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Ausstellung im Foyer der Sommerresidenz:
Menschenschicksale - Die deutsche Staatsangehörigkeit im "Dritten Reich": Einbürgerung - Widerruf - Aberkennung


Das Bundesverwaltungsamt (BVA) hat im Jahr 1982 ei­ne Do­ku­men­ta­ti­on nach Ori­gi­nal­ak­ten über die Um­set­zung der Ras­se­n­ideo­lo­gie der Na­tio­nal­so­zia­lis­ten mit­tels des Staats­an­ge­hö­rig­keits­rechts er­stellt. Von 4. bis 22. Juni 2018 zeigt das Zentrum Flucht und Migration die Ausstellung „Menschenschicksale“ im Foyer der Sommerresidenz.

 

Die Ausstellung um­fasst im We­sent­li­chen die Aus­bür­ge­run­gen pro­mi­nen­ter Per­so­nen wie z.B. Hannah Arendt, Albert Einstein und Bertolt Brecht so­wie mensch­li­che Ein­zel­schick­sa­le, die aus­zugs­wei­se dar­ge­stellt sind. Das Bundesverwaltungsamt ist für die Wiedereinbürgerung von im Ausland lebenden ehemaligen Deutschen, denen in der Zeit des Nationalsozialismus die Staatsangehörigkeit aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen entzogen worden war, und ihren Nachkommen zuständig.


Im Rahmen dieser staatsangehörigkeitsrechtlichen Wiedergutmachung werden den Mitarbeitern des BVA in ihrer täglichen Arbeit die Einzelschicksale der Verfolgung durch die Behörden des „Dritten Reiches“ vor Augen geführt. Die Möglichkeit der Wiedereinbürgerung besteht seit 1949 (Artikel 116 Absatz 2 des Grundgesetzes).

Hieraus entstand dann der Gedanke, diese Thematik mit ihrem sensiblen Inhalt einem breiteren Publikum zu zeigen. Aus vielen Originaldokumenten wurde daher diese Ausstellung zusammengestellt.

 

Flyer

Die Ausstellung ist täglich von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr zugänglich. Der Eintritt ist frei.