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Herzlich willkommen beim Lehrstuhl für Theologie in den Transformationsprozessen der Gegenwart

 

 

Die Bedingungen des Glaubens, seiner Weitergabe, seiner Lebens- und Sozialformen, durchlaufen derzeit einen tiefgreifenden Wandel, der im größeren Zusammenhang weitreichender gesellschaftlicher und kultureller Veränderungen in einer zunehmend globalisierten Welt-Gesellschaft steht. Erfahrungen radikaler Säkularisierung, eines Abbruchs kirchlicher Bindung und Praxis, einer tiefen Krise des Gottesglaubens und seiner Weitergabe stehen Erfahrungen des Gottvermissens, neue spirituelle Suchbewegungen und eine radikale Pluralisierung der Lebensentwürfe und der religiösen Landschaft gegenüber, verbunden mit Phänomenen einer „Wiederkehr der Religion“ in der Öffentlichkeit. Diese geht mit zunehmenden kulturellen und religiösen Konflikten einher, die nicht nur und zuerst zwischen Religionen und Weltanschauungen verlaufen, sondern auch quer zu ihnen zwischen verschiedenen Glaubensstilen, Lebens- und Denkformen. 

Der Lehrstuhl wurde als die erste von der DFG geförderte Heisenbergprofessur im Bereich der Theologie im Sommersemester 2016 neu errichtet. Seine Aufgabe ist es, die derzeitigen Transformationsprozesse in Gesellschaft, Kirche und religiösem Feld theologisch und im interdisziplinären Austausch zu reflektieren. Dies geschieht in drei Perspektiven:

•   Im Aufgreifen der Problemlagen und der (gerade auch theologischen) Fragen, die in den derzeitigen gesellschaftlichen Umbrüchen und in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen aufbrechen und sich nur transdisziplinär bearbeiten lassen.

•    In der Begleitung des tiefgreifenden Wandels im Verständnis des Glaubens, seinen Lebensformen und den Sozialformen von Kirche, der die Suche nach einer angemessenen Sprache, nach Vollzugsformen und einer zeitgemäßen Sozialgestalt des Glaubens nötig macht.

•     Im Bemühen, in konstruktiver Weise Begegnung, Konfliktaustrag und Dialog zwischen unterschiedlichen Theologien, Glaubensverständnissen und Glaubensstilen zu ermöglichen, um zugleich damit in spannungsreicher, aber produktiver Weise die manchmal sperrigen, aber gerade darin innovativen Potentiale der religiösen Traditionen und speziell des christlichen Glaubens neu ins Spiel zu bringen.