Iraks christliches Erbe: Vom Überleben im Zweistromland

Alexander-Böhlig-Gedächtnisvorlesung im SoSe 2026 von Dr. Matthias Kopp

Am Donnerstag, 11. Juni 2926, findet ab 18:30 Uhr im Jesuitenrefektorium des Priesterseminars die Alexander-Böhlig-Gedächtnisvorlesung im SoSe 2026 von Dr. Matthias Kopp mit dem Titel “Iraks christliches Erbe: Vom Überleben im Zweistromland” statt.

Die Vorlesung rückt aus religionswissenschaftlicher Perspektive die Geschichte und die interreligiösen Beziehungen des Christentums im Irak in den Fokus. Von den biblischen Ursprüngen bis zur Gegenwart erstrecken sich die Ausführungen, die das christliche Erbe des Zweistromlandes in seiner wechselvollen wie auch bewegenden Geschichte beleuchten. Vieles ist der Zerstörung preisgegeben, nicht Weniges verfällt buchstäblich, weil die Christen nach und nach den Irak verlassen. Eine zweitausendjährige Geschichte droht auszubluten. Dagegen erinnert die Vorlesung an das historische Erbe der christlichen Tradition in einem der urchristlichsten Länder der Welt. Dafür spannt der Vortrag einen weiten Bogen von den Anfängen des Irak bis hin zu den gegenwärtigen Herausforderungen, vor denen Christen heute stehen nach drei Golfkriegen und der Herrschaft des “Islamischen Staats”. Dabei wird der Einsatz des Heiligen Stuhls ebenso beleuchtet wie die historische Reise von Papst Franziskus in den Irak 2021.

Matthias Kopp (* 1968) studierte katholische Theologie und christliche Archäologie in Bonn, Freiburg und Rom. Im Juli 2024 wurde er an der Vinzenz Pallotti University in Vallendar zum Dr. theol. promoviert. Im März 2026 ernannte ihn die Vinzenz Pallotti University zum Honorarprofessor für Fundamentaltheologie und interkulturelle Kommunikation. Von 1993 bis 1997 war Kopp als Volontär und Redakteur für Radio Vatikan in Rom tätig. 1997 wechselte er als Referent für Presse- und Verlagswesen in die Zentralstelle Medien der Deutschen Bischofskonferenz und war zugleich Geschäftsführer des Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreises. Von 2006 bis 2008 war Kopp Sprecher der Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen und Sprecher des Ministers für Bundes- und Europaangelegenheiten in Düsseldorf. 2009 wurde er zum Preissesprecher und Leiter der Pressestelle und Öffentlichkeitsarbeit der Deutscheen Bischofskonferenz gewählt und mehrfach im Amt bestätigt. Er ist Herausgeber und Autor zahlreicher Bücher und Publikationen. Von 1999 bis 2011 war er Vorstand der Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands, von 2002 bis 2004 Herausgeber der wissenschaftlichen Medienzeitschrift Communicatio Socialis. Papst Benedikt XVI. verlieh ihm 2012 den Silvesterorden. Am 19. Dezember 2024 ernannte ihn Papst Franziskus zum Konsultor des vatikanischen Dikasteriums für die Kommunikation.

Eine Online-Zuschaltung zum Vortrag via ZOOM ist möglich. Weitere Informationen dazu per formloser Mail an ecsonca(at)ku.de.

Im Anschluss an die Vorlesung findet ein Stehempfang statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Gertrud-und-Alexander-Böhlig-Stiftung.