#IkonedesMonats #Athos #Maria
Es ist ein trüber Spätsommertag. Dichte Wolken verhüllen den Gipfel des Berges Athos, immer wieder ziehen Nebelschwaden über seine steilen Flanken. Ich befinde mich an einem der außergewöhnlichsten Orte der christlichen Welt. Die Athoshalbinsel, der östlichste der drei Finger der Chalkidiki im Norden Griechenlands, reicht rund 50 Kilometer weit in die Ägäis hinein. An ihrem südlichen Ende ragt der über 2.000 Meter hohe Berg beinahe unmittelbar aus dem Meer. Seit mehr als einem Jahrtausend ist diese abgeschiedene Landschaft eines der bedeutendsten Zentren des orthodoxen Mönchtums. Zwischen bewaldeten Hängen, schroffen Felsen und dem tiefblauen Meer erheben sich Klosteranlagen, deren Mauern und Kirchen von einer mehr als tausendjährigen Geschichte erzählen. Zwanzig große Klöster und zahlreiche kleinere Niederlassungen, sogenannte Skiten und Kellien, beherbergen hier Mönche unterschiedlicher Nationalitäten. Gemeinsam bilden sie eine weitgehend autonome Mönchsrepublik innerhalb des griechischen Staates.