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Gesamthochschule Eichstätt ab 1972
  • Im Mai 1972 beschloss die Freisinger Bischofskonferenz unter dem Münchner Erzbischof Julius Kardinal Döpfner die Philosophisch-Theologische Hochschule und die Kirchliche Pädagogische Hochschule zu einer "Kirchlichen Gesamthochschule" zu verbinden.
  • Ende September wurde dann die staatliche Genehmigung für Bau und Betrieb der kirchlichen Gesamtschule unter Prof. Dr. Hans Maier, dem Staatsminister für Unterricht und Kultus erteilt.
  • Ein wichtiger Grund für das Zusammenlegen der beiden Eichstätter Hochschulen war die durch den Bayerischen Staat beschlossene Integration der Pädagogischen Hochschulen an die jeweilige Landesuniversität. Da dies für die PHE aufgrund ihres kirchlichen Charakters nicht möglich war, wurde als Ausweg die Errichtung der Gesamthochschule Eichstätt (GHE) realisiert. 
  • Die Gesamthochschule bestand nun zunächst aus zwei Teilen: zum Einen aus dem Fachbereich Katholische Theologie (frühere Philosophisch-Theologische Hochschule) und zum Anderen aus dem erziehungswissenschaftlichen Fachbereich (frühere Pädagogische Hochschule), wobei die Studienordnungen für beide Fachbereiche bestehen blieben.
  • Neuaufgenommen wurde hingegen der "Fachbereich Fachhochschulstudiengänge". Dieser bestand aus der "Religionspädagogik" sowie dem "Sozialwesen".
  • Seit Gründung der GHE befand sie sich in Trägerschaft der Stiftung, welche am 21. August 1972 durch Umwandlung der PHE Stiftung staatlich anerkannt wurde . Die Stiftung gliederte sich in den Stiftungsrat als beschließendes sowie den Stiftungsvorstand als ausführendes Organ .
  • Aus der Pädagogischen Hochschule ging der Fachbereich "Phil. I" (Ausbildung Lehrer von nichtgymnasialen Schularten) hervor, 1975 dann auch "Phil. II" - Angehörige mussten dem Anforderungsprofil für Universitätsprofessoren entsprechen, außerdem waren sie zu Forschung und Lehre nach Modus der Universitäten verpflichtet.
  • Phil. II wurde zum Motor des raschen Ausbaus: aus ihr entstanden in kurzer Zeit Ansätze zur Geschichts- und Gesellschaftswissenschaftlicher Fakultät, zur Sprach- und Literaturwissenschaftlichen sowie Mathematisch-Geographischen Fakultät. 

Quellen

  1. Vgl. Schreiber, W.: Zur Geschichte der Lehrerbildung in Eichstätt. in: Zschaler, Frank (Gasthrsg.): Jahrbuch für Universitätsgeschichte 11, S. 75.
  2. Vgl. ebd.