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Über das Zentrum

Warum ein Zentrum Flucht & Migration am Standort Eichstätt?

Eichstätt gilt schon seit einigen Jahren als Modellregion für die Aufnahme und Integration von Geflohenen und Migranten. Eine Vielzahl von haupt- und ehrenamtlichen Akteuren arbeitet in unterschiedlichsten Feldern und Projekten mit Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten. Zudem bildet der Landkreis einen umfassenden Querschnitt ab: von den Menschen in der Erstaufnahme bis zu lange Anerkannten, die in der Region angekommen sind sowie von den Menschen, die sich für eine interkulturelle Gemeinschaft stark machen und die die neuen Nachbarn beim Neustart in der Region Eichstätt unterstützen.

Der Großraum Eichstätt-Ingolstadt ist zudem nach dem Ballungsraum München diejenige Region in Bayern, in der – statistisch gesehen – die meisten Aufnahmeeinrichtungen liegen und 2015 die meisten Geflohenen ankamen und versorgt werden mussten.

Warum ein Zentrum Flucht & Migration an der Katholischen Universität?

Für die KU als einzige katholische Universität im deutschsprachigen Raum stehen der Mensch, der Umgang mit Menschen und ein soziales Miteinander im Sinne des christlichen Menschenbildes im Mittelpunkt. Die Integration von Neubürgerinnen und -bürgern, unabhängig von ihrem Glauben oder ihrer Herkunft, ist sowohl den Universitätsangehörigen als auch den Studierenden ein besonderes Anliegen Der Dialog spielt eine wesentliche Rolle – auch und vor allem im Bereich Flucht & Migration.

Die Erforschung von Fragen der Toleranz und des gesellschaftlichen Miteinanders steht daher im Fokus des wissenschaftlichen Interesses an der KU. Dazu gehört auch die Forschung über Ursachen und Wirkungen von Flucht und Migration – auf das Individuum, auf bestimmte soziale Gruppen und auf die Gesellschaft im Allgemeinen.

In der Lehre und im studentischen Leben misst die KU dem gesellschaftlichen Wirken und der Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden, insbesondere der Kompetenzerweiterung im trans- und interkulturellen Dialog und der Erfahrung der gelebten Humanität im gesellschaftlichen Miteinander, einen hohen Stellenwert zu.

Im Transfer und mit Serviceangeboten für einerseits Geflohene und andererseits für die Menschen, die mit Migrantinnen und Migranten zusammenarbeiten, entstehen an der KU wissenschaftlich-fundierte und mit der Lehre eng verzahnte Angebote, die unter Rücksichtnahme auf kulturelle und spirituelle Vielfalt die Integration auf allen Ebenen unterstützen sollen.

Was ist an der KU besonders?

Durch kurze Wege, zahlreiche persönliche Kontakte und institutionenübergreifende Kooperationen zwischen Akteuren im Bereich Flucht & Migration ist Feldforschung sozusagen direkt "vor der Haustüre" möglich. Neben der aktiven Hilfe werden vor diesem Hintergrundneue Forschungsprojekte angestoßen, aber auch neue Lehr- und Weiterbildungsangebote entwickelt und Serviceangebote zur raschen und begleiteten Eingliederung und eigenen Entfaltung von Menschen mit Migrationshintergrund bereitgestellt.

Der besondere Ansatz der KU liegt in der engen Verzahnung von praxis- und transferorientierter Forschung, einer an sich wandelnde Erfordernisse und steigende Ansprüche von Studierenden anpassungsfähigen Lehre und der praktischen Arbeit mit Geflohenen/Migranten unter der Einbeziehung engagierter Studierender. Das besondere Klima an der KU ermöglicht es, alle Bereiche miteinander zu verbinden und aufeinander abzustimmen. Auf diesem Wege profitieren lehrende Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter gleichermaßen wie Studierende, Geflohene und extern Aktive von gemeinsamen Aktivitäten und Projekten, die gemeinsam geplant und umgesetzt werden. Hierdurch wird ein nahezu einzigartiges Handlungsumfeld und Forschungsökosystem geschaffen, in dem wissenschaftliche Theorie und Empirie mit erlebbarer und erfahrbarer Praxis Hand in Hand gehen.