasster Dialog über den Inhalt der christlichen Botschaft zwischen einem geist­lichem 'Vater' und seinem 'Sohn', umfasst in der Prager Handschrift (1385) 332 Folioblätter (ca. 350.000 Wörter).

Die Einteilung des Traktats in drei Bücher orientiert sich an der in der mystischen Tradition verbreiteten Dreistatuslehre (De triplici statu), welche in der Klassifizierung des nach Vollkommenheit strebenden Christ-Gläubigen zwischen dem status der Anfänger (incipientium), der Fortschreitenden (proficientium) und der Vollkommenen (perfectorum) differenziert. Das Werk wurde nicht nur im binnenklösterlichen Entstehungsraum, sondern nach 1350 vor allem von den kirchlichen Reformgruppen der städtischen Laienbewegung rezipiert. Im weiteren Verlauf der sich schließlich in ganz Europa ausbreitenden spirituellen Erneuerungsbewegung kam es zu Übersetzungen des Malo­granatum ins Niederländische und Deutsche, die durch insgesmt acht Handschriften mit unter­schied­lichem Textbestand bezeugt werden.

Diese Übersetzungstexte bedürfen der kritisch-philologischen Analyse und der historisch-theologischen Reflexion. Damit soll ein spezifischer Beitrag zu der allgemein­wissenschaftlichen Frageperspektive nach den Möglichkeiten und Grenzen von Überset­zun­gen geleistet werden, die in einem - hier spezifisch christlich-theologischen - Traditions­zusammen­hang stehen.

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H. Das Predigtoeuvre des Rebdorfer Augustiner-Chorherren Balthasar Boehm | als vorreformatorische Wissenssumme (abgeschlossen)
H. Das Predigtoeuvre des Rebdorfer Augustiner-Chorherren Balthasar Boehm | als vorreformatorische Wissenssumme (abgeschlossen)

Die von 1501-22 entstandenen etwa drei Dutzend frühneuhochdeutschen und ca. 2700 latei­ni­schen Pre­digten Boehms werden im Rahmen der Diss. als "intellektuelle Rituale" betrach­tet, die der Wissens­vermitt­lung innerhalb einer Text- bzw. Erzählgemeinschaft dienen. Die Predigt­exempla sind dabei von heraus­ragender Bedeutung, regen sie doch - für Boehm einer erczney entsprechend - den zur göttlichen Gnade führen­den Heilungs- und Erkenntnisprozess durch die Induk­tion seelischer Dispositionen an. Neben der philo­logisch-materialen Erschließung des opulenten Werks soll die Rekonstruktion der Genese eines Funktions­gedächt­nisses im Zentrum der Unter­suchung stehen. Dabei gilt es, sowohl die Auswahl und die Organisation des in den Predigten dar­gestellten Wissens als auch die möglichen Funktionen der Inhalte für die Stabilisierung der Doktrin-Gesell­schaft (Kloster Rebdorf) zu berücksichtigen. Das Dissertationsprojekt wurde von Prof. Dr. Gerd Dicke betreut.

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I. Stellenkommentar zu europäischen Texten aus der Hussitenzeit (1410-1423) |(abgeschlossen)
I. Stellenkommentar zu europäischen Texten aus der Hussitenzeit (1410-1423) |(abgeschlossen)

Aus den für eine Umbruchszeit typischen Konstellationen dieser Textsammlung heraus bemüht sich der Kommentar um die Erläuterung einzelner Begriffe und Textpassagen. Auch stellt er anhangsweise  weitere Texte vor - nicht in vollgültigen Editionen, sondern in Form von Zusammenfassungen, Zitaten und näheren Erklärungen.Das Projekt wird gefördert durch Bundesbeauftr. für Kultur und Medien Nr. 2509DK0531.

Ansprechpartner:

  • Apl. Prof. Dr. Franz-Josef Schweitzer, Tel. 21374, IH 210

Weitere Informationen:

J. Die Predigten Johannes Taulers

Die im Rahmen des Projekts 'Predigt im Kontext' (oben unter C) betrachteten Handschriftenbestände beinhalten auch die Gesamtüberlieferung der Predigten Johannes Taulers. Mittelfristig soll die mittlerweile obsolete Ausgabe von Ferdinand Vetter [(Hg.), Die Predigten Taulers, aus der Engelberger und der Freiburger Handschrift sowie aus Schmidts Abschriften der ehemaligen Straßburger Handschriften, Berlin 1910 (DTM 11)], durch eine neue, aus der Analyse dieser Überlieferungszeugen hervorgehende rezeptionsorientierte Ausgabe ersetzt werden. Diese Edition wird in Kooperation mit Prof. Dr. Volker Leppin (Eberhard Karls Universität Tübingen) erarbeitet.

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