Logo & Banner BESTFORCAN
BESTFORCAN – Verbesserung der psychotherapeutischen Behandlung von Kindern und Jugendlichen nach Kindesmisshandlung und Vernachlässigung

BESTFORCAN – Das Projekt

Pusten einer Pusteblume auf einem grünen Feld
© Colourbox

 

 

Das Projekt BESTFORCAN ist ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördertes Projekt zur Verbreitung einer sehr gut wirksamen Psychotherapie (Traumafokussierte Kognitive Verhaltenstherapie – TF-KVT) für traumatisierte Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 21 Jahren, die Opfer von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung geworden sind.

Unser Angebot für Betroffene und ihre Angehörigen

Zwei Hände einander haltend, Pusteblume zerfällt darunter
© Colourbox

Wir haben in verschiedenen Regionen Deutschlands kooperierende Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen in Ausbildung, die Betroffene im Rahmen des Projekts behandeln.

Wenn du zwischen 5 und 20 Jahren alt bist und von körperlicher oder sexueller Misshandlung oder von Vernachlässigung betroffen bist und infolgedessen Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung wahrnimmst oder wenn Sie Eltern, Angehörige oder Betreuer*innen eines betroffenen Kindes oder Jugendlichen sind und vermuten, dass eine traumaspezifische Therapie helfen könnte, finden sich hier teilnehmende Behandler*innen nach Regionen:

Berlin, Bochum, Bremen, Erfurt, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, Landau, Leipzig/Halle, Mannheim, Marburg

Unser Angebot für Behandler*innen

Mehrere Hände übereinander, die sich halten
© Colourbox

BESTFORCAN ermöglicht es Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen mit Fachkunde Verhaltenstherapie, eine sehr gut wirksame Psychotherapie der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) kostenfrei zu erlernen und unter wissenschaftlicher Begleitung anzuwenden. Die Hälfte der teilnehmenden Psychotherapeut*innen erhält begleitend kostenfreie Supervision. Kinderärzt*innen sowie Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendhilfe erhalten im Rahmen des Projektes die Chance, sich in traumabezogenen psychologischen Konzepten und einem etablierten Screeningverfahren zur Diagnose einer Traumafolgestörung weiterzubilden. Innerhalb des Hilfenetzwerkes können betroffene Kinder und Jugendliche direkt an ein geeignetes psychotherapeutisches Angebot in der Region weitergeleitet werden. Alle genannten Berufsgruppen erhalten für ihre Teilnahme am Projekt unter anderem finanzielle Aufwandsentschädigungen und kostenfreie Weiterbildungen (mit von den jeweiligen Berufskammern anerkannten Fortbildungspunkten für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen und Kinderärzt*innen).

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns bei diesem Vorhaben unterstützen würden und mithelfen, die psychotherapeutische Behandlung von traumatisierten Kindern und Jugendlichen nach Missbrauch und Vernachlässigung in Deutschland zu verbessern!

AKTUELL: Kostenfreie zertifizierte Fortbildungsveranstaltung für Kinder- und Jugendlichenpsychiater*innen und Fachärzt*innen der Pädiatrie am 13.01.2021 bzw. 20.01.2021 *** Weitere Informationen unter Aktuelles *** Hier geht es zum Kontakt- und Anmeldeformular

Ziele des Projekts

Verschwommendes  Bild einer Therapiesitzung (Personen nicht genau erkennbar)
© Foto: Klenk/upd

Körperlicher oder sexueller Missbrauch und Vernachlässigung können vielfältige und schwere Auswirkungen auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen haben. Um die Folgen von Missbrauchserfahrungen und Vernachlässigung bei Kindern und Jugendlichen zu behandeln, wurden spezifische traumafokussierte psychotherapeutische Behandlungsansätze entwickelt, deren Wirksamkeit bereits vielfach bestätigt wurde. Ein solcher Therapieansatz ist die traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie (TF-KVT) nach Cohen, Mannarino und Deblinger. Diese wissenschaftlich gestützte Psychotherapie erhalten in Deutschland bisher jedoch nur wenige Betroffene. Unser vom Bundesministerium für Forschung und Bildung gefördertes Projekt BESTFORCAN („Bringing empirically supported treatments to children and adolescents after child abuse and neglect“) hat sich daher zum Ziel gesetzt, diesen Behandlungsansatz mehr traumatisierten Kindern und Jugendlichen zugänglich zu machen. Dazu gehört die gezielte, kostenfreie Fortbildung und Supervision von Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut*innen in Ausbildung in vielen Regionen in Deutschland. Zusätzlich erhalten die teilnehmenden Psychotherapeut*innen die Gelegenheit, sich in interdisziplinären, regionalen Hilfenetzwerken mit Kinderärzt*innen und Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendhilfe zu vernetzen. Die Mitarbeiter*innen der Jugendhilfe und die Kinderärzt*innen werden darin geschult, Traumafolgestörungen bei Kindern und Jugendlichen zu erkennen und Betroffene möglichst schnell in ein geeignetes psychotherapeutisches Angebot in ihrer Region zu vermitteln.

Literatur: Cohen, J.A., Mannarino, A.P., & Deblinger, E. (2016). Treating trauma and traumatic grief in children and adolescents. Guilford Publications.

Informationen & Anmeldung

Pusteblume die einige Samen an den Wind verliert vor blauem Himmel
© Colourbox

Sie können sich ganz einfach über unser Kontaktformular oder per Mail an bestforcan(at)zpt-gu.de zu einer Teilnahme in unserem Projekt anmelden. Weiterführende Informationen finden Sie auf den folgenden Seiten:

Bei Fragen stehen Ihnen außerdem gerne unsere Ansprechpersonen der Studienkoordination zur Verfügung oder Sie schreiben uns eine E-Mail an bestforcan(at)zpt-gu.de.

Diese wissenschaftliche Studie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.