Sie befinden sich hier: KU.de  Fakultäten  Philosophisch-Pädagogische Fakultät  Pädagogik  Lehrstuhl für Bildungsphilosophie und Systematische Pädagogik  Startseite

Lehrstuhl für Bildungsphilosophie und Systematische Pädagogik

Im Zentrum der Lehr- und Forschungsaktivitäten des Lehrstuhls für Bildungsphilosophie und Systematische Pädagogik stehen die philosophischen und ethischen Grundlagen vom pädagogischen Handeln sowie von Bildungsinstitutionen.

  • Der Lehrstuhl


    Derzeit richten sich unsere Lehr- und Forschungsaktivitäten insbesondere auf die folgenden Themengebiete:

    • Profilierung von Bildungsphilosophie als vollwertiger Zweig der Philosophie und zugleich als pädagogischer Disziplin
    • Grundbegriffe pädagogischer Forschung aus philosophisch-analytischer Perspektive
    • Wissenschaftstheoretische Grundlagen pädagogischer Forschung
    • Normative und ethische Fragestellungen im Kontext von pädagogischem Handeln und Bildungspolitik
    • Der Bildungsbegriff im Deutschen Idealismus
    • Bildungstheorie im Kontext der Analytischen Philosophie
    • Politische Philosophie und Bildungsphilosophie
  • Aktuelles

    Gastvortrag "Universität, Staat und Zivilgesellschaft"

    Prof. Dr. Heinz-Dieter Meyer
    Dienstag, 14.11.2017


    Aktuelle Lehrveranstaltungen

    Eine Übersicht der aktuellen Lehrveranstaltungen erhalten Sie hier. 


     

    Call for Proposals

    Tagung: Bildungsgerechtigkeit – Philosophische Perspektiven
    Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt 13.03. – 15.03.2018
    Einreichungsfrist: 01.01.2018

    Der Lehrstuhl für Bildungsphilosophie und Systematische Pädagogik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt veranstaltet vom 13.03 – 15.03. 2018 zusammen mit der Akademie für Politische Bildung in Tutzing eine internationale Tagung zu „Bildungsgerechtigkeit – Philosophische Perspektiven“. Keynote Speakers auf der Tagung sind:

    - Bernd Ladwig (Berlin)

    - Bryan Warnick (Ohio State)

    - Harry Brighouse (Wisconsin) -

    Harvey Siegel (Miami)

    - Maeve Cooke (Dublin)

    - Micha Brumlik, (Frankfurt)

    - Penny Enslin (Glasgow)

    Der Begriff der Bildungsgerechtigkeit hat in der letzten Dekade eine hohe Prominenz erlangt. Allerdings bleiben der Bedeutungsgehalt und die normativen Implikationen dieses Begriffs weitgehend ungeklärt. Wir laden gerne Einreichungen ein, die zu einer Präzisierung der verschiedenen Dimensionen des Begriffs der Bildungsgerechtigkeit beizutragen suchen. Die folgenden Fragen können hierbei in Betracht gezogen werden:

    - Stellt Bildungsgerechtigkeit eine besondere Form von Gerechtigkeit dar, oder lassen sich ihre Normen aus allgemeinen Gerechtigkeitstheorien ableiten?

    - Geht man davon aus, dass Adressaten von Bildung zunächst Kinder und unmündige Jugendliche sind und dass Bildung nicht primär ein teilbares Gut ist, wie sollen dann diese zentrale Spezifika des Bildungswesens in den Begriff der Bildungsgerechtigkeit Eingang finden?

    - Wie ist dieser Begriff zwischen den Paradigmen der Verteilungsgerechtigkeit, der Teilhabegerechtigkeit und der relationalen Gerechtigkeit zu verorten?

    - Bezieht er sich eher auf institutionelle Regelungen im Bildungswesen oder eher auf pädagogisches Handeln?

    - Soll es kontextspezifische Hierarchisierungen von Fragestellungen und Normen der Bildungsgerechtigkeit geben?

    - Ist die vorwiegende Ausrichtung des angloamerikanischen Diskurses um Bildungsgerechtigkeit auf Fragen der Privatisierung und ungleichen Finanzierung von Schulen so in den kontinentalen Kontext zu übertragen? Oder gibt es in diesem Kontext möglicherweise gerechtigkeitstheoretisch dringendere Fragen wie etwa staatlich arrangierte Selektion oder Exklusion von Minderheiten und Minderheitssprachen?

    Diese Fragen bleiben unter anderem deshalb weitgehend ungeklärt, weil die Kategorie der Bildungsgerechtigkeit bislang selten zum Gegenstand von genuin philosophischen Erkundungen gemacht wird, die sich normativen Analysen und Rekonstruktionen widmen. Wir heißen Einreichungen von Beiträgen willkommen, die sich auf eine oder mehrere der oben erwähnten Fragen und Themen beziehen. Entsprechende Abstracts (max. 400 Wörter) sollen bis 01.01.2018 als separaten Email-Attachment (.doc, .docx oder .pdf) an kuconference2018@gmail.com eingereicht werden. In dieser angehängten Datei sollen die Einreicher/innen zudem ihre Namen, Adressen sowie den Titel des Proposals aufführen. Das Tagungskomitee akzeptiert Abstracts für die folgenden Beitragsformen:

    - Einzelne Vorträge

    - Symposien

    - Arbeitsgruppen.

    Einzelne Vorträge erhalten einen eigenen Platz innerhalb einer Parallelsitzung. Symposien bieten 3-5 ReferentInnen einen Raum, in dem mehrere Perspektiven eines gemeinsamen Themas präsentiert werden können. Arbeitsgruppen bieten ein Forum für die Diskussion sich in der Entwicklungsphase befindender Ideen und Forschungsvorhaben. Diese sollten bis zu 3 ReferentInnen einschließen und auf rege Interaktion mit dem Auditorium abzielen. Abstracts für Symposien und Arbeitsgruppen dürfen bis zu 400 Wörter pro TeilnehmerIn umfassen. Die Art des Beitrags sollte im Abstract klar spezifiziert werden. Die Begutachtung der Proposals wird bis zum 15.01.2018 abgeschlossen sein. Die Einreicher/Innen werden bis zum 20.01.2018 darüber benachrichtigt, ob ihr Proposal angenommen wird.


    Forschungskolloquium "Bildungsphilosophie" – SS 2017

    Öffentliche Vortragsreihe an der Hochschule für Philosophie in München veranstaltet in Kooperation mit der KU Eichstätt-Ingolstadt, Lehrstuhl für Bildungsphilosophie und Systematische Pädagogik (Prof. Dr. Krassimir Stojanov)

    Das Kolloquium lädt ein zur philosophischen Auseinandersetzung mit Grundbegriffen und wissenschaftstheoretischen Grundlagen von Bildungspolitik, pädagogischer Forschung und philosophischer Bildung. Ausgehend von der Gemeinsamkeit beider Hochschulen, sich in Forschung und Lehre verstärkt mit bildungsphilosophischen Grundfragen im globalen Kontext zu befassen, geht es in Vorträgen und Diskussion vor allem um normative und ethische Fragestellungen in Bezug auf pädagogisches Handeln und bildungspolitische Diskurse - nicht nur, aber auch im Umfeld von Flucht und Migration.

    ORT: Hochschule für Philosophie, Kaulbachstr. 31, 80539 München, Seminarraum 2

    ZEIT: ab 19:00 Uhr

    16.5. Dr. Rebecca Gutwald, LMU München Macht Bildung stark? Normative Überlegungen zum Modebegriff der Resilienz aus Sicht des Capability-Ansatzes von Martha Nussbaum
    23.5. Prof. Dr. Michael Reder, Hochschule für Philosophie, München Bildung und Hegemonie: Gramscis bildungsphilosophische Anstöße für eine Kultur gesellschaftlichen Streits
    13.6. Prof. Dr. Christina Hansen, Universität Passau John Deweys „embryonic society“ als Ausgangspunkt für eine inklusive Gesellschaft?
    27.6. Dr. Konstantinos Masmanidis, KU Eichstätt-Ingolstadt Soziale Freiheit und Bildung. Frederick Neuhousers Freiheitsbegriff und der Versuch einer Anwendung auf die Summerhill School

  • Neuerscheinungen


    Der Band diskutiert Grundbegriffe und normative Orientierungen von Bildungspolitik und pädagogischem Handeln. Damit die Bildungsphilosophie den Raum der philosophischen Reflexion über bildungspolitische und pädagogische Grundsatzfragen bildet, muss sie ihre eigene disziplinäre Identität klären und ihren Standort zwischen „allgemeiner“ Philosophie, diversen anderen philosophischen Teildisziplinen und den Bildungs- und Erziehungswissenschaften bestimmen. Dem ist der erste Teil des Bandes gewidmet. Der zweite Teil demonstriert, mit welchen Themen und methodischen Zugängen sich bildungsphilosophische Erkundungen befassen. Dabei werden zentrale epistemologische und wissenschaftstheoretische Fragestellungen von Bildungsforschung und praktischer Pädagogik aufgegriffen sowie das bildungsphilosophische Gedankengut „klassischer“ Autoren rekonstruiert. Schließlich finden sich im dritten Teil des Bandes Aufsätze zu aktuellen Fragestellungen von Bildungspolitik und politischer Bildung aus philosophischen Perspektiven. Das Werk ist Teil der Reihe Tutzinger Studien zur Politik, Band 9. 

    Erscheint am 29.09.2017


    Krassimir Stojanov: Bildung: Zur Bestimmung und Abgrenzung eines Grundbegriffs der Humanwissenschaften, Hauptartikel in: Erwägen Wissen Ethik (EWE) Jg. 25/2014 Heft 2, Lucius & Lucius Verlagsges., Stuttgart 2014


    Konstantinos Masmanidis: Fichtes Begriff der politischen Philosophie. Eine Untersuchung der späten politischen Werke im Lichte des Begriffspaares Bild-Bildung, Karl Alber Verlag, Freiburg/München 2014


    Krassimir Stojanov: Bildungsgerechtigkeit. Rekonstruktionen eines umkämpften Begriffs.

    Die neueste Studie von Prof. Stojanov.


    Wir möchten auch auf das Erscheinen der Beiträge des von Prof. Stojanov organisierten bildungsphilosophischen Kolloquiums im Rahmen des XXII. Kongresses für Philosophie 2011 im Deutschen Jahrbuch für Philosophie (Bd. 4) aufmerksam machen. (mit Beiträgen von Randall Curren, Harvey Siegel, Krassimir Stojanov, Ari Kivelä und Claudia Schumann).

     


    Kai Horsthemke: Animals and African ethics. Palgrace MacMillan, Basingstoke/UK, 2014


    Kai Horsthemke: The moral status and rights of animals. Porcupine Press: Pinegowrie/South Africa, 2010