Der Artikel "Commitment attribution and root complementizers in Catalan" untersucht die besondere Verwendung des Wortes que am Satzanfang von Katalanischen Assertionen und Fragesätzen. Der theoretische Rahmen kommt aus der aktuellen Sprechakttheorie, wo angenommen wird, dass Sprecher*innen sich mit ihren Äußerungen dazu verpflichten (=commitment) für bestimmte Propositionen einzustehen. Die Sprechakttheorie analysiert meist die Commitments von Sprecher*innen die eine bestimmte Äußerung tätigen. Dieser Artikel zeigt jedoch, dass que eine Besonderheit hat: mit ihm signalisiert der/die Sprecher*in, dass er/sie denkt dass der/die Zuhörer*in bereits eine bestimmte Information als wahr akzeptiert hat oder für eine Aussage „geradestehen“ muss. Der Effekt von que auf die Dynamik des Gesprächs wird mithilfe des Modells von Malamud und Stephenson untersucht. Auf Basis der Theorien von Krifka (2023a) und Gutzmann (2015) wird eine erste formale Analyse der expressiven Bedeutung von que entwickelt. Der Artikel ist open access und kann hier eingesehen und heruntergeladen werden: https://revistes.uab.cat/isogloss/article/view/v12-n2-kocher